TProzess in Stade: Mann soll Tochter seiner Partnerin missbraucht haben
Am Stader Landgericht startet demnächst ein Prozess wegen Kindesmissbrauch. Foto: Fabian Sommer/dpa
Die Vorwürfe wiegen schwer: In Zeven soll es über mehrere Jahre zu sexuellem Missbrauch an einem Kind gekommen sein. Ende Mai startet in Stade der Prozess mit insgesamt sieben Verhandlungstagen.
Stade. Vor Gericht muss sich ein 59-jähriger Mann verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, in insgesamt 303 Fällen sexuelle Handlungen an der Tochter seiner Lebensgefährtin vorgenommen zu haben. Die Taten sollen in Zeven von März 2014 bis Dezember 2017 stattgefunden haben.
Der Tatvorwurf lautet sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen und sexueller Missbrauch von Kindern. Das Mädchen soll zu Beginn der angeklagten Taten 8 Jahre alt gewesen sein.
Missbrauchs-Porzess: Öffentlichkeit könnte ausgeschlossen werden
Grundsätzlich sind Verhandlungen am Landgericht öffentlich. In diesem Prozess kann es allerdings zum Ausschluss der Öffentlichkeit kommen. Das geschieht häufig bei Sexualstraftaten, insbesondere dann, wenn es um Kinder oder Jugendliche geht.
Ob in dem Zevener Fall ein Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit gegeben ist, entscheidet die Kammer. „Das kann auch erst im Laufe der Verhandlung erfolgen. Möglich ist auch, dass die Kammer die Öffentlichkeit bereits bei der Anklageverlesung ausschließen wird“, erklärt Petra Linzer, Pressesprecherin am Landgericht Stade, der „Zevener Zeitung“ auf Nachfrage.
Der Prozessauftakt ist für Freitag, 29. Mai, geplant. Das Urteil wird am 30. Juni erwartet.
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