TNeuzugang mit bekanntem Namen: Schwenke-Sohn wechselt nach Fredenbeck
Noah Schwenke (rechts) unterschreibt seinen Vertrag. Der VfL Fredenbeck um Manager Lars Müller holt Schwenke aus Altenholz. Foto: Verein (nomo)
Der VfL Fredenbeck meldet seine zweite Neuverpflichtung für die kommende Saison. Mit Noah Schwenke kommt der Sohn eines Handball-Urgesteins und früheren Nationalspielers.
Fredenbeck. Bei den Handballern des VfL Fredenbeck werden die Weichen für die kommende Saison gestellt. Nachdem die Verträge für die derzeitigen Außen und Kreisläufer verlängert wurden, vermeldet der Drittligist nun nach der Verpflichtung des Beckdorfer Shooters Jonas Gerkens seinen zweiten Neuzugang.
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Noah Schwenke, bisher beim TSV Altenholz in der 3. Liga Nord-Ost aktiv, verstärkt ab Sommer 2026 den VfL Fredenbeck. Der 22-jährige, 2,05 Meter große Rückraumlinke hat seine gesamte Ausbildung in den Jugendmannschaften des THW Kiel genossen. Zuletzt in der U23, trainiert vom aktuellen Trainer des VfL Fredenbeck, Matthias Steinkamp.
Seit dieser Saison läuft Schwenke in der Drittliga-Mannschaft des TSV Altenholz auf. Hier bekomme er aber nur wenig Spielzeit. Er habe darüber auch mit Steinkamp, seinem letzten Trainer, gesprochen. Er schätze den Trainer, dessen fachliche Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit sehr. Steinkamp habe ihm vom Aufbauprozess beim VfL Fredenbeck berichtet und sein Interesse geweckt.
Viel Zuspruch für Wechsel aus Familie und Umfeld
„Steini weiß, wie man mich einsetzt“, sagt Schwenke. Er habe sich einige Spiele des VfL Fredenbeck im Internet heruntergeladen und angesehen. Das Fredenbecker Spielsystem passe zu ihm. Der VfL sei zudem ein Verein mit Geschichte. Die Atmosphäre in der Halle sei „sagenhaft“. Aus der Familie und dem Umfeld, darunter der frühere VfL-Spieler Kay Gehrmann, sei ihm zu diesem Schritt geraten worden.
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So sei es zu Vertragsverhandlungen für die Saison 2026/27 gekommen. „Jetzt freue ich mich mega auf die neue Herausforderung. Ich will mich weiterentwickeln.“
Wurfgewaltiger Shooter für die linke Seite
Trainer Steinkamp ist von Schwenke überzeugt. „Ich habe Noah beim THW Kiel II als einen wurfgewaltigen Shooter im linken Rückraum kennengelernt.“ Er ergänze das spielerische Portfolio des VfL, mache ihn unberechenbarer und würde handballerisch und menschlich gut in die Mannschaft passen.
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Noah Schwenke trägt nicht nur unter Handballern einen in der Region bekannten Namen. Vater Wolfgang ist Kieler Urgestein, spielte von 1987 bis 2011 bei den Zebras, kam auf 362 Einsätze und erzielte dabei 976 Tore. Die Reihe seiner Erfolge ist lang: Schwenke ist unter anderem fünfmaliger Deutscher Meister und dreifacher Pokalsieger. Er lief 53-mal für die deutsche Nationalmannschaft auf, war 1992 bei Olympia in Barcelona dabei und belegte bei der Weltmeisterschaft 1995 mit dem DHB-Team den vierten Platz.
Papa Schwenke arbeitet heute im Profifußball
Nach seiner aktiven Laufbahn trainierte Wolfgang Schwenke von 2001 bis 2008 den TSV Altenholz, unter anderem mit dem derzeitigen Fredenbecker Trainer Steinkamp in der 2. Liga als Spieler. In der Saison 2008/09 führte er die Rhein-Neckar Löwen ins Halbfinale der Champions League. Seit 2009 ist Schwenke Geschäftsführer des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel.
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Zudem meldet der VfL auch Abgänge. Neben Arsenij Kotenko, der zum SV Beckdorf in die Regionalliga wechselt, verlässt Lauro Strothmann nach nur einer Saison den VfL Fredenbeck und wechselt zum TSV Altenholz. „Ich fühle mich handballerisch in Fredenbeck sehr wohl“, betont Strothmann. Er habe hier Freunde gefunden und sei in der Mannschaft integriert.
VfL bedauert Strothmanns Abgang sehr
Es liege nicht am Handball oder am VfL Fredenbeck, er vermisse vielmehr seine Heimatstadt Kiel, seine Familie und seine Freunde dort. Er habe lange mit sich gerungen und jetzt eine Entscheidung gefällt. Er werde bis zum Saisonende alles tun, damit der VfL seine sportlichen Ziele erreiche, verspricht Strothmann.
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Die Entscheidung des Rückraum- und zentralen Abwehrspielers wird bei den Verantwortlichen allgemein bedauert. Handball-Chef Lars Müller: „Sportlich wie menschlich ein Verlust. Wir hätten gerne mit ihm weitergemacht.“ Aber wenn es jemanden in sein heimisches Umfeld zöge, sei man machtlos.
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Auch Trainer Steinkamp bedauert den Weggang Strothmanns zum Saisonende. Man habe lange überlegt, wie man ihm helfen und ihn in Fredenbeck halten könne. Aber so sei ihm auch von Dritten, die um Rat gefragt worden seien, gesagt worden, gegen solches Heimweh sei kein Kraut gewachsen.
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