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TNach Rot-Pleite in Hammah: Bezirksligist schmeißt Trainer raus

Nach nur einem Spiel ist Schluss: Rot-Weiss Cuxhaven trennt sich ganz früh in der Saison von Trainer Philipp Schlüter.

Nach nur einem Spiel ist Schluss: Rot-Weiss Cuxhaven trennt sich ganz früh in der Saison von Trainer Philipp Schlüter. Foto: Unruh

Rot-Weiss Cuxhaven zieht nach dem Fehlstart in der Fußball-Bezirksliga die Reißleine und trennt sich nach nur einem Spiel von Trainer Philipp Schlüter. Die Entscheidung kommt für den Coach überraschend.

Von Jan Unruh 12.08.2026, 18:25 Uhr

Cuxhaven. Das ging schnell. Nach nur einem Spieltag trennt sich Fußball-Bezirksligist Rot-Weiss Cuxhaven von Trainer Philipp Schlüter. Das verkündete der Verein am Dienstagabend. Ein Nachfolger steht laut Teammanager Daniel Gonzalez noch nicht fest, soll aber so schnell wie möglich präsentiert werden.

Der Saisonstart des ambitionierten Bezirksligisten ging in die Hose. Die 2:3-Niederlage gegen den MTV Hammah zum Auftakt und die drei Platzverweise schmerzten. Darüber waren sich alle einig bei Rot-Weiss - vom Spieler bis hin zum Vorstandsmitglied. Dass dieser Fehlstart jedoch gleich zur Trainerentlassung führen würde, war so nicht abzusehen. Auch für Philipp Schlüter kam die Entscheidung ziemlich überraschend.

„Für mich schwer nachvollziehbar“

Am Dienstagabend, kurz vor dem Training, hat er sie vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Köpcke und Teammanager Daniel Gonzalez mitgeteilt bekommen. Offiziell schreibt der Verein zu den Gründen: „Dem Trainer ist es in der Vorbereitungsphase für die Saison nicht in ausreichendem Maße gelungen, die für eine positive Entwicklung der Mannschaft erforderliche motivierende Ansprache zur Wirkung zu bringen.“ Übersetzt bedeutet das so viel wie: Er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht. Zudem sahen Vorstand und Teammanager die Saisonziele gefährdet. „Nach einem Spieltag ist das für mich schwer nachvollziehbar“, sagt Schlüter den „Cuxhavener Nachrichten“.

Er müsse das Ganze nun erst einmal verdauen. „Das wird etwas dauern“, räumt er selbst ein. Aus der Mannschaft, so sagt er, habe er nach der Entlassung „ganz viel positives Feedback“ erhalten.

Kehrt Lars Uder zurück?

Für Vorstand und Teammanagement gab es jedoch keine Alternative. Das bekräftigte Daniel Gonzalez am Mittwochmorgen noch einmal. „Die Stimmung in der Mannschaft war nicht gut. Das Hammah-Spiel war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat“, sagt der Teammanager. Schon in der vergangenen Spielzeit gab es wohl immer wieder Kritik an der Arbeit von Schlüter. „Die Rückrunde war zwar erfolgreich, trotzdem war nicht alles gut“, sagt Gonzalez. Nun haben er und der Vereinsvorstand ganz früh in der Saison die Reißleine gezogen. Gonzalez‘ Aufgabe wird es jetzt sein, schnellstmöglich einen Nachfolger zu präsentieren. Erste Gespräche sollen noch in dieser Woche laufen.

„Ich bin guter Dinge, dass wir schnell jemanden finden“, sagt er. Bis dahin werden Co-Trainer Andreas Haas und Gonzalez selbst das Training leiten. Sollte kein neuer Trainer schon in dieser Woche paratstehen, würden die beiden auch die Mannschaft beim Auswärtsspiel in Apensen betreuen. Welche Namen auf der Liste stehen, verrät Gonzalez nicht. Ein Name, der in den Stunden nach der Trainerentlassung immer wieder genannt wird, ist der von Lars Uder. Gonzalez kommentierte den Namen nicht, sagt aber, dass Uder grundsätzlich ein überragender Trainer sei. „In Betracht ziehen wir viele“, sagt er kurz und knapp.

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