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„Öko-Test“: Wo der Pfeffer wächst, wird schlecht bezahlt

Von insgesamt 21 schwarzen Pfefferkörnern verschiedener Marken haben bei einer Untersuchung der „Öko-Test“ nur fünf das Gütesiegel „gut“ bekommen.

Von insgesamt 21 schwarzen Pfefferkörnern verschiedener Marken haben bei einer Untersuchung der „Öko-Test“ nur fünf das Gütesiegel „gut“ bekommen. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/dpa-tmn

Pfeffer gibt es in fast jeder Küche. Die Inhaltsstoffe sind zwar recht unbedenklich, die Anbau- und Arbeitsbedingungen aber ein Problem.

Von Redaktion Donnerstag, 27.02.2025, 12:05 Uhr

Frankfurt/Main . So gut wie alle haben ihn zu Hause: Eine Küche ohne Pfeffer ist kaum vorstellbar. Ob als dynamisches Duo mit Salz oder auch allein - es ist eines der beliebtesten Gewürze Deutschlands. Doch eine Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 3/2025) liefert durchwachsene Ergebnisse.

Von insgesamt 21 schwarzen Pfefferkörnern verschiedener Marken haben nur fünf ein „Gut“ bekommen. Elf sind „befriedigend“, vier „ausreichend“ und ein Produkt „ungenügend“. Geachtet wurde nicht nur auf Inhaltsstoffe, sondern auch auf die Corporate Social Responsibility (CSR). Diese beschreibt, inwiefern ein Unternehmen ökologisch, ökonomisch und gesellschaftlich handelt.

Wenig problematische Inhaltsstoffe

Bei den Inhaltsstoffen sind relativ wenig Produkte problematisch. Fünf weisen erhöhte oder stark erhöhte Mineralölbestandteile auf. Bei zwei Produkten haben die Tester jedoch auch Spuren von mehreren Pestiziden gefunden. Der Gehalt an Piperin, der für die Schärfe des Pfeffers verantwortlich ist, wurde bei keinem der Produkte bemängelt.

Dafür bekommen aber viele Pfeffer Punkt-Abzug im CSR-Rating. Öko-Test kritisiert vor allem das existenzsichernde Einkommen und die Löhne für die Pfefferbauern. Selbst wenn es Strategien geben soll, fehlt bei den meisten Marken der Nachweis, so die Tester. Zwölf der Marken bieten keine oder nur teilweise sichere und faire Arbeitsplätze.

Das sind die fünf Testsieger

Dennoch wurden fünf Produkte als „gut“ bewertet. Diese sind zum einen:

  • „K-Bio Pfeffer, schwarz“ (Kaufland)
  • „dm Bio Schwarzer Pfeffer, Naturland“
  • „Sonnentor Pfeffer, schwarz, bio“

Die anderen beiden Pfeffer tragen auch noch das Fair-Trade-Siegel:

  • „Alnatura Schwarzer Pfeffer“
  • „Ener Bio Schwarzer Pfeffer, Naturland“ (Rossmann) (dpa)
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