TLetzter Auftritt im Stadeum? Zauberer Jorgos verrät, was nur Stade kann
Ob in Dubai, Las Vegas, New York, Shanghai oder Stade: Auf der Bühne erstaunt Jorgos sein Publikum mit faszinierenden Illusionen. Foto: Jorgos Magic
Jorgos will am Sonntag das Stadeum verzaubern - vielleicht ein letztes Mal. Der Auftritt wird außergewöhnlicher als in Las Vegas oder vor dem Scheich von Dubai. Warum?
Stade. Der griechische Halbgott Dionysos brachte den Menschen Wein und dadurch Freude, Ekstase und Wahnsinn, heißt es in der griechischen Mythologie. Genau das hat Georgios Pampoukidis im Dionysos in der Hökerstraße früher serviert.
Pampoukidis sitzt im schwarzen Mantel mit einem Kaffee am Tisch links vor der Tür ins Restaurant. Da, wo alles begann. Der Grieche gründete den Griechen 1981 und unterhielt damals Gäste mit Tischzaubereien. Er gab das Restaurant 1996 auf und wurde Zauberer. Er wurde Jorgos.
Am Sonntag ab 18 Uhr hat er ein Heimspiel im Stadeum mit seiner Show „Jorgos - Las Vegas Magic & Illusion“. Das wird besonders für den Stader - und macht ihn nervöser als sonst.
„Keine Bühne der Welt kann das erfüllen“
Neben Zaubertricks mit Illusionen gibt es Showeinlagen in der Luft oder Tanz. Zu viel verrät der Bühnenkünstler nicht, auch nicht, welche Nummern Stade am Sonntag erwarten. „Erwarte das Unerwartete“ ist sein geheimnisvolles Motto. Während das Publikum das Unerwartete erwartet, erwartet Jorgos viel von sich für das Heimspiel.
Die Glocken der St. Cosmae läuten und Jorgos, der schon in Las Vegas aufgetreten ist, erzählt: „Keine Bühne der Welt kann das erfüllen, was ich hier fühle.“

Wenn der Stader Zauberer Jorgos nicht weltweit auf Tour, sondern in seiner Heimat ist, schaut er bis zu zweimal wöchentlich im Dionysos vorbei. Das nächste Mal am Sonntag nach seiner Show. Foto: Meyer
Denn am Sonntag schaut die ganze Familie zu, und das am griechisch-orthodoxen Osterfest. Deswegen sei er „hier nervöser als überall anders“.
Vor der Show bekocht seine Frau die Familie, danach gehen alle gemeinsam ins Stadeum und am späten Abend ins Dionysos. Jorgos spürt und macht sich Druck, er wolle nicht „verkacken“ und von den Menschen in Stades Straßen darauf angesprochen werden. Der Magier lacht.
Pampoukidis verrät: „Im Moment ist es für mich mein letzter Auftritt im Stadeum.“
Des Zauberers Geheimnis: Georgios Pampoukidis verschweigt sein Alter
Jorgos hat auch etwas gemeinsam mit den Zauberern in berühmten Filmen wie Albus Dumbledore oder Gandalf. Sie sind einzigartig, aber auch eigen.
Mit seinem Alter hält er sich hinter dem Berg - ein „Betriebsgeheimnis“. Es gebe das, „was auf dem Papier steht“, und das, „wie man sich fühlt“. Er fühlt sich wie 50 und auf dem Papier sei er „vielleicht 55“.Dann hätte er als Zehnjähriger das Dionysos eröffnet.
Mit der Magie sei es wie mit dem Alter und dem Wein: Sie wird besser mit der Zeit. „Aber es kommt auf die Rebsorte an“, scherzt Jorgos. Nicht jeder Wein, der altert, werde automatisch besser.
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Er geht zwei- bis dreimal die Woche ins Fitnessstudio und gesteht: „Ich habe mein Alter, aber so, dass ich mich noch gut auf der Bühne bewegen, springen und klettern kann.“ Seit eineinhalb Jahren ist der Grieche wegen einer Schulterverletzung vom Requisiten-Schleppen gehandicapt.
Diese Auftritte machen Globetrotter Jorgos stolz
International wolle er noch touren. Las Vegas war in seiner Zauberkarriere bisher das Nonplusultra. „Ich denke, jeder Künstler hat den Wunsch, dort mal einen Auftritt zu haben“, sagt er.
Nicht weniger stolz ist er auf seine Darbietung vor dem Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Herrscher von Dubai, Scheich Muhammad bin Raschid Al Maktum: exklusives Publikum und für die Öffentlichkeit abgeriegelt. Vertreter von Al Maktum hätten Jorgos versichert, dass der Scheich seine gebuchten Shows nur 15 Minuten schaue - seine bis zum Ende.
Weltweit und jahrelang zauberte Jorgos mit dem TAGEBLATT. Einer seiner Tricks: Er zerreißt die gedruckte Zeitung in „Tausende Stücke“ und zaubert die Zeitung wieder ganz, sagt der Künstler am Tisch.
Gäste gehen in das Restaurant, erkennen Jorgos, grüßen mit „Moin“ oder „Hallo“ und er grüßt zurück. Jorgos erinnert sich an seine Vergangenheit: „Hier war früher Rambazamba.“ Oder anders gesagt: Freude, Ekstase und Wahnsinn. Am Sonntag soll es das im Stadeum auch geben.
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