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TJörg „Kossi“ Koslowski aus Heinbockel brennt für den Fußball

Jörg „Kossi“ Koslowski mit seiner positiv fußballverrückten Familie. Tochter Enya, Ehefrau Silke und Tochter Neela (von links).

Jörg „Kossi“ Koslowski mit seiner positiv fußballverrückten Familie. Tochter Enya, Ehefrau Silke und Tochter Neela (von links). Foto: Michael Brunsch

König Fußball regiert in dieser Familie in Heinbockel. Koslowski ist ein bekannter Name in der Szene. Vater Jörg engagiert sich so stark, dass der NFV ihn jetzt ehrte.

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Von Michael Brunsch
Dienstag, 27.01.2026, 14:00 Uhr

Heinbockel. Der Niedersächsische Fußballverband Kreis Stade (NFV) zeichnete Jörg Koslowski Ende 2025 für seine Verdienste rund um den Fußball in seinem Heimatverein SuSV Heinbockel mit der silbernen Verdienstnadel aus. Nicht nur der 58-Jährige ist dem Fußball verfallen. Auch seine Frau Silke und die Töchter Neela und Enya sind aktiv dabei.

2025 gab es diese Urkunde vom Niedersächsischen Fußballverband Stade.

2025 gab es diese Urkunde vom Niedersächsischen Fußballverband Stade. Foto: Michael Brunsch

Es vergeht kaum ein Tag im Hause Koslowski, an dem keiner einen Fußballtermin auf dem Zettel hat. Jörg trainiert die Herrenmannschaft des SuSV Heinbockel mit zwischenzeitlicher Unterbrechung seit über 20 Jahren. „In der letzten Sommervorbereitung habe ich mich zweimal ins Tor gestellt, weil wir keinen Keeper hatten“, sagt der 58-Jährige und lächelt. Koslowski gilt in der Ü50-Mannschaft der ASSG Himmelpforten/Hammah/Heinbockel noch immer als Führungskraft. Er ist Abwehrchef in dem Team, das im Juni 2025 den Kreispokal holte.

Koslowski peilt Aufstieg in 2. Kreisklasse an

Freunde und Fußballer nennen Jörg Koslowski nur „Kossi“. Er agiert nicht nur als Trainer. Der Fußballobmann kreidet Woche für Woche den Platz auf der Heinbockeler Sportanlage. Exakte Linien für die 3. Kreisklasse.

Der SuSV spielt seit einigen Jahren lediglich in der vorletzten Liga. Das sah zu den aktiven Zeiten Koslowskis noch ganz anders aus. Jahrelang hielt sich der Verein in der Bezirksliga, bis es über die Bezirksklasse und Kreisliga immer weiter runterging. Der Mannschaft brach das Gerüst weg. Die Alten hörten auf. „Jetzt versuchen wir, den Laden am Laufen zu halten und vielleicht irgendwann mal wieder in der 2. Kreisklasse zu spielen“, sagt Koslowski. Im Sommer stoßen einige neue und junge Spieler zum Kader. Das macht dem Trainer Hoffnung.

Jörg Koslowski in früheren Zeiten beim VfL Stade.

Jörg Koslowski in früheren Zeiten beim VfL Stade. Foto: Privat

Die beste Zeit als aktiver Spieler hatte Jörg Koslowski, als er mit 15 Jahren aus Heinbockel nach Stade zum großen VfL wechselte und dort viele Erfolge in der Jugend feiern durfte, schließlich niedersächsischer Vizemeister mit den A-Junioren wurde. Fünf Jahre Herrenfußball folgten dann noch beim VfL unter legendären Trainern wie Frank Schembacher und Manfred Rabe. Landesliga, Verbandsliga und schließlich gelang als Meister der Aufstieg in die Oberliga. Dieser erfolgreiche Weg steht bei Jörg Koslowski in der Erfolgsgeschichte.

0:2-Finalpleite gegen die TuS Güldenstern Stade

In der damaligen 3. Liga war er allerdings nicht mehr dabei. Koslowski ging zurück zu seinem Heimatverein nach Heinbockel. Mit der damaligen Ü32-Mannschaft gewann Heinbockel fast den Kreispokal. Heinbockel verlor das Finale trotz einer personellen Überzahl mit 0:2 gegen die TuS Güldenstern Stade. „Schade, wir waren damals kurz davor, den großen Favoriten zu schlagen“, sagt Koslowski.

Bis vor knapp zehn Jahren spielte sein SuSV Heinbockel noch eigenständig im Ü40-Bereich, dann kam der Zusammenschluss mit dem MTV Hammah und MTV Himmelpforten in den Altersklassen Ü40 und Ü50. Von Verletzungen blieb der erfahrene Fußballer weitgehend verschont. „Einmal hatte ich mir das Sprunggelenk verletzt, ansonsten gab es nur kleinere Blessuren.“

„Das alles rund um den Fußball geht natürlich nur, wenn die Familie mitspielt. Meine Frau Silke ist aber auch fußballverrückt und fährt die Kinder oft zum Fußball“, sagt Jörg Koslowski. Neela, 13 Jahre, spielt beim FC Oste/Oldendorf und Enya, 11 Jahre, ist gerade beim MTV Himmelpforten angefangen.

Ehefrau lernt das Kicken bei einer Legende

Sie spielt auch schon seit Jahren. „Angefangen hat es damals beim SV Burweg unter dem legendären Manfred ‚Goofy‘ Koslowski als Trainer“, sagt die 47-Jährige. Verwandt sind die Heinbockeler Koslowskis nicht mit dem Urgestein.

Silke Koslowski antwortete einst in einem Interview mit dem Internetportal FuPa: „Ich bin schon so alt, dass die Schiedsrichter oder die Schiedsrichterinnen nicht mehr nach meinem Alter fragen.“ Über den FC Oste/Oldendorf ging es dann zurück ins Heimatdorf nach Heinbockel. Die Gründung der Frauenmannschaft trieb sie mit voran und konnte dort „alles, außer Torfrau“ spielen. Jetzt kickt sie bei den Ü30-Frauen des TSV Großenwörden.

Es ist in dieser Familie keine Überraschung: Tochter Neela, 13 Jahre, spielt beim FC Oste/Oldendorf und Enya, 11 Jahre, hat gerade beim MTV Himmelpforten angefangen.

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