TNina Reinboth aus Hagen ist Stades neue Stadtschützenkönigin
Tränen des Glücks: Dominik Reinboth gratuliert Schwester Nina zu ihrem Sieg als neue Stadtschützenkönigin. Foto: Laudien
Jung, weiblich und treffsicher: Nina Reinboth aus Hagen hängte die drei männlichen Bewerber aus Stade, Bützfleth und Wiepenkathen ab. Die Prognosen lauteten anders.
Wiepenkathen. Nach Grußworten, Pokal- und Medaillenverleihungen, leckerer Erbsensuppe und diversen „Gut Schuss“ beim Königsfrühstück im Festzelt in Wiepenkathen verfolgten die Schützinnen und Schützen mit großer Spannung die Proklamation des Stader Stadtschützenkönigs.
Vier Kandidaten kämpften um den begehrten Titel
Im vergangenen Jahr schaffte es René Friedrich aus den Reihen der Wiepenkathener Schützen. In diesem Jahren lag die Hoffnung der Wiepenkathener auf Sebastian Klabunde. Für Stade war König Dieter Ahlf angetreten. Für Bützfleth König Nils Raether und für Hagen Königin Nina Reinboth.
Schon drei Wochen zuvor hatte der Schießwettkampf zwischen den vier Bewerbern in Bützfleth stattgefunden. Wiepenkathens Präsident Dennis Arnold berichtete von Prognosen und einer Wette unter den Schützen, wer in diesem Jahr neuer Stadtschützenkönig wird: Für Bützfleth stimmten 80 Schützinnen und Schützen, für Hagen 45, für Stade 42 und für Wiepenkathen 62.
Geheime Ergebnisse wurden gelüftet
Die Ergebnisse der Schießwettkämpfe waren bis zur Proklamation streng geheim. Stades stellvertretende Bürgermeisterin Melanie Reinecke, selbst Schützin, hatte die ehrenvolle Aufgabe, auf der Bühne im Festzelt die Ergebnisse zu verkünden. Doch leichter gesagt als getan.
Zuvor musste sie dafür eine versiegelte Tasche öffnen. Wiepenkathens Präsident Dennis Arnold leistete buchstäblich Schützenhilfe und gab ihr dazu ein Messer. In der Tasche befanden sich wiederum vier geschlossene Umschläge, die ebenfalls von der Vize-Bürgermeisterin geöffnet werden mussten.
Mit jeder Minute stieg die Spannung bei den Schützen. Nach dem Öffnen der Briefumschläge machte es Reinecke zusätzlich spannend. Sie verlas zuerst den vierten Platz: 72 Ringe erzielte Stades Schützenkönig Dieter Ahlf. „Wir machen es jetzt aber noch spannender“, teilte Reinecke mit und verkündete daraufhin Platz Zwei: 75 Ringe erzielte Wiepenkathens Schützenkönig Sebastian Klabunde. Danach folgte Platz Drei mit 73 Ringen für Bützfleths König Nils Raether.

Wiepenkathens Schützenpräsident Dennis Arnold überreichte Nina Reinboth den Pokal als neue Stadtschützenkönigin von Stade. Foto: Laudien
Damit stand der Sieger fest und bei den Hagener Schützen brach großer Jubel aus. Königin Nina Reinboth ist die neue Stader Stadtschützenkönigin. Sie erlangte 80 Ringe.
Die Hagener Schützen waren völlig aus dem Häuschen und bejubelten ihre neue Stadtschützenkönigin. Ihre Familie, allen voran Bruder Dominik, schlossen sie in die Arme, und bei der frischgekürten Würdenträgerin, die ihren Sieg kaum fassen konnte, liefen Tränen über die Wangen.
Jüngste Königin in der Vereinsgeschichte
Mit Nina Reinboth führt eine besonders junge Würdenträgerin den Hagener Schützenverein an. Mit 27 Jahren wurde sie im vergangenen Jahr Schützenkönigin. Die Hagenerin ist Heilerziehungspflegerin in Braunschweig, seit einem Jahrzehnt Mitglied im Verein und kommt aus einer Schützenfamilie.
Ihr Vater übergab beim Schützenfest im August die Königswürde feierlich an seine Tochter - ein besonderer Moment für die Familie und den Verein.
Nina Reinboth ist nicht nur die jüngste Königin in der Geschichte des Schützenvereins im Stader Stadtteil Hagen, sondern war auch schon zuvor als stellvertretende Jugendsportleiterin engagiert. Gemeinsam mit einer jungen Würdenträgergruppe, deren Durchschnittsalter bei 25 Jahren liegt, repräsentiert sie den Verein.
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