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Jungtiere leiden unter hohen Temperaturen

Fledermäuse können durch die Hitze aus ihren Quartieren fallen. (Symbolbild)

Fledermäuse können durch die Hitze aus ihren Quartieren fallen. (Symbolbild) Foto: Daniel Karmann/dpa/dpa-tmn

Winzige Fledermäuse stürzen aus ihren Verstecken, Libellen verlieren ihre Nachkommen – Hitze bringt Jungtiere an ihre Grenzen. Auch Fische sind davon betroffen.

Von dpa 25.06.2026, 05:05 Uhr
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Hamburg. Die hohen sommerlichen Temperaturen machen nicht nur uns Menschen zu schaffen. Vor allem Jungtiere sind davon betroffen, wie Ilka Bodmann des Naturschutzbundes (Nabu) erklärt. Fledermäuse beispielsweise können in tödliche Hitzefallen geraten, da sie ihr Quartier an oder in Gebäuden haben. 

„An sehr heißen Sommertagen entstehen unter Dachziegeln, Kupferblech oder dunklen Brettern enorme Temperaturen. Um dem Hitze-Tod zu entkommen, suchen die Tiere nach kühleren Bereichen, um nicht zu verbrennen“, so Bodmann. Die Jungtiere würden jedoch dabei oft aus ihrem Quartier fallen. 

Hilfe für Fledermäuse

Wer die Tiere findet, sollte sie an einen kühleren, vor Katzen geschützten Ort bringen. Ausgesetzt werden könnten sie später an einem schattigen Baum. Laut Nabu kann man Fledermäuse mit einer Pipette oder einem Teelöffel auch mit Wasser versorgen. Wichtig ist jedoch dabei, Handschuhe zu tragen, da Fledermäuse Krankheiten übertragen können.

Gefahr bei Gewässern

Neben Fledermäusen seien auch Libellen von der Hitze betroffen, sagte Bodmann. Die erwachsenen Tiere legten im Sommer nach der Befruchtung ihre Eier ins Wasser oder ins Gewebe von Wasserpflanzen. „Fallen die Gewässer trocken, kann eine ganze Generation verloren sein.“

Doch auch fließende Gewässer können durch eine niedrige Sauerstoffkonzentration im Wasser Tiere gefährden. Besonders Jungfische reagieren auf Sauerstoffdefizite, wie der Nabu mitteilt. Bei zwei Milligramm Sauerstoff pro Liter herrschten tödliche Bedingungen, bei vier Milligramm seien Fortpflanzung, Wachstum und Aktivität von Fischen beeinträchtigt. In der Elbe sei die Sauerstoffkonzentration in diesem Jahr bereits Anfang Juni auf unter drei Milligramm pro Liter gefallen.

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