TNach langem Wahlkampf in Stade: Jetzt muss Kai Koeser liefern
Stades neuer Bürgermeister Kai Koeser (links) muss liefern, kommentiert Lars Strüning. Foto: Strüning/Finnern
Die Würfel in Stade sind gefallen. Ab November zählen Taten - und nicht mehr warme Worte. Nach dem Schaulaufen kommt die Pflicht.
Stade. Kai Koeser wird Chef von 1000 Mitarbeitern in der Stadtverwaltung. Und der oberste Repräsentant der Hansestadt. Ein ungemein beanspruchender Job, nahezu überfüllt mit Erwartungen. Koeser hat sie selbst geschürt.
Stade stark machen. Das Versprechen der Kleinstadt. Weil mehr geht. Das sind zentrale wie diffuse Slogans aus Koesers Wahlkampf. Die muss er jetzt mit Leben und Inhalten füllen, was immer dahinter stecken mag. Ein Großteil der Wähler haben es ihm abgenommen, weil Koeser näher dran war an den Menschen, gefühliger unterwegs war, das „Wir“ in den Vordergrund gestellt hat. Das tat der Seele offenbar gut.
Kramers Fehler: Er setzt auf die Verwaltungskarte
Kramer und die CDU haben gerade zur Stichwahl auf die falsche Karte gesetzt. Den Verwaltungsexperten rauszukehren, ging offenbar nach hinten los. Hört sich vielleicht zu stark nach Bürokratie, nach Technokrat an.
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Bitte nicht falsch verstehen: Stade hatte die Wahl zwischen zwei wählbaren Kandidaten. Beide haben einen extrem intensiven Wahlkampf hingelegt, auch in den sozialen Medien. Dafür verdienen sie und ihre Teams großen Respekt.
Kai Koeser steht im Rathaus vor einem Berg an Arbeit
Für Koeser wird es nicht einfach. Er hat keine Mehrheit im Rat. Nur neun von 40 sind von der SPD, plus seine Stimme. Er braucht die CDU oder andere Koalitionäre im zersplitterten Rat, um seine Ideen umzusetzen. Und er braucht, da ohne jede Verwaltungserfahrung, die beiden Vorstandskollegen, Ersten Stadtrat Lars Kolk und Stadtrat Carsten Brokelmann.
Da liegt ein großer Berg voll Arbeit vor ihm. Koeser hat dafür acht Jahre Zeit. Bis dahin sehen wir, was seine Versprechen wert sind.
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