Zähl Pixel
Einstweilige Verfügung

Trotz Richterspruch: Reporter dürfen nicht ins Weiße Haus

Andere Medien solidarisierten sich mit den geschassten Journalisten.

Andere Medien solidarisierten sich mit den geschassten Journalisten. Foto: Jose Luis Magana/FR159526 AP/AP/dpa

Trump geht gegen führende US-Medien vor und verbannt sie aus dem Weißen Haus. Doch bereits nach wenigen Tagen untersagt dies ein Gericht vorerst. Doch danach gibt es erneut Probleme am Eingang.

Von dpa 24.09.2026, 14:45 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Washington. Trotz einer anderslautenden Gerichtsanordnung ist einigen Reportern der Zugang zum Weißen Haus erneut verwehrt worden. Das Portal „Politico“ berichtete, dass der für die Sicherheit des US-Präsidenten zuständige Secret Service den Presseausweis eines seiner Reporter beschlagnahmt habe. CNN berichtete ebenfalls, dass Reportern am frühen Morgen der Zutritt verweigert worden sei - ein weiterer CNN-Mitarbeiter sei durchgelassen worden.

Stunden zuvor hatte ein Richter verfügt, dass das Weiße Haus den klagenden Medienhäusern CNN, MS NOW und „Politico“ vorläufig wieder Zutritt gewähren muss. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag die drei Medien verbannt und ihnen Falschnachrichten vorgeworfen. Kritiker sehen das als einen Angriff auf die Pressefreiheit in den USA und als einen Einschüchterungsversuch an. Die Pressefreiheit in den USA ist wie in Deutschland verfassungsrechtlich verbrieft.

MS NOW machte heute ähnliche Erfahrungen: Einer Reporterin und einem weiteren Mitarbeiter sei der Zutritt verweigert und die Presseausweise abgenommen worden - dagegen habe ein weiterer Mitarbeiter Zugang bekommen, wie der TV-Sender berichtete.

Für Donnerstag sind wichtige Termine im Weißen Haus angesetzt: Trump empfängt Chinas Staatschef Xi Jinping.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Neues deutsches U-Boot in Israel eingetroffen

Israels größtes U-Boot aus deutscher Produktion soll die Marine als strategischen Arm mit größerer Reichweite und Feuerkraft stärken. Die „INS Drakon“ ist das sechste U-Boot der israelischen Flotte.

Berliner Linke auf steinigem Weg zur Macht

Debatte über Judenhass, radikale Forderungen und eine unerfahrene Großfraktion: Auf die Berliner Linke warten bei der Regierungsbildung viele Stolperfallen. Daran könnte alles scheitern.