TNach Faschingsparty in Buxtehude: Autos der Gäste mit Kot beschmiert
Einer der kotbeschmierten Türgriffe - die Tat dürfte zwischen 22 und 24 Uhr verübt worden sein. Foto: privat
Die Faschingsparty der katholischen Gemeinde St. Maria in Buxtehude ging bis Mitternacht. Doch als die Gäste zu ihren Autos gingen, wartete eine böse Überraschung.
Buxtehude. „Kindheitshelden“ lautete das Party-Motto der Faschingsfeier am Freitag, 13. Februar, in der St.-Maria-Gemeinde an der Sigebandstraße in Buxtehude. Los ging’s mit einer Messe um 18 Uhr. Danach legte im Gemeindehaus ein DJ auf. „Es war ein richtig schöner Abend, wir haben lange getanzt“, berichtet Seelsorgerin Kathrin Sobanja.
Fuß- und Fäkalienspuren im Schnee auf dem Parkplatz
Gegen Mitternacht endete die Feier - so war es vorher auch bei der Polizei angemeldet worden. Doch als die Gäste auf dem Parkplatz an der Winterstraße in ihre Autos steigen wollten, trauten sie ihren Augen - und ihren Nasen - kaum: Die Türgriffe waren mit Fäkalien beschmiert. Der Täter oder die Täterin hinterließ Fuß- und Kotspuren im Schnee vor den Autotüren.
Wie die leitende Seelsorgerin Katrin Sobanja berichtet, waren nur Autos von Menschen beschmiert, die mitgefeiert hatten. „Ich finde es einfach traurig, dass es scheinbar nicht akzeptiert werden kann, wenn Menschen Spaß haben – ob nun beim Sport, auf dem Spielplatz, im Freizeithaus oder in einem Gemeindehaus“, sagt sie.
Mangel an Verständnis für das Miteinander
„Wenn Menschen in die Nähe von Veranstaltungsräumen ziehen, die die Gemeinschaft und das Miteinander von Alt und Jung in einer Stadt fördern, dann muss ihnen doch klar sein, dass in diesen Räumen Leben stattfindet“, sagt Katrin Sobanja. Fasching sei darüber hinaus auch ein Fest, das für Katholiken einen Hintergrund hat: Bevor die Fastenzeit beginnt, sollen die Gläubigen noch einmal lustvoll feiern.
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Bei der Polizei wurde der Vorfall auf dem Parkplatz schon zu Protokoll gegeben. Da sich die Fäkalien spurlos entfernen lassen, handelt es sich nicht um eine Sachbeschädigung, sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Er findet es aber trotzdem wichtig, solche Vorfälle der Polizei zur Kenntnis zu bringen: „Wir haben jetzt einen Aktenrückhalt, auf den wir zurückgreifen können, wenn es zu Straftaten kommen sollte.“
Sollte es weitere Geschädigte geben, würde sich die Polizei deshalb über Informationen freuen - und auch darum bitten, es anzuzeigen, falls es doch zu Sachbeschädigungen gekommen sein sollte. Kontakt: 04161/ 647115.

Fuß- und Kotspuren auf dem Parkplatz vor einem der Autos. Foto: privat
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