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Wohnungsmarkt

TMieten in Buxtehude: So klappt es mit der bezahlbaren Wohnung

Die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft ist für besonders günstige Wohnungen bekannt. Hier: Vorstand Stefan Conath vor dem Unternehmenssitz in der Winterstraße.

Die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft ist für besonders günstige Wohnungen bekannt. Hier: Vorstand Stefan Conath vor dem Unternehmenssitz in der Winterstraße. Foto: Sulzyc

Mietwohnungen der Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft sind begehrt, weil sie besonders günstig sind. Wie stehen die Chancen auf solche Wohnungen? Der Vorstand erklärt‘s.

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Von Thomas Sulzyc
17.07.2026, 11:30 Uhr

Buxtehude. Der Wohnungsmarkt in Buxtehude ist stark angespannt. In der Regel zwischen 10 und 14 Euro kalt ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Mietwohnungen je nach Lage und Ausstattung.

Die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft bietet mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 7,33 Euro kalt deutlich günstigere Mieten als der freie Markt, wie aus dem Geschäftsbericht 2025 hervorgeht. Deshalb sind ihre Wohnungen begehrt.

Aber wie kommt man an eine Genossenschaftswohnung? Darauf und auf andere wichtige Fragen zur Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft antwortet Vorstand Stefan Conath.

Wie viele Wohnungen hat die Genossenschaft?

Der Bestand umfasst 627 Wohnungen und zwei Gewerbeimmobilien, verteilt auf 125 Gebäude. Sie befinden sich überwiegend in Buxtehude. Lediglich 24 Wohnungen liegen in Jork und Estebrügge.

Wie begehrt sind die Wohnungen?

Sehr begehrt. Im Schnitt kommen 50 bis 70 Bewerber auf eine Wohnung der Genossenschaft. Im vergangenen Jahr sind 37 Wohnungen neu vermietet worden. Das könne grob eine Wartezeit von zwei Jahren bedeuten, sagt Conath.

Zum Jahresende standen elf Wohnungen nur deshalb leer, weil sie energetisch modernisiert wurden, also Baustellen waren. Von den vermietbaren Wohnungen waren sieben wegen laufender Modernisierungen nicht belegt. Eine Wohnung stand wegen eines Mieterwechsels leer.

Wie hoch sind die Mieten bei der Genossenschaft?

Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag 2025 bei 7,33 Euro pro Quadratmeter. Die Spannbreite liegt zwischen unter 4 Euro (bei einer älteren Frau, die seit 60 Jahren in ihrer Wohnung lebt) und 12 Euro bei Neuvermietungen in nur wenige Jahre alten Gebäuden.

Die Genossenschaft hat vor kurzem in mehreren Hundert Fällen die Mieten erhöht. Der Grund: Die Genossenschaft plant, in den nächsten Jahren mehr als 30 Millionen Euro in die energetische Sanierung ihres Wohnungsbestandes zu investieren. Dabei sei nicht der hohe KfW-Effizienzhausstandard 40 Plus vorgesehen, sondern: „Wir dämmen so, dass eine Wärmepumpe funktioniert“, sagt Conath.

„Nach den Mieterhöhungen werden wir im Durchschnitt auf eine Nettokaltmiete von über 8 Euro kommen“, sagt Conath. Damit bleiben die Mieten besonders günstig.

Wie kommt man an eine Genossenschaftswohnung?

Die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft vermarktet ihre Wohnungen ausschließlich auf ihrer Internetseite. Bewerben darf sich auch, wer noch kein Mitglied der Genossenschaft ist.

Ist die Bewerbung erfolgreich, muss der Bewerber Mitglied der Genossenschaft werden, um die Wohnung mieten zu dürfen. Denn die Vermietung erfolgt ausschließlich an Mitglieder. Derzeit nimmt die Genossenschaft Mitglieder nur in Verbindung mit einer konkreten Wohnungsanmietung auf. 1719 Mitglieder hatte die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft im vergangenen Jahr.

Wie tritt man der Genossenschaft bei?

Wer beitreten will, muss mindestens zwei Geschäftsanteile zu jeweils 160 Euro zeichnen, also 320 Euro. Zusätzlich ist ein einmaliges Eintrittsgeld in Höhe von 25 Euro zu leisten. Das ergibt einen Mindestbetrag von 345 Euro.

Zusätzlich zeichnet der Mieter einmalig zusätzliche Genossenschaftsanteile, zurzeit in der Größenordnung von etwa zwei Monatsmieten. Das ist vergleichbar mit einer Kautionszahlung auf dem freien Markt.

Plant die Genossenschaft, zusätzliche Häuser zu bauen?

Nein, bei den derzeitigen Konditionen auf dem Markt seien Neubauvorhaben zu teuer, sagt Conath. „Wir müssen dann eine Nettokaltmiete von 17 Euro pro Quadratmeter verlangen.“ Solche Mieten seien kein bezahlbares Wohnen. Zuletzt hat die Buxtehuder Wohnungsbaugenossenschaft im Jahr 2022 neu gebaut.

Zusätzliche vier Wohnungen aber hat die Genossenschaft im vergangenen Jahr trotzdem hinzubekommen - indem sie ein Gebäude in der Schillerstraße in Buxtehude erworben hat.

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