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Lokalpolitik

TViele neue Namen: So geht die Stader SPD in die Kommunalwahl

Zwei Spitzenkräfte der Stader SPD: Sigrid Koppelmann und Bürgermeister-Kandidat Kai Koeser.

Zwei Spitzenkräfte der Stader SPD: Sigrid Koppelmann und Bürgermeister-Kandidat Kai Koeser. Foto: Strüning

51 Kandidaten und Kandidatinnen der Stader SPD wollen am 13. September in den Rat der Stadt gewählt werden. Darunter sind viele neue Namen. Wer kommt, wer geht.

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Von Lars Strüning
Mittwoch, 20.05.2026, 13:10 Uhr

Stade. Die beiden scheinen zufrieden zu sein. Kai Koeser, Vorsitzender der Stader SPD und Bürgermeisterkandidat, sowie Sigrid Koppelmann, Ratsfrau und Mitglied im SPD-Vorstand, präsentieren für die drei Wahlbereiche in Stade volle, bunt gemischte Listen mit jeweils 17 Bewerbern, der maximalen Zahl. Die hatte die SPD während einer vierstündigen Tagung im Havenhostel zusammengestellt.

Koeser: „Wollen größte Fraktion im Stader Rat werden“

„Wir wollen die größte Fraktion im Rat der Stadt werden“, sagt Kai Koeser selbstbewusst, am liebsten mit ihm als Bürgermeister an der Spitze der Stadtverwaltung. Zurzeit haben CDU und SPD jeweils zwölf Mandate im Rat. Die CDU stellt zudem mit Sönke Hartlef den stimmberechtigten Bürgermeister und ist zusammen mit der WG die größte Gruppe im Rat.

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Auffällig ist der Generationswechsel in der Stader SPD. Viele altgediente Kräfte treten nicht wieder an. Dazu gehören zum Beispiel Daniela Oswald, bisher 2. stellvertretende Bürgermeisterin, oder Franziska Scheschonk. Sie war lange Jahre Vorsitzende im Kulturausschuss und ist gänzlich aus der Partei ausgetreten.

Viele bekannte Namen tauchen nicht mehr auf

Verzichten werden die Genossen auch auf Kai Holm, der als Fraktionsvorsitzender lange Jahre prägende Kraft im Rat war. Nicht mehr dabei sind zwei Hagener: Hans Blank, einst Ortsbürgermeister und Ratsvorsitzender, sowie Martina Bredendiek. Ortsbürgermeister in Haddorf ist Hermann Müller, der die politischen Ehrenämter auch ablegt. Die Hälfte der jetzigen Fraktion geht. Die SPD wird ihr Gesicht im Rat stark verändern.

Vor allem auch, weil sich viele jüngere Menschen bewusst für eine Kandidatur bei der SPD entschieden hätten, unter anderem um dem AfD-Trend zu trotzen, sagt Sigrid Koppelmann. Sie stehen häufig noch auf den hinteren Plätzen der Listen, haben also eher geringere Chancen in den Rat der Stadt gewählt zu werden.

Sie sollen, so Koeser und Koppelmann, langsam ans lokalpolitische Geschäft herangeführt werden, vielleicht auch erst mal in den Ortsräten. Was sie freut: Zu dieser Wahl sei es deutlich leichter gefallen, die Liste mit Kandidaten zu füllen.

Das sind die Bewerber in den drei Wahlbereichen

Im Wahlbereich 1 mit der Innenstadt als Kerngebiet ist Elena Brückner die Nummer eins, gefolgt von Tamer Yüksel und Jonas Finke. Es folgen Udo Oellrich, Lisa Richter und Kevin Naring auf einigermaßen aussichtsreichen Plätzen.

Im Wahlbereich 2, dem Stader Süden, steht Kai Koeser oben auf der Liste, Angela Merbeth, Bernhard Augustin, Constanze Bischoff, Bernd Kleibauer und Brigitte Ebbe stehen auf den vorderen Plätzen.

Sigrid Koppelmann führt die Liste im Wahlbereich 3 an, der Wiepenkathen, Haddorf und den Hohenwedel umfasst. Oliver Kellmer, Anna Wobser, Hannah Giessler, Babbett Sorge und Frank Albers sind vorn mit dabei.

Koppelmann will in Wiepenkathen an die Spitze

Apropos Wiepenkathen: Sigrid Koppelmann möchte Bürgermeisterin in dem Stadtteil werden. Denn auch die Ortsräte werden gewählt. Der Zeitpunkt könnte günstig sein, weil Horst Deede von der UBLS, langjähriger Ortsbürgermeister und Stimmengarant, hier nicht mehr antritt.

In Bützfleth gibt es einen kompletten Wechsel mit jungen Leuten. Jannis Brey steht für die Ortsratswahl ganz oben auf der Liste; in Haddorf ist es Babbett Sorge und in Hagen Friederike Remer.

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