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Prost Sommer!

TKuchen essen wie eine Gräfin im Schlosscafé in Agathenburg

Im Schlosscafé Agathenburg genießen Besucher einen besonderen Blick in die Natur.

Im Schlosscafé Agathenburg genießen Besucher einen besonderen Blick in die Natur. Foto: Buchmann

Radfahrer und Wanderer planen Schloss Agathenburg gerne auf ihren Routen ein. Auf der Schlossterrasse lässt sich neben dem Blick ins Elbtal auch so manche Leckerei genießen.

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Von Steffen Buchmann
13.08.2026, 17:50 Uhr

Agathenburg. Malerisch erstreckt sich die Elbmarsch wie ein grüner Teppich hin zum Horizont. Still beobachten die Gäste auf der Terrasse bei Eiskaffee und Aperol die Obstbäume und die Grashalme, die sich sanft im Wind wiegen.

Das Schloss Agathenburg ist bei sonnigem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel.

Das Schloss Agathenburg ist bei sonnigem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel. Foto: Buchmann

Ein Anblick, den die Grafenfamilie von Königsmarck bereits vor mehr als 370 Jahren genossen hat. Selten passte die Redewendung „die Seele baumeln lassen“ wohl besser als hier.

Beliebte Rast bei Radfahrern

Im Schloss Agathenburg können Besucher nicht nur ihren Kulturhunger stillen. Denn im schlosseigenen Café warten täglich wechselnde Kuchen und Torten wie Kirsch-Butterkuchen, Stachelbeer-Baiser oder Käsekuchen „wie bei Muttern“ auf hungrige Abnehmer.

Die Schlossterrasse ist ein beliebter Treffpunkt für Ausflügler.

Die Schlossterrasse ist ein beliebter Treffpunkt für Ausflügler. Foto: Buchmann

Zwischen März und November öffnet das Schlosscafé stets mit dem Museum. Wer jedoch nur Lust auf ein Stück Kuchen hat, kann auch ohne Eintrittskarte direkt zum Café durchgehen. Besonders Radfahrer planen das Café auf ihrer Route entlang des Elberadwegs ein.

Frische Kuchen und Torten aus Fredenbeck

Das weiß Bianca Dinter. Seit 20 Jahren arbeitet die Staderin auf Schloss Agathenburg, heute als Leiterin des Serviceteams, und kümmert sich um alles rund um Vermietungen, Eventplanung sowie Kartenverkäufe.

Bianca Dinter mit einem Tablett voller Leckereien.

Bianca Dinter mit einem Tablett voller Leckereien. Foto: Buchmann

Angefangen habe es mit einem kleinen Museumscafé. „Da gab es noch TK-Kuchen“, erinnert sich die 54-Jährige und lacht. Seit einem Umbau 2011 arbeitet das Schlosscafé mit der Konditorei „Der Freden-Bäcker“ zusammen, die sie mit frischen Backwaren versorgt. Aktuell experimentiert das Café mit kleinen Obst-Tartelettes, wie diese bei den Besuchern ankommen.

Sahneschnitten und Butterkuchen sehr beliebt

Eigentlich kommt Bianca Dinter aus dem Verkauf, wie sie erzählt. Dann habe sie zur Finanzbuchhalterin umgeschult, aber in diesem Bereich nie einen Job gefunden. So kam sie 2006 zunächst als Aushilfskraft auf das Agathenburger Schloss. Gastro-Erfahrung brachte die Staderin schon mit: „Ich habe früher im Klapperina gekellnert.“

Das Schlosscafé arbeitet seit vielen Jahren mit der Konditorei Der Freden-Bäcker zusammen.

Das Schlosscafé arbeitet seit vielen Jahren mit der Konditorei Der Freden-Bäcker zusammen. Foto: Buchmann

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Angelika Meschke leitet Dinter das Schlosscafé als Doppelspitze „direkt am Gast“. Daher weiß sie genau, was die Besucher wollen. „Wir haben am Wochenende viele Fahrradgruppen, auch unangemeldet“, sagt Dinter.

Da komme es durchaus vor, dass eine Gruppe „14-mal Sahneschnitte“ bestellt. Durch die jahrelange Erfahrung ist das Café-Team auf solche Situationen vorbereitet. Und im Notfall gibt es ja noch weitere Kuchensorten wie den beliebten Butterkuchen.

Ein geheimer Sitzplatz unter Buchen

Die Schlossterrasse bildet zwar das Aushängeschild. Im Schlossinneren können sich Besucher mitten zwischen historischen Möbeln und Museumsstücken einen Kaffee gönnen.

Café-Besucher können ihren Butterkuchen auch auf der fast 200 Jahre alten Hochzeitsbank der Familie zum Felde essen.

Café-Besucher können ihren Butterkuchen auch auf der fast 200 Jahre alten Hochzeitsbank der Familie zum Felde essen. Foto: Buchmann

So etwa im Niedersachsenzimmer auf der filigran geschnitzten Hochzeitsbank der Familie zum Felde, die bereits stolze 190 Jahre zählt. „Wir wollen Berührungsängste zur Kultur abbauen“, erklärt Ruth Meyer, Vorstand der Kulturstiftung Schloss Agathenburg.

Ein Geheimtipp: Direkt am Schlosspark können Café-Besucher ebenfalls entspannen.

Ein Geheimtipp: Direkt am Schlosspark können Café-Besucher ebenfalls entspannen. Foto: Buchmann

Wer die Nähe zur Natur schätzt und abseits des Café-Trubels seine Zeit im Schatten der Buchen genießen möchte, für den gibt es einen kleinen Geheimtipp.

Auf einer kleinen Terrasse nahe dem Schlosspark hat das Café-Team einige Sitzgruppen zum Verweilen aufgestellt - mit bedruckten Strandstühlen mit den Antlitzen von Gräfin Aurora von Königsmarck und Graf Hans Christoph von Königsmarck. Kuchen und Getränke müssen Gäste sich vorher im Café holen.

Was kostet’s? Drei Preisbeispiele

  • Eine Sahneschnitte kostet 4,50 Euro, ein Stück Butterkuchen 3,30 Euro.
  • Eine Tasse Kaffee kostet 2,50 Euro, ein Latte Macchiato 3,80 Euro.
  • Eine Kugel Vanilleeis (auch vegan) kostet 1,20 Euro, eine Portion Rote Grütze 3,50 Euro.

Die Öffnungszeiten

Das Schlosscafé hat zu den Museumszeiten zwischen März und November geöffnet. Dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr; Bar- und Kartenzahlung möglich.

Das Highlight

Einmal im Monat bietet das Schlosscafé eine kulinarische Sonderveranstaltung unter dem Titel „Abend mit Freunden“ an. Hier heißt es: schnell zuschlagen, die Tickets sind heiß begehrt. Infos auf schlossagathenburg.de.

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