TNeue Köpfe für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Stade
Dieses Dreigestirn soll künftig die Stader Feuerwehr führen: Stephan Woitera, Florian Dankert und Carsten Bastian Foto: TAGEBLATT-Archiv
Es war ein langer Prozess. Doch jetzt herrscht Einigkeit darüber, wer 2027 die Nachfolge von Stadtbrandmeister Klaus Ney und seinem Stellvertreter Wilfried Sprekels in Stade antreten soll.
Stade. Ob Feuer, Unwetter oder Autounfall: Wenn in der Hansestadt Stade die Feuerwehr gerufen wird, ist sie zur Stelle - so zuverlässig, dass es fast selbstverständlich erscheint. Doch das ist es nicht. Das wird spätestens klar, wenn für zwei erfahrene Führungskräfte wie Klaus Ney und Wilfried Sprekels eine Nachfolge gefunden werden muss.
Stadtbrandmeister Klaus-Daniel Ney (rechts) im Gespräch mit seinem Vize Wilfried Sprekels (Mitte). Foto: Vasel
Der Stader Stadtbrandmeister und sein Stellvertreter wollen zum 31. Dezember 2026 ihr Amt abgeben und haben das frühzeitig kommuniziert. Schon im vorletzten Jahr begann das Stadtkommando - also die Ortsbrandmeister von Stade, Wiepenkathen, Bützfleth, Hagen und ihre Stellvertreter - sich mit den Anforderungen der beiden Positionen und ihrer Neubesetzung zu beschäftigen.
Ein zweijähriger Prozess
Die Suche nach geeigneten Kandidaten, auf die sich alle einigen konnten, gestaltete sich schwierig. Die Anforderungen haben es allerdings auch in sich: Der Stadtbrandmeister und sein Stellvertreter stehen an der Spitze von etwa 400 Aktiven pro Jahr, die jedes Jahr Hunderte Einsätze absolvieren - vom Großfeuer über den Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person bis zur Wasserrettung auf der Elbe. 2025 waren es 880 Einsätze - und all das ehrenamtlich.
Irgendwann wurde dem Stadtkommando klar, dass diese Fülle von Aufgaben in ihrer jetzigen Form nicht einfach an eine Nachfolge übergeben werden kann und die Feuerwehrführung breiter aufgestellt werden soll.
Ein Dreigestirn soll künftig führen
Der Weg bis zu dieser Einsicht war lang. Doch jetzt gibt es eine neue Struktur: Künftig soll der Stadtbrandmeister der Hansestadt Stade nicht einen, sondern zwei Stellvertreter haben. Der 60-jährige Klaus Ney, der im Dezember die 30 Jahre als Stadtbrandmeister voll machen wird, findet die Idee gut, die Aufgaben auf drei statt zwei Personen zu verteilen: „Ich hoffe, das bringt etwas Arbeitserleichterung.“

Florian Dankert bei der Ernennung zum Ortsbrandmeister Hagen. Foto: Archiv
Inzwischen sind sich die Leitungen der vier Stader Ortsfeuerwehren darüber einig geworden, wie das neue Dreigestirn aussehen könnte: Florian Dankert, Ortsbrandmeister von Hagen, stellt sich für die Funktion des Stadtbrandmeisters zur Verfügung. Da er noch nicht alle dafür erforderlichen Lehrgänge absolviert hat, steht bisher eine kommissarische Aufgabenübertragung für zwei Jahre im Raum, doch der Stader Stadtrat Carsten Brokelmann ist zuversichtlich: „Bis Ende des Jahres könnte er es auch hinbekommen, alle erforderlichen Scheine zu erwerben.“

Stephan Woitera soll einer von zwei stellvertretenden Stadtbrandmeistern werden. Foto: TAGEBLATT-Archiv
Seine Stellvertreter sollen Stephan Woitera, der amtierende Ortsbrandmeister von Stade, und Carsten Bastian, der stellvertretende Ortsbrandmeister von Wiepenkathen, werden. Beide haben die erforderlichen Lehrgänge bereits absolviert und sollen ab 1. Januar 2027 für fünf Jahre ernannt werden.

Er soll einer von zwei stellvertretenden Stadtbrandmeistern werden: Carsten Bastian. Foto: TAGEBLATT-Archiv
Stades Feuerwehren sind sich jetzt einig
„Das ist der Weg, den in unseren Reihen jetzt alle gehen wollen“, erklärt Klaus Ney für die Feuerwehr. Auch der Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit und Verkehr sowie die Ortsräte Bützfleth, Haddorf, Hagen und Wiepenkathen haben sich bereits einstimmig dafür ausgesprochen - und für eine entsprechende Satzungsänderung. Zusätzlich sollen auch der Bereich Kinderfeuerwehren und die Gründung von Helfer-vor-Ort-Einheiten (AED-Gruppen), die bei medizinischen Notfällen als erste eingreifen können, in der Satzung verankert werden.
Noch muss der Stader Rat der Empfehlung zustimmen, der am Montag, 22. Juni, um 18 Uhr im historischen Rathaus zur letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammenkommt. Die Zustimmung des Kreisbrandmeisters ist schon beantragt und soll spätestens bis zur Stader Ratssitzung vorliegen.
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