T„Markt Macher“ im Stress vor dem Hafengeburtstag: So wird alles fertig
Das Dreierteam aus Finn Jensen (Mitte), und den Mitarbeitern Jakob Conrad (rechts) und Niclas Müller (links) versteht sich super. Foto: Katnic
Der Hamburger Hafengeburtstag ist Jahr für Jahr einer der großen Höhepunkte in der Hansestadt. Doch vor dem Feiern steht harte Arbeit an.
Hamburg. Die „Markt Macher“ sind Finn Jensen und sein zehnköpfiges Team aus Schleswig-Holstein. Sie sind immer dann vor Ort, wenn es etwas aufzubauen gibt, sei es, wie jetzt auf dem Hamburger Hafengeburtstag, der Kieler Woche oder dem Maschsee-Fest in Hannover. Ihre Aufgabe in Hamburg besteht darin, auf einer Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern am Fischmarkt eine kulinarische Genusswelt zu erschaffen.
Um den eng getakteten Zeitplan einzuhalten, sind die „Markt Macher“ bereits angereist, denn es gilt, die letzten Tage vor dem großen Event bestmöglich zu nutzen. Die zwanzig Lastwagen, mit denen sie angereist sind, sind voll beladen und das Equipment muss zügig abgeladen werden. Alles geht Schlag auf Schlag. Insgesamt sind es rund 100 Tonnen Material, das aus Holzbrettern, Metallteilen und allerlei Werkzeug besteht.
Von Zimmermann bis DJ: Jensen ist vielseitig begabt
„Wir brauchen das alles auch, schließlich müssen die Buden halten“, sagt Finn Jensen, der die Firma „Markt Macher“ vor einigen Jahrzehnten gegründet hat. Er selbst hat viele verschiedene Berufsbezeichnungen wie Zimmermann, Eventmanager und Tourismusfachwirt. Neben den „Markt Machern“ betreibt Jensen ein Restaurant und ein Hotel und legt als DJ auf.
Mit seinem Team war Finn Jensen bereits im letzten Jahr beim Hafengeburtstag mit dabei. Er hat 2024 an einer Ausschreibung der Stadt Hamburg teilgenommen und wurde als Veranstalter ausgewählt. Nun darf er für drei Jahre seine Stände beim Hafengeburtstag aufbauen und als Gastgeber fungieren.
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Im vergangenen Jahr war die Premiere. „Die große Anzahl an Sitzmöglichkeiten und Verweilzonen in Kombination mit der Vielfalt an kulinarischen Genüssen hat allen Beteiligten gut gefallen“, betont Finn Jensen.
Bevor der Aufbau allerdings losgehen kann, wird alles ganz genau abgemessen, denn die Crew muss einschätzen können, wo welche Bauteile hinkommen, damit am Ende auch alles am richtigen Platz steht. Danach erst fangen sie an, zu bohren und die Hütten Stück für Stück aufzustellen.
Der Geschäftsmann hat seinen treuen Mitarbeiter Jacob Conrad dabei, der erzählt: „Ich kann gar nicht sagen, wie viele Nägel ich in den letzten zwei Tagen bereits in die Bretter geschlagen habe.“ Die Männer verstehen sich super: „Finn ist ein lustiger und lockerer Chef“, sagt er.
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Gearbeitet wird bei Jensen nicht nach Zeit, sondern so, dass am Ende alle Aufgaben erledigt sind. Bis Donnerstagmittag muss der Außenbereich stehen, damit die Budenbetreiber rechtzeitig mit ihrer Ware einziehen können. Anschließend erfolgen die Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser.
Drei Tage „Genusswelt“ vor dem U-Bahn-Museum
Die Genusswelt der „Markt Macher“ wird dann an den drei Tagen des Hafengeburtstags vom 8. bis 10. Mai vor dem U-Bahn-Museum am Fischmarkt stehen. Das Restaurant bietet Platz für rund 500 Gäste. Es wird ein 600 Quadratmeter großes Sonnendeck geben und dann noch 150 Quadratmeter, die überdacht sein werden. „Man weiß ja in Hamburg nie genau, ob es nicht doch mal regnet“, scherzt der Unternehmer. Zu essen gibt es Leckereien aus der ganzen Welt, wie etwa Flammlachs aus Skandinavien oder Corn Dogs aus den USA. Auch für Vegetarier und Veganer werde etwas angeboten.
Um das Restaurant herum werden zwanzig Buden im skandinavischen, sogenannten „Look-and-Feel-Style“ platziert. Sie verkörpern eine gewisse Art von Gemütlichkeit und sollen Wärme ausstrahlen. „Wir wollen schließlich, dass sich die Besucher nicht nur was auf die Hand mitnehmen, sondern sich gemütlich hinsetzen und den Blick auf den Hafen, zum Beispiel auch beim großen Feuerwerk am Samstagabend, genießen“, betont der 49-Jährige.
Deshalb wird es in diesem Jahr ganz neu eine LED-Leinwand geben: „Sie ermöglicht es unseren Besuchern, das wasserseitige Programm zu sehen“, sagt Jensen. Während des Hafengeburtstags werden er und seine Crew vor Ort sein, denn ihre Aufgaben beinhalten nicht nur das Aufstellen der Buden, sondern sie übernehmen auch die Funktion des Gastgebers: „Das Schöne ist für mich die Begegnung und der Austausch mit den Besuchern“, erzählt der Geschäftsmann. Er käme jedes Jahr gerne her: „Ich freue mich darauf, viele bekannte und glückliche Gesichter wiederzusehen“, sagt er. (dly)
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