TMutige Kaderplanung überrascht: Was der BSV dabei nicht vergessen darf
Lin Lück geht in der Abwehr lautstark voran und übernimmt Verantwortung. Foto: Jan Iso Jürgens
Der BSV geht mit einem vielversprechenden Team in die neue Saison. Doch nach bitteren Abgängen braucht es neue Identifikationsfiguren, meint Sportredakteur Tim Scholz.
Buxtehude. Noch vor wenigen Monaten war vielen BSV-Fans angst und bange. Der historisch schwache Saisonstart, das lange Warten auf den ersten Sieg, der Trainerwechsel und die zahlreichen Abgänge warfen die Frage auf: Wo steuert der Verein eigentlich hin? Und wie attraktiv ist der BSV überhaupt noch für gute Spielerinnen?
Mit Blick auf den fertigen Kader für die kommende Saison lässt sich nun sagen: Manager Peter Prior und der neue Trainer Jonas Schlender haben darauf eine durchaus überzeugende Antwort gefunden.
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Echter Königstransfer tut dem BSV gut
Natürlich bleiben Fragen offen: Geht es gut, auf Linksaußen nur mit zwei jungen Spielerinnen zu planen? Funktioniert ein Rückraum mit nur einer echten Linkshänderin? Und harmonieren zwei starke Spielmacherinnen wie Nele Franz und Anika Hampel wirklich so gut, wie es sich der BSV erhofft?
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Trotzdem wirkt der 19er-Kader deutlich breiter und stabiler aufgestellt, als es noch vor einigen Monaten zu erwarten war. Gerade nach den vielen Verletzungen der vergangenen Jahre ist das wichtig.

Jonas Schlender trainiert bis zum Sommer noch den Zweitligisten Solingen. Foto: Christian Beier
Hinzu kommt, dass der neue Trainer (aktuell beim Zweitligisten Solingen) schon vor seinem Amtsantritt intensiv an der Kaderplanung mitgewirkt und Wunschspielerinnen bekommen hat. Und mit Nele Franz gelang dem BSV sogar ein echter Königstransfer. Nach den vielen Abgängen erfahrener Spielerinnen tut dem Verein genau so eine Persönlichkeit gut.
Wer kann dem BSV jetzt ein Gesicht geben?
Doch eine Sache darf der BSV nicht vergessen: Diese Mannschaft braucht ein neues Gesicht. Mit Teresa von Prittwitz und Isabelle Dölle verliert der BSV zwei Spielerinnen, die den Verein über Jahre geprägt haben. Solche Spielerinnen sind mehr als Leistungsträgerinnen. Sie sind Vorbilder. Fans können sich mit ihnen identifizieren und junge Spielerinnen orientieren sich an ihnen.
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Eine, die künftig in diese Rolle hineinwachsen könnte, ist Lin Lück. Die erst 20-Jährige hat in dieser Saison große Fortschritte gemacht. Sie geht in der Abwehr lautstark voran, übernimmt Verantwortung und lebt Emotionen auf dem Feld. Gerade in der Defensive kann man sich und die Halle mit gelungenen Aktionen - Blocks, Ballgewinnen, Zweikämpfen - enorm pushen.
Der neue Kader macht Hoffnung. Jetzt muss der BSV daraus eine Mannschaft formen, die die Fans begeistert und mitreißt.
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