TNeuer Rekord: So viele Beschäftigte wie noch nie im Elbe-Weser-Raum
Unter anderem im öffentlichen Dienst steigt die Zahl der Beschäftigten. Foto: Daniel Naupold/dpa
Die Elbe-Weser-Region steht gut da. Auch im Landkreis Stade steigt die Beschäftigungsquote. Das liegt vor allem an ausländischen Arbeitskräften.
Landkreis. Zum Stichtag 30. Juni 2025 – neuere Zahlen liegen noch nicht vor – sind nach Angaben des Statistikservices der Bundesagentur für Arbeit 263.004 Menschen im Elbe-Weser-Raum einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen. Das sind 0,9 Prozent und damit 2281 Personen mehr als im Vorjahr.
Der Landkreis Stade liegt im Mittelfeld
„Die Beschäftigung erreicht ein neues Rekordniveau. Sie wächst noch, aber geringer als in früheren Jahren“, sagt Henrik Gerken, Volkswirt der IHK Elbe-Weser. Im Vergleich zum Bundes- oder Landesschnitt falle die regionale Wachstumsrate aber deutlich höher aus.
Der Landkreis Cuxhaven konnte erneut am stärksten zulegen, gefolgt vom Landkreis Stade. Demgegenüber ist die Anzahl der Beschäftigten im Landkreis Verden abermals gesunken.
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„Beim Blick auf die Branchen fällt auf, dass in erster Linie der öffentliche Sektor zum Beschäftigungsaufbau beiträgt“, sagt Gerken. Zuwächse habe es neben dem Grundstücks- und Wohnungswesen sowie den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Erziehung und Unterricht, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der öffentlichen Verwaltung gegeben. In der Industrie, im Handel sowie der Zeit- und Leiharbeit sei die Anzahl der Beschäftigten hingegen zurückgegangen.
Mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund
„Seit ein paar Jahren tragen Inländer kaum noch zum Beschäftigungsaufbau bei“, so Gerken. Während die inländische Beschäftigung nur leicht zulegen konnte, ist die ausländische Beschäftigung um fünf Prozent gewachsen. In den vergangenen zehn Jahren habe sich der Anteil der Ausländer an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verdoppelt und liege nun bei knapp 13 Prozent.
Arbeitsmarkt
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Gegenwärtig seien die Auswirkungen der vielfältigen konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt spürbar. Einerseits steige die Arbeitslosigkeit. Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 22.539 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 624 Menschen mehr als im Vorjahr.
Andererseits seien die Beschäftigungspläne der Unternehmen zurückhaltend. Knapp zwei Drittel der Unternehmen rechnen laut IHK-Konjunkturumfrage in diesem Jahr mit einem überwiegend konstanten Personalbestand.
Hinzu komme, dass es für die Unternehmen zunehmend schwieriger werde, passende Arbeits- und Fachkräfte zu finden. Gegenwärtig sehen rund 54 Prozent der Unternehmen im Arbeits- und Fachkräftemangel eines der größten Risiken für die künftige Geschäftsentwicklung.
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