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Medizin

TKlinik für Dermatologie: Wie der neue Chefarzt sie weiterentwickeln will

Ultraschall ist ein wertvolles Werkzeug in der Diagnostik und Behandlung von Hauttumoren. Auf dem Bild bedient Dr. Kai-Martin Thoms, Leiter der Dermatologie am Elbe Klinikum Buxtehude, ein Ultraschallgerät.

Ultraschall ist ein wertvolles Werkzeug in der Diagnostik und Behandlung von Hauttumoren. Auf dem Bild bedient Dr. Kai-Martin Thoms, Leiter der Dermatologie am Elbe Klinikum Buxtehude, ein Ultraschallgerät. Foto: Sulzyc

Die Klinik für Dermatologie am Elbe Klinikum Buxtehude hat einen ausgezeichneten Ruf. Der neue Chefarzt Dr. Kai-Martin Thoms kann ihr Spektrum sogar noch erweitern.

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Von Thomas Sulzyc
Donnerstag, 30.04.2026, 11:50 Uhr

Buxtehude. Die Ultraschalldiagnostik beziehungsweise Sonografie, wie Ultraschall im Fachjargon heißt, wird in der Medizin in vielen Bereichen eingesetzt und fand in den 1980er-Jahren Einzug in die Dermatologie. Seitdem nimmt ihr medizinischer Fortschritt rasant zu.

So können unter Ultraschallkontrolle Medikamente direkt in Tumore injiziert werden. Besonders hohe Wirkstoffkonzentrationen gelangen so in das Tumorgewebe. Dieser Ansatz wird auch in aktuellen Entwicklungen zur Hautkrebsbehandlung verwendet, berichtet Dr. Kai-Martin Thoms vom Elbe Klinikum Buxtehude. Thoms ist seit November 2025 Chefarzt an der Klinik für Dermatologie und leitet das Hautkrebszentrum Buxtehude. Dr. Kai-Martin Thoms übernahm die Nachfolge von Dr. Peter Mohr.

Forschung zur Entstehung von Hautkrebs

Die Dermatologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Hautkrankheiten befasst. Dabei geht es um alltägliche Beschwerden wie Akne bis hin zu schweren Erkrankungen wie schwarzer Hautkrebs.

Die Klinik für Dermatologie hat bundesweit einen ausgezeichneten Ruf. Das Hautkrebszentrum in Buxtehude verbindet Diagnostik mit Therapie und betreibt Forschung. Das Labor für Molekulare Zellbiologie, das zur Klinik für Dermatologie in Buxtehude gehört, beschäftigt sich insbesondere mit den Auswirkungen von Sonnenlicht auf die Haut, zum Beispiel bei der Entstehung von Hautkrebs. Das Labor betreibe Forschung auf absolutem Weltklasseniveau, sagt Kai-Martin Thoms.

Die Klinik für Dermatologie am Elbe Klinikum Buxtehude hat einen guten Ruf.

Die Klinik für Dermatologie am Elbe Klinikum Buxtehude hat einen guten Ruf. Foto: Sulzyc

Nach 20 Jahren an der Universitätsmedizin Göttingen kam Dr. Kai-Martin Thoms nach Buxtehude. Eine Wohnung hat er im Stadtteil Altkloster bezogen. Zu Fuß geht der Mediziner zur Arbeit.

Das Reisen gehört zu seinen Hobbys: Wandern in den Alpen, ans Meer gerne auch im Herbst. Die Familie ist im Pendlermodus: Die Ehefrau betreibt eine Hautarztpraxis in Göttingen. Und Kai-Martin Thoms hält noch Vorlesungen in der Universitätsstadt, betreut weiterhin Studierende und Doktorarbeiten.

In Göttingen leitete Thoms als geschäftsführender Oberarzt neben dem dortigen Hautkrebszentrum und der operativen Dermatologie auch die Lasermedizin. Diesen Schwerpunkt soll er in Buxtehude einführen und das bisherige Leistungsangebot ergänzen.

Zurzeit lässt das Elbe Klinikum einen Operationsraum für die medizinische Lasertherapie baulich ertüchtigen. Frei von Spiegelflächen müsse er sein, sagt Dr. Kai-Martin Thoms. Denn von spiegelnden Oberflächen könnten Laserstrahlen reflektiert werden und unbeabsichtigt auf Haut oder Augen treffen.

Drei neu angeschaffte Lasergeräte stehen bereit. Unter anderem Feuermale, Narben und Warzen oder oberflächliche Hauttumore können Ärzte mit ihnen präzise behandeln, ohne mit dem Messer operieren zu müssen.

Thoms will das Verfahren auch vermitteln: Zukünftig soll jeder Assistenzarzt der Dermatologie die Möglichkeit haben, die medizinische Lasertherapie zu erlernen und anzuwenden.

380.000 Menschen im Jahr erkranken an Hautkrebs

Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe erhalten in Deutschland jedes Jahr etwa 373.850 Menschen die Diagnose Hautkrebs. Er ist damit eine der häufigsten Krebserkrankungen. An Hautkrebs starben laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 mehr als 4400 Menschen. Das waren 65 Prozent mehr als im Jahr 2002 mit knapp 2700 solcher Todesfälle.

Die medizinischen Fortschritte in der Diagnose und Behandlung von Hautkrebs seien erheblich, sagt Dr. Kai-Martin Thoms. Anzeichen einer Hautkrebserkrankung könnten sein: Neu entstandene Geschwülste auf der Haut, rau und schuppig. Muttermale sollten sich in der Regel ab dem 30. Lebensjahr nicht mehr verändern.

Veränderungen auf der Haut - das rät der Chefarzt

Dr. Kai-Martin Thoms rät: „Wenn Sie Veränderungen auf der Haut bemerken, wenn etwas wächst, was dort nicht hingehört, suchen Sie einen niedergelassenen Hautarzt auf.“

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