TSchick in Schale: Zehn Geschichten von der 1. Stader Ballnacht
Ganz neu eingekleidet und farblich aufeinander abgestimmt: Vanessa Spengler (rechts) und Doreen Kloppisch aus Kutenholz. Foto: Stehr
Viele Frauen kamen in wallenden Roben und Glitzerkleidern, die Männer meist in dunklen Anzügen. Welche Outfits auffielen und was die Gäste zu erzählen hatten.
Stade. Ein Abend voller Wow-Momente: Bei der ersten Stader Ballnacht am Samstagabend im Stadeum strahlten und funkelten nicht nur die Kronleuchter, sondern auch die Gäste. Manche zwar in recht knappen Kleidern und in Sneakern mit weißer Sohle, die meisten erfüllten aber Ballstandards.
Mit sexy Cut-Out - Stammgäste aus Hedendorf
Ute Hartung und Olav Janssen aus Hedendorf waren Stammgäste des Stader Opernballs und wollten sich auch die 1. Stader Ballnacht nicht entgehen lassen. Beide kamen in Tanzschuhen mit Wildledersohle. Ihr glitzerndes Paillettenkleid mit Cut-Out-Ausschnitt passte farblich zu den türkisen Schuhen und zu seiner Krawatte.

Ute Hartung und Olav Janssen aus Hedendorf haben bisher erst einen Ball im Stadeum verpasst. Foto: Stehr
Er trug - anders als die meisten anderen Männer - ein schwarzes Hemd. Lange gestylt haben sich beide nicht. „Ich habe Naturlocken, da geht das ganz schnell“, sagt Ute Hartung. Sie setzte auf ein dezentes Make-Up und trug keinen Schmuck. Nur eine schmale Armbanduhr.
Ton in Ton - Ballpremiere für Familie Franke
Mandy und Kai Franke kamen mit ihrer Tochter Greta und deren Freund Casimir von der Wense zum ersten Mal zum Ball ins Stadeum. Mutter und Tochter waren vorher gemeinsam beim Kleidershoppen und entschieden sich für lange Roben in kräftigem und blassem Lila. Perfekt zum Kleid passten die lilafarbenen Ohrringe von Mandy Franke - ein Mitbringsel aus dem Urlaub. Ton in Ton war auch die elegante Damenhandtasche ohne Henkel, die Clutch.

Ballpremiere für Mandy und Kai Franke (links) sowie für deren Tochter Greta mit Freund Casimir von der Wense. Foto: Stehr
Vater Kai trug eine farblich abgestimmte Krawatte, Casimir von der Wense eine schwarze Fliege. Beide Männer setzten auf weiße Hemden mit passendem Einstecktuch. Alle trugen Tanzschuhe. Die Frauen brauchten anderthalb Stunden im Bad, die Männer zehn Minuten.
Mit Glitzer und Schlitz - Die Freunde aus Kehdingen
Eigentlich waren sie immer zu sechst beim Stader Opernball. Weil Rita Vöges Mann vor zwei Jahren verstarb, kamen die Freunde aus Kehdingen zur Stader Ballnacht nur noch zu fünft. „Ich möchte ganz viel tanzen, das geht auch mit 81 noch“, sagt Rita Vöge aus Barnkrug. Sie strahlte in einem grünen Paillettenkleid mit Perlenkette und schwarzer Federbrosche mit passender Handtasche.

Stammgäste seit Jahren: Birgit und Peter Hatecke (von links) mit Anke und Hubertus von Marschalck sowie Rita Vöge. Foto: Stehr
Ihr „ältester Freund“, Hubertus von Marschalck aus Hechthausen, trug „ihr zuliebe“ eine Fliege mit passenden Hosenträgern. „Die habe ich ihm mal geschenkt“, sagt Rita Vöge.

Bei Hubertus von Marschalck passt die Fliege zu den Hosenträgern.
Dass darauf kleine weihnachtliche Motive gedruckt sind, fiel den Freunden erst auf, als sie schon auf dem Ball waren - und es störte sich auch niemand daran.

