Zähl Pixel
Fußball-Regionalliga

TRückschlag im Meisterrennen: D/A bei Werder harmlos in der Offensive

Bremen nimmt D/A-Kapitän Nico von der Reith in die Mangel. Einen Pfiff gibt es nicht. Von der Reith steht vorher im Abseits.

Bremen nimmt D/A-Kapitän Nico von der Reith in die Mangel. Einen Pfiff gibt es nicht. Von der Reith steht vorher im Abseits. Foto: Berlin

D/A büßt im Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga Boden ein. Beim SV Werder Bremen II reißt am Samstag die Siegesserie. Das Gegentor fällt in der Nachspielzeit.

author
Von Daniel Berlin
Samstag, 21.03.2026, 16:05 Uhr

Bremen. D/A übernimmt gegen Werder in der Anfangsphase die Initiative und stört den Bremer Spielaufbau früh. In der dritten Minute scheitert Jannes Elfers mit dem ersten Torabschluss des Spiels. Der Ball fliegt zu zentral auf Werder-Keeper Stefan Smarkalev zu. Die Abschlussschwäche spielt an diesem Nachmittag die Hauptrolle.

Der Tabellenzweite spielt beim Zwölften. Auf dem Papier gilt D/A als Favorit. Werder Bremen II hat in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen. Drei Unentschieden gegen HSC Hannover, Blau-Weiß Lohne und Altona 93 stehen in der Statistik. Außerdem hatte Werder Spitzenreiter SV Meppen am Rand einer Niederlage. Beim 1:2 drehte der Tabellenführer die Partie erst in der Schlussphase.

Jorik Wulff kassiert elfte Gelbe Karte

Nach zehn Minuten agiert Dennis Rosin nach einem Ballgewinn in der Bremer Hälfte zu verspielt. Der Drochterser Kreativposten schlägt einen Haken zu viel. Sein Schuss landet im Block.

Ein Haken zu viel: Im letzten Moment wird der Schuss von Dennis Rosin geblockt.

Ein Haken zu viel: Im letzten Moment wird der Schuss von Dennis Rosin geblockt. Foto: Berlin

Der Ex-Bremer Jorik Wulff rückt gegen Werder II nach seiner Gelbsperre wieder in die Startelf. Luca Daginnus, der zuletzt gegen Lohne mit seinem Regionalliga-Debüt den Führungstreffer erzielte, sitzt wieder auf der Bank. D/A-Trainer Oliver Ioannou vertraut auf der rechten Seite erneut Matti Cebulla und gibt ihm den Vorzug vor Robin Kölle.

Gelbsammler Jorik Wulff kassiert noch in der ersten Halbzeit seine elfte Karte in der laufenden Saison. Ein fragwürdiger Spitzenwert. Diesmal erkennt Schiedsrichter Marvin Repke auf Schwalbe.

Duell um die Meisterschaft spitzt sich zu

Im Fernduell um die Meisterschaft spielt Meppen am Samstag zeitgleich mit D/A beim 1. FC Phönix Lübeck und führt zur Halbzeit bereits mit 2:0. Aber die D/A-Verantwortlichen betonten mehrfach, dass sie nur auf den eigenen Verein schauen. Der Rückstand beträgt nur einen Zähler. „Wenn wir alle Spiele gewinnen, sind wir Meister“, sagt D/A-Präsident Rigo Gooßen. Vor dem Werder-Spiel.

Meisterlich agiert D/A in Bremen nicht. Drochtersen überlässt Werder oft den Ball. Das ist gar nicht so ungefährlich so tief in der eigenen Hälfte. Dennoch erspielt sich der Gastgeber in Hälfte eins nur einen Hochkaräter. Nach einem Flachschuss von Dennis Lütke Frie geht der Ball knapp an Patrick Siefkes Kasten vorbei.

Pfosten und Latte retten Werder und D/A

Erst Mitte der ersten Halbzeit kommt D/A mehrfach gefährlich in die Bremer Box. Aber Matti Steinmann verzieht, Jannes Wulffs Schuss wird geblockt und Haris Hyseni kann den Ball auch nicht über die Linie drücken nach einem Patzer von Torwart Smarkalev. „Wir hatten die besseren Möglichkeiten, waren aber nicht zielstrebig genug“, sagt D/A-Coach Oliver Ioannou.

Mehrfach scheitert D/A beim Abschluss: Hier vergibt Jannes Elfers.

Mehrfach scheitert D/A beim Abschluss: Hier vergibt Jannes Elfers. Foto: Berlin

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit klatscht ein Freistoß von Jorik Wulff an den Pfosten. Smarkalev ist noch dran. „Wir agierten viel vor dem Tor. Hatten Ecken, Flanken und Freistöße. Aber die Hereingaben waren zu unpräzise“, sagt Ioannou.

Nach dem Seitenwechsel hat D/A Glück. Der Tabellenzweite kann den Ball im Strafraum nicht klären. Beim Schuss von Patrick Götzelmann rettet die Latte. Danach verflacht das Spiel. 407 Zuschauer sehen keinen Fußball-Leckerbissen.

D/A-Trainer Oliver Ioannou begrüßt seinen Kollegen: Den Ex-Profi Nelson Valdez.

D/A-Trainer Oliver Ioannou begrüßt seinen Kollegen: Den Ex-Profi Nelson Valdez. Foto: Berlin

Der eingewechselte Robin Kölle versucht sich in der 68. Minute aus der Distanz. Vier Meter fehlen. Wenig später prallt Nico von der Reith im eigenen Strafraum der Ball an die Hand. Der Schiri lässt weiterlaufen. Einer der wenigen Aufreger in Hälfte zwei.

Werder Bremen bei Kontern gefährlich

D/A agiert im letzten Drittel vor dem Bremer Tor zu fahrig. Die Flanken kommen nicht an. Die Abstimmung fehlt. Der Zug zum Tor. Die mitgereisten D/A-Fans sehen viel Gebolze. Und Konter von Werder.

In der 75. Minute muss sich Keeper Patrick Siefkes ganz lang machen. Er klärt einen Schuss von Kevin Manthey mit den Fingerspitzen zur Ecke.

D/A muss sich langsam damit abfinden, dass in diesem Jahr im fünften Spiel in Serie nicht der fünfte Sieg erfolgt. Zu harmlos agiert der Tabellenzweite diesmal in der Offensive.

In der Nachspielzeit herrscht blankes Entsetzen bei D/A. Erneut läuft ein Konter. Diesmal behält Kevin Manthey den Überblick und schiebt den Ball an Siefkes vorbei. Fassungslos trotten die Drochterser Spieler nach der 0:1-Niederlage vom Platz. „Ich habe mich geärgert. Jetzt stehen wir mit leeren Händen da“, sagt der D/A-Trainer.

Spitzenreiter Meppen macht beim 4:0 in Lübeck seine Hausaufgaben und erspielt sich in der Tabelle einen Vorsprung von vier Punkten. Die Rechnung von D/A-Präsident Gooßen geht nicht mehr auf. Drochtersen hat die Meisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand. „Wichtig ist, dass wir jetzt schnell wieder aufstehen“, sagt Ioannou. Am 29. März spielt D/A beim Bremer SV.

Redaktioneller Hinweis: Der Text wurde um Zitate ergänzt.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel