TNordkehdingens Wahl in Zahlen – Das sind die neuen Ratsmitglieder
Frank und Nina Griemsmann haben schon einmal den Sekt eingeschenkt. Foto: Helfferich
Statt sechs Räten hat Nordkehdingen nur noch einen Gemeinderat. Denn zum 1. November fusionieren die fünf Einzelgemeinden. Wer mischt jetzt noch mit in der Kommunalpolitik?
Nordkehdingen. Die CDU bleibt die stärkste Kraft in Nordkehdingen. Sie holte 44,97 Prozent der Stimmen und damit neun Sitze, einen Sitz weniger als 2021. Spitzenreiter ist der Wischhafener Bernd Tietje (CDU), der allein 834 Stimmen holte. Allerdings sind das 163 weniger als bei der letzten Kommunalwahl vor fünf Jahren.
Tietje erklärt, die CDU Nordkehdingen blicke auf ein gutes Ergebnis und freue sich, wieder als stärkste Fraktion die kommenden Jahre gestalten zu können. „Die Gemeinde Nordkehdingen wird Veränderungen mit sich bringen, dies gilt es nun entsprechend anzupacken und umzusetzen“, so der bisherige Wischhafener Gemeindebürgermeister. Er wisse, mit Aufgaben und Herausforderungen umzugehen.
Die SPD sinkt auf 22 Prozent
Es zieht sich durch die Wahl: Die traditionellen Parteien fahren ein deutlich schlechteres Ergebnis ein. Davon profitieren AfD und Die Linke.
Nur halb so viele Kreuze wie die CDU bekam die SPD: 22,10 Prozent. Fraktionsvorsitzender Jonny Röndigs hat mit 471 Stimmen zwar die zweitmeisten Stimmen geholt, aber deutlich weniger als vor fünf Jahren; da holte er 521 Stimmen.
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„Wir hatten uns ein besseres Wahlergebnis mit ein oder zwei Sitzen mehr erhofft“, erklärt Röndigs am Tag nach der Wahl. Ernüchtert erklärt er: „Wir sind ein wenig überrascht, dass auch bei uns in Nordkehdingen die AfD gleich mit drei Kandidaten in den Rat einziehen wird“, so Röndigs. „Erfreulich ist trotz allem, dass wir auch im neuen Rat zweitstärkste Fraktion sind, das sichert uns entscheidenden Einfluss und Stabilität.“
AfD sichert sich mit 17 Prozent der Stimmen Platz zwei
Im Jahr 2021 kandidierte die AfD in Nordkehdingen noch nicht. Die holte am Sonntag 17,04 Prozent der Stimmen, sicherte sich damit drei Sitze für den Gemeinderat Nordkehdingen. Und damit verdrängt die AfD die Freie Wählergemeinschaft Oederquart/Nordkehdingen vom dritten Platz und erhält mit drei Neueinsteigern 2053 Stimmen.
Damals hatte die FWG noch 1541 Stimmen. Jetzt sind es 1321 - die allerdings nur in Oederquart von zwei Ratsmitgliedern eingesammelt wurden: von Dietmar Stüven und Steffen Weiß. FWG-Sprecher Dietmar Stüven plädiert für einen ausgeglichenen Haushalt und dass kommunale Werte, wie Straßen und Schulen, erhalten werden müssen. Zur AfD sagt er: „Wir müssen den Umgang mit der AfD akzeptieren. Es hilft nicht, sie zu ignorieren.“
Helge Winnat hat es im zweiten Anlauf geschafft
Rein in den Rat kommt auch Die Linke. Schon bei der Kommunalwahl 2021 hatte der Freiburger Helge Winnat einen Sitz ergattert. Am Tag darauf wurde neu gerechnet, und Winnat musste seinen Sitz wieder abgeben. Auch diesmal ist es eine knappe Kiste: Helge Winnat ist mit 3,49 Prozent gerade so in den Rat gerutscht. Dabei kam das historische Sitzzuteilungsverfahren nach Hare/Niemeyer zum Tragen.
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Am Tag nach der Wahl erklärt der neu gewählte Bürgermeister Frank Griemsmann, dass er sich auf die neue politische Arbeit in der Gemeinde und auf den neuen Rat freue - wenngleich er einige Unterstützer vermissen werde, die es nicht wieder in den Rat geschafft haben. „Es gibt nun mal nur 20 Sitze“, so Griemsmann, „allen gewählten Ratsfrauen und Ratsherren sage ich herzlichen Glückwunsch.“
Das sind die neuen Ratsmitglieder
CDU: Bernd Tietje, 68 Jahre, aus Wischhafen; Rike Feil, 52 Jahre, aus Balje; Stephan Bohn, 53 Jahre, aus Krummendeich; Nils-Arne Eggert, 39 Jahre, aus Freiburg; Jörg Oldenburg, 66 Jahre, aus Oederquart; Malte Bösch, 48 Jahre, aus Hamelwörden; Horst Wilkens, 63 Jahre, aus Wischhafen; Jakob Mahler, 27 Jahre, aus Balje; Matthias Wehenkel, 46 Jahre, aus Freiburg;
SPD: Jonny Röndigs, 71 Jahre, aus Wischhafen; Lars Decker, 55 Jahre, aus Freiburg; Mario Hointza, 56 Jahre, aus Krummendeich; Erika Czerny-Gewalt, 66 Jahre, aus Oederquart; Helin Captug, 18 Jahre, aus Freiburg.
FWG: Stephan Weiß, 33 Jahre, aus Oederquart; Dietmar Stüven, 74 Jahre, aus Oederquart.
AfD: Uwe Torner, 60 Jahre, aus Freiburg; Michael von Allwörden, 62 Jahre, aus Krummendeich; Uwe Feick, 63 Jahre, aus Wischhafen.
Die Linke: Helge Winnat, 57 Jahre, aus Freiburg.

Thomas Westphalen, Hermann Bösch und Bernd Tietje (von links) warten auf das Endergebnis für den Landrat. Foto: Helfferich

Die SPD wartet auf das Ergebnis der Auszählung: Rolf Stahl, Bettina Stach, Volker Schulz, Marco Heinsohn, Edgar Buhe und Jonny Röndigs (von links). Foto: Helfferich
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