Hier passt alles zusammen: Anke von Marschalck (von links), Birgit Hatecke und Rita Vöge kamen in brandneuen Kleidern und natürlich mit Tanzschuhen zur Stader Ballnacht. Foto: Stehr
Vielleicht, weil die Frauen alle Blicke auf sich zogen. Anke von Marschalck mit tiefem Beinschlitz und Hingucker-Strumpfhose mit floralen Motiven und Birgit Hatecke aus Dornbusch mit einem blauen Blusenkleid. Ihr Mann Peter setzte mit roter Fliege einen farblichen Akzent. Alle Frauen trugen hohe Tanzschuhe und kleideten sich extra für den feierlichen Anlass neu ein.
Ganz in schwarz - Der Ex-Stadeum-Chef
„Ich bin natürlich auch dabei, ich boykottiere die neue Ballnacht nicht“, sagt Ex-Stadeum-Chef Egon Ahrens aus Stade mit einem Augenzwinkern. Er habe schwarze Anzüge in verschiedenen Größen - „je nach Gewichtsklasse“. In der Innentasche seines Sakkos fand er eine Karte vom Stader Opernball 2022.

Einmal Stadeum - immer Stadeum: Ex-Stadeum-Chef Egon Ahrens feierte mit Ehefrau Gundi die Stader Ballnacht.
Mit schwarzer Fliege ging er Ton in Ton mit Ehefrau Gundi. Die entschied sich für eine weite Hose, ein langärmeliges Glitzeroberteil und eine dekorative Schleife mit dazu passender Clutch und Perlenschmuck. Beim Schminken bekam Gundi Hilfe von ihre Tochter.
Mit Rock, Body und Fitnessuhr - Das Paar aus Stade
Swenja Tietjen schenkte ihrem Partner Tim Schaefer die Karte für die Ballnacht zum Geburtstag. Das Paar aus Stade trug Tanzschuhe, sie in Silber, er in Schwarz. Auf Krawatte oder Fliege zum weißen Hemd verzichtete Tim Schaefer.

Die Eintrittskarte war ein Geburtstagsgeschenk für ihn: Swenja Tietjen und Tim Schaefer aus Stade genossen ihre erste Stader Ballnacht.
Swenja Tietjen trug zum knielangen Ballrock einen festlichen schwarzen Body und eine schwarze Strumpfhose. Auf ihre Fitnessuhren wollten beide nicht verzichten. „Meine zählt nachher die Tanzschritte“, sagt Tim Schaefer.
Im langen schwarzen - Beruflich auf der Stader Ballnacht
Finja Heeschen und Christoph Brunckhorst arbeiten beide für die Volksbank Stade-Cuxhaven, einem der Sponsoren der Ballnacht. Sie kaufte sich extra für den Anlass eine lange schwarze Robe. Vorher hingen in ihrem Schrank nur kurze Kleider. Seinen grauen Anzug mit kleiner, silberner Volksbank-Anstecknadel trug er schon im vergangenen Jahr als Trauzeuge.

Waren beruflich da: Finja Heeschen und ihr Kollege Christoph Brunckhorst von der Volksbank. Das lange Kleid hat sie extra neu gekauft, den Anzug trug er schon im vergangenen Jahr als Trauzeuge.
Weil sie viel rumlaufen musste, um Fotos und Videos für die sozialen Medien zu machen, trug Finja Heeschen flache, bequeme Schuhe. Im Auto hatte sie aber auch noch hochhackige Schuhe dabei.
Tanzen und genießen - das Paar aus Kutenholz
Vanessa Spengler aus Kutenholz kam mit ihrer Partnerin Doreen Kloppisch zur Stader Ballnacht. Beide Frauen kauften sich ihre Outfits extra für den Anlass. Vanessa Spengler entschied sich für ein bodenlanges, blaues Kleid mit Spaghettiträgern und kleinem Schlitz sowie hellen Schuhen mit breitem Absatz.
Gesellschaft
T Rauschende Stader Ballnacht mit kleinen Schönheitsfehlern
Doreen Kloppisch trug einen dunkelblauen Anzug mit passender Fliege und weißem Hemd, dazu schwarze Halbschuhe. „Wir sind zum Tanzen und genießen hier“, sagt Vanessa Spengler. Für ihr Styling hat sie eine Stunde gebraucht. „Etwas länger als ich“, sagt Doreen Kloppisch und grinst.
Schick aussehen - die Freundinnen aus Stade
„Wir wollten uns mal wieder schick machen und schick aussehen“, sagt Zirka Hinck aus Stade. Sie hat sich nach der Arbeit schnell ihr langes, rotes Kleid angezogen und trägt dazu helle Tanzschuhe und eine farblich passende Handtasche.

Zirka Hinck (links) hat sich "schnell nach der Arbeit" in Schale geschmissen. Ihre Freundin Sari Kärkkäinen hatte beim Schminken Hilfe von ihrer Tochter. Die beiden Staderinnen machen sich gerne schick.
Ihre Freundin Sari Kärkkainen trägt ein langes, schwarzