TLandrat Seefried will Zusammenarbeit mit Kreisrat Heinze fortsetzen
Thorsten Heinze ist Erster Kreisrat und allgemeiner Vertreter für Landrat Kai Seefried. Foto: Beneke / Landkreis Stade
Landrat Seefried plant, seinen Stellvertreter Heinze für eine zweite Amtszeit vorzuschlagen. Die ungewöhnliche Kombination der beiden sorgt für eine gute Zusammenarbeit.
Landkreis. Thorsten Heinze soll als Erster Kreisrat die Nummer zwei im Kreishaus in Stade bleiben. Landrat Kai Seefried (CDU) will seinen Stellvertreter für eine zweite Amtszeit vorschlagen. Der Landrat hat bei dieser Personalie das Vorschlagsrecht. Vorschlagen darf der Landrat, wählen der Kreistag.
Das passt: Zwei sehr unterschiedliche Typen
„Wir haben in den vergangenen Jahren ein wirklich belastbares Vertrauensverhältnis aufgebaut“, begründet Kai Seefried seinen Wunsch, die Zusammenarbeit fortzusetzen. „Wir sind sehr unterschiedlich und deshalb passen wir wahrscheinlich auch so gut zusammen“, so Seefried. Er selbst schaue eher mit dem politischen Blick und aus seiner Erfahrung als Handwerksmeister auf Themen.
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Heinze habe als Verwaltungsjurist mit einer klassischen Behördenlaufbahn einen anderen Blick. Beides ergänze sich hervorragend. Kai Seefried war von 2008 bis 2021 Mitglied des niedersächsischen Landtags. Davor arbeitete er als Tischlermeister in Drochtersen.
Thorsten Heinzes erste Amtszeit endet 2027
Die erste achtjährige Amtszeit von Heinze läuft eigentlich erst 2027 aus. Der Landrat hat aber das Recht, den Ersten Kreisrat ein Jahr vor dem Ablauf der Frist erneuert zu nominieren. Heinze kam 2019 - noch unter Landrat Michael Roesberg (parteilos) - als Nachfolger des damaligen Ersten Kreisrats Eckart Lantz in die Stader Kreisverwaltung.
Heinze soll am 9. Oktober in der letzten Sitzung des amtierenden Kreistags gewählt werden. Wenn die Abgeordneten Landrat Seefrieds Vorschlag folgen, beginnt Heinzes neue Amtszeit im kommenden Jahr und endet 2035. In seine Zuständigkeit fallen unter anderem die Finanzen, der öffentliche Personennahverkehr und das Personal. Außerdem ist er der Wahlleiter auf Landkreisebene.Zustimmung des Kreistags wahrscheinlich
Heinze ist jetzt 61 Jahre alt, am Ende seiner zweiten Amtszeit ist er fast 70. „Ich fühle mich überhaupt noch nicht nach Ruhestand“, antwortet Heinze auf eine TAGEBLATT-Frage. Er freut sich auf seine weiteren acht Jahre in der Stader Kreisverwaltung.
Eine Zustimmung des Kreistags gilt als wahrscheinlich.
„Thorsten Heinze macht gute Arbeit“, sagt zum Beispiel Björn Protze, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag. Der Wahlbeamte Heinze erhielt 2019 in geheimer Wahl 52 Stimmen, ein Abgeordneter stimmte gegen ihn, einer enthielt sich. Vor seinem Wechsel arbeitete Heinze 18 Jahre lang für den Landkreis Harburg.
Kein Gegenkandidat für Landrat Seefried
Damit würde in der Kreisverwaltung für lange Zeit Kontinuität gesichert. Kreisbaurätin Madeleine Pönitz wurde 2025 im Amt bestätigt. Pönitz ist in der Hierarchie der Kreisverwaltung die Nummer drei. Auch Landrat Kai Seefried ist mit großer Sicherheit der nächste Landrat.
Seefried muss sich im Rahmen der Kommunalwahl am 13. September für eine zweite achtjährige Amtszeit dem Votum der Bürger stellen. Es gibt aber derzeit keinen Gegenkandidaten, und alle im Kreistag vertretenen Parteien jenseits der CDU verzichten auf einen eigenen Kandidaten.
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