TParkdecks gesperrt: Das wird an der Parkpalette am Stader Bahnhof gemacht
Seit Montag wird die Parkpalette am Bahnhof saniert. Betriebsleiter Paik-Eric Junge erklärt, was repariert wird. Foto: Haardt
Die Parkpalette am Bahnhof wird in den kommenden Monaten saniert. Betriebsleiter Paik-Eric Junge erklärt, worauf sich Parker einstellen müssen.
Stade. Anstelle von Autos fahren aktuell auf den oberen Decks der Parkpalette Am Bahnhof Baumaschinen umher. Grund dafür sind die Sanierungsarbeiten, die am Montag, 11. Mai, gestartet sind. Die Parkpalette wird, wie die Tiefgarage Am Sande und das Parkhaus an der Wallstraße, von der Stader Versorgungs- und Bädergesellschaft (SVBG) bewirtschaftet und bietet Platz für 544 Autos. Betriebsleiter Paik-Eric Junge erklärt den Ablauf der Arbeiten: „Wir beginnen mit den Freidecks und sanieren sukzessive die weiteren Parkdecks.”
Sanierung beginnt auf den oberen Decks
Seit Montag sind die oberen, nicht überdachten Parkdecks der Palette nicht mehr befahrbar. Die Parkplätze auf den unteren Etagen stehen Parkern vorerst wie gewohnt zur Verfügung. Während der Arbeiten wird es aber zu Einschränkungen im Betrieb kommen. „Es kann sein, dass wir teilweise die Fahrbahnen sperren müssen oder sich die Fahrtrichtung bei den Auffahrten ändert”, erklärt Junge. Eine vollständige Sperrung der Palette sei jedoch nicht vorgesehen.

Auf den Freidecks der Palette wird seit Montag der Belag vom Boden geschält. Foto: Haardt
Die Sanierung der Freidecks soll zunächst acht bis zehn Wochen dauern; der genaue Zeitrahmen sei jedoch von den Wetterverhältnissen abhängig. Dann sind die anderen Decks an der Reihe. Im Herbst 2026 sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein.
Fahrbahnerneurung und mehr intelligente Kameras
Bei der Sanierung wird unter anderem der Boden in der Parkpalette erneuert. Damit haben Bauarbeiter auf den Freidecks bereits begonnen. Mit einer Maschine wird die Oberfläche vom gesamten Deck abgeschält und anschließend geschliffen. Zum Schluss wird ein neues sogenanntes Oberflächenschutzsystem auf dem Boden aufgetragen. Das schützt den Beton vor Witterungseinflüssen, Abnutzung durch Abrieb oder Bremsflüssigkeit. Anschließend werden die mittlerweile verblassten Fahrbahnmarkierungen neu aufgemalt.
Anlass für die Arbeiten seien die normalen Abnutzungsspuren, die beim Betrieb eines Parkhauses entstehen, erklärt Junge. Außerdem seien durch Autoposer, die mit durchdrehenden Reifen durch die Palette fahren, an einigen Stellen Brandspuren im Belag entstanden. Das Problem habe man aber mittlerweile im Griff, sagt Junge. Seit Ende 2025 ist die Parkpalette mit einer digitalen Kennzeichenerfassung per Kamera an der Einfahrt ausgestattet. Er vermutet, dass das viele Autoposer davon abhält, in die Palette zu fahren.

Durchdrehende Reifen haben an einigen Stellen in der Parkpalette Brandspuren hinterlassen. Foto: Haardt
Zusätzlich wird die intelligente Kameraüberwachung in der Parkpalette ausgebaut. Auf den Parkdecks sind bereits Kameras angebracht, die erkennen, wenn jemand sich ungewöhnlich lange in der Palette aufhält. Dann wird ein Signalton abgespielt und es ertönt eine Ansage mit der Aufforderung zu gehen, da sonst die Leitstelle informiert werde. Nun soll dieses System auch in den Treppenhäusern installiert werden. Junge hofft, dass es dadurch zu weniger Graffiti und Vandalismus kommt.
Palette ist kein klassisches Parkhaus
Die Parkpalette am Bahnhof wurde Anfang 1997 in Betrieb genommen. Die letzten größeren Sanierungsarbeiten an den Decks fanden 2016 in den obersten beiden Ebenen statt. Die Palette ist das größte der drei öffentlichen Parkhäuser in Stade, aber eigentlich kein klassisches Parkhaus.

Die Parkpalette unterscheidet sich in ihrer Bauweise von einem klassischen Parkhaus. Foto: Haardt
Vom Parkhaus unterscheidet sich die Palette durch ihre spezielle Bauweise. Dabei werden die einzelnen, vorgefertigten Parkdecks palettenartig aufeinander gestapelt. Nähere Informationen zu den Parkgebühren und Wochen- und Monatskarten gibt es unter www.parkeninstade.de.
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