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Städtebau

TMillionenprojekt: Das sind die Pläne für das Postgelände in Buxtehude

Das Postgebäude in der Bahnhofstraße stammt aus dem Jahr 1960. Für Umbau und Vergrößerung sollen 20 bis 30 Millionen Euro ausgegeben werden.

Das Postgebäude in der Bahnhofstraße stammt aus dem Jahr 1960. Für Umbau und Vergrößerung sollen 20 bis 30 Millionen Euro ausgegeben werden. Foto: Wisser

Große Pläne für Buxtehude: Das Postgelände soll umgebaut und erweitert werden. Die Innenstadt bekommt damit ein neues markantes Gebäude. So soll es aussehen.

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Von Karsten Wisser
Dienstag, 21.04.2026, 10:55 Uhr

Buxtehude. Die Buxtehuder Innenstadt erhält ein markantes neues Gebäude. Das Postgelände an der Bahnhofstraße gegenüber von Marktkauf wird umgebaut und erweitert. Hinter dem Postgebäude entsteht zudem ein weiterer Bau. Tim Schulenburg vom Architektenbüro Schulenburg sagt: „Buxtehude erhält ein prägendes neues Gebäude.“ Da der Bahnhof in unmittelbarer Nähe liegt, ist dieser Bereich für viele Besucher der erste Eindruck der Stadt.

Architekt plant Baustart für drittes Quartal 2027

Die Stadt Buxtehude hat einer Bauvoranfrage für die Neugestaltung der rund 4000 Quadratmeter großen Fläche am Eingang zur Innenstadt bereits zugestimmt. Der Bauantrag soll im Herbst 2026 eingereicht werden. Mit dem Beginn der Bauarbeiten rechnet Architekt Schulenburg jedoch erst im dritten Quartal des Jahres 2027. Ob das Gebäude nach dem Umbau weiterhin den Namen „Postgebäude“ trägt, ist noch unklar.

„Wir stehen in Gesprächen und würden uns freuen, wenn die Postbank zurückkehrt“, erklärt Schulenburg den aktuellen Stand. Die Entscheidung darüber liege jedoch in Berlin, fügt er hinzu.

Holzrahmenbauweise: Zwei zusätzliche Geschosse

Das alte Gebäude aus dem Jahr 1960 bleibt erhalten, wird aber optisch und baulich stark verändert. Es erhält ein zusätzliches Vollgeschoss sowie ein Staffelgeschoss, die in Holzrahmenbauweise errichtet werden. Diese Bauweise reduziert die Belastung des Unterbaus. Die neuen Stockwerke werden leicht nach hinten versetzt gebaut.

So soll das Eckgebäude an der Bahnhofstraße/Giselbertstraße nach dem Umbau aussehen.

So soll das Eckgebäude an der Bahnhofstraße/Giselbertstraße nach dem Umbau aussehen. Foto: Architekturbüro Schulenburg

Die oberste Decke des Altbaus wird ausgetauscht, um das zusätzliche Gewicht tragen zu können. Außerdem wird das Gebäude entkernt und erhält eine neue Fassade mit moderner Dämmung und roten Klinkerriemchen. „Ein Vorteil ist, dass wir die Betonteile des Altbaus weiter nutzen können und dadurch viel Energie sparen“, betont Schulenburg. Ein neues Fundament oder eine Pfahlgründung sei nicht nötig. Auf dem Anbau entsteht eine große, von der Straße aus nicht einsehbare Dachterrasse. Die Dachflächen werden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Anbau und Neubau auf dem ehemaligen Postgelände

Das Gebäude an der Bahnhofstraße wird zudem durch einen Winkelanbau in Richtung Giselbertstraße erweitert und erhält eine L-Form. Hinter dem Anbau ist ein weiteres Gebäude geplant. 20 Parkplätze sind geplant. Das Investitionsvolumen für das gesamte Projekt liegt bei 20 bis 30 Millionen Euro.

Am Gebäude in der Bahnhofstraße wird seit dem Wochenende für die Neugestaltung geworben.

Am Gebäude in der Bahnhofstraße wird seit dem Wochenende für die Neugestaltung geworben. Foto: Wisser

Der Platz für die Erweiterung und den Neubau ist vorhanden, da die Post hinter dem alten Gebäude jahrelang ihre Logistikabteilung betrieben hat. Seit Juli 2023 befindet sich der neue Zustellstützpunkt der Post im Gewerbegebiet Lüneburger Schanze/Ostmoorweg in der Philipp-Reis-Straße.

40 bis 45 Seniorenwohnungen entstehen

Insgesamt entstehen 1000 Quadratmeter Gewerbefläche sowie 2500 bis 2600 Quadratmeter Wohnfläche für 40 bis 45 Wohnungen. Die Planer setzen auf ein Konzept für betreutes Wohnen, das sich an ältere Menschen richtet.

„Buxtehude steht vor einem großen Generationswechsel“, erklärt Schulenburg. Viele Ältere wollten ihre Häuser verkaufen und in eine Wohnung in der Stadt ziehen. Für die Gewerbeflächen sucht man Arztpraxen oder Tagespflegeangebote, die das betreute Wohnen ergänzen. Schulenburg hofft auf einen Zahnarzt oder Hausarzt. Davon gibt es in Buxtehude zu wenige. Der Standort Bahnhofstraße sei für ältere Menschen optimal, so Schulenburg. Ärzte, Banken, Nahversorger und der Bahnhof seien zu Fuß zu erreichen.

Parallel zum Umbau des Postgebäudes planen die Deutsche Bahn und die Stadt Buxtehude, den Bahnhof und sein Umfeld neu zu gestalten. Die Deutsche Bahn hat zugesagt, einen neuen Bahnhof an der Stelle der bisherigen Fahrradständer zu bauen. Die Stadt plant ein modernes Fahrradparkhaus auf dem Gelände des alten Bahnhofs. Das historische Bahnhofsgebäude wird aufgrund seiner schlechten Bausubstanz wohl nicht erhalten bleiben.

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