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Fußball-Bezirksliga

TPascal Voigt will beim MTV Hammah Siegeswillen vorleben

So sehen Sieger aus: Pascal Voigt (links) jubelt nach dem gewonnenen Neunmeterschießen im Finale des Stader Hallenzaubers. Der Trainer will immer gewinnen.

So sehen Sieger aus: Pascal Voigt (links) jubelt nach dem gewonnenen Neunmeterschießen im Finale des Stader Hallenzaubers. Der Trainer will immer gewinnen. Foto: Struwe

Beim Stader Hallenzauber hatte Pascal Voigt seinen ersten Auftritt als neuer Trainer des MTV Hammah. Dass er gleich den Turniersieg feiern konnte, ist Teil seiner Mentalität.

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Von Jan Bröhan
Mittwoch, 07.01.2026, 15:50 Uhr

Hammah. Es gibt Trainer, die stehen an der Seitenlinie, in diesem Fall außerhalb der Rundumbande, und beobachten das Geschehen. Pascal Voigt stand inmitten seiner Mannschaft auf dem Kunstrasenplatz und fieberte beim finalen Neunmeterschießen des IDB Cups genauso emotional mit wie die Spieler.

Seine geballten Fäuste, wie in Boxermanier nach oben gestreckt und der ins Gesicht gemeißelte Siegesjubel unmittelbar nach dem Turniersieg sagen viel über seine Persönlichkeit aus. „Ich bin Fußballer durch und durch“, sagt Voigt, und er wolle immer gewinnen.

Diese Einstellung und diesen Ehrgeiz möchte er als Trainer vorleben und an seine Mannschaft weitergeben, wie er sagt. Vor dem Turnier des prestigeträchtigen Stader Hallenzaubers habe er seiner Mannschaft zwar gesagt, dass es vor allem um den Spaß an der Sache geht - gleichzeitig verlangte er aber Ernsthaftigkeit und Siegeswille.

Voigt wird schneller als gedacht verantwortlicher Trainer

Anfang November letzten Jahres vermeldete der MTV Hammah, dass Pascal Voigt zur kommenden Saison 2026/27 Nachfolger von Trainer Sebastian Frost wird, weil dieser aus beruflichen Gründen kürzertreten müsste. Ende November hieß es dann, dass Voigt schon nach der Winterpause übernimmt, unterstützt von Frost.

Als Frost fragte, ob er, Voigt, schon früher einspringen könnte, musste er aber erst mal alles mit seiner Familie besprechen. „Ich habe eine Frau an meiner Seite, die weiß, wie ich ticke und die mich unterstützt“, sagt Voigt. Er sei eben, wie gesagt, Fußballer durch und durch.

Von 2023 bis 2025 hatte Voigt als Trainereinsteiger die zweite MTV-Mannschaft äußerst erfolgreich trainiert, am Ende stand der Kreisliga-Aufstieg. Dann legte er aus privaten und beruflichen Gründen eine Pause ein, der Vater von zwei kleinen Kindern wollte mehr Zeit haben.

Die Fußballpause ist kürzer als geplant

„Als die Anfrage aber kam, war ich sofort interessiert“, sagt Voigt. Für ihn persönlich sei die Bezirksliga der nächste Schritt als Trainer. Zudem liegt ihm der MTV, bei dem er seine Laufbahn ausklingen ließ, am Herzen.

Mit seinen Trainerlizenzen beginnt er in diesem Jahr. Von seinen vielen Trainern während seiner Laufbahn hebt er zwei hervor, wenn es um seine eigene Trainerentwicklung geht. In der U17-Bundesliga wurde er von Rodolfo Cardoso beim HSV trainiert. „Er hat mir gezeigt, dass man wirklich alle Einheiten mit Ball machen kann“, sagt Voigt und fügt lachend hinzu, dass ihm, der nie sehr lauffreudig war, dies gefallen hat.

Bei Martin König, heute sportlicher Leiter bei Landesligist A/O, habe ihm der Umgang mit den Spielern imponiert. König sei auf jeden individuell eingegangen.

Voigt will spätestens nächste Saison wieder durchstarten

Der heute 34-Jährige galt als Spieler einstweilen als schwierig, aneckend, hitzig, je nach Sichtweise. Charaktere wie ihn zieht es gerne auf die Trainerbank. Führungsqualitäten sollte Voigt durch seine Arbeit sowieso mitbringen.

Bei der Hamburger Stadtreinigung ist er für bis zu 40 Mitarbeiter verantwortlich, was die Arbeitseinteilung betrifft. „Von jung bis alt und alles verschiedene Persönlichkeiten“, sagt er, das helfe natürlich auch bei einer Fußballmannschaft. Der junge Stürmer von einst ist nicht mehr zu vergleichen mit dem heutigen Jungtrainer.

Als dieser will er mit dem MTV Hammah schnellstmöglich nichts mehr mit dem Abstiegskampf zutun haben. „Ich habe den Spielern schon mitgeteilt, dass das Potenzial des Teams nicht dem Tabellenstand entspricht“, sagt er. Frost habe mit viel Fluktuation zu kämpfen gehabt, sagt Voigt.

Er denkt auch schon an die nächste Saison. Die Mannschaft bleibe größtenteils so zusammen. Es müsse punktuelle Verstärkungen geben. „Ich strebe dann schon einen Platz unter den ersten Fünf an“, sagt Voigt. Er wird den Erfolgsgedanken vorleben.

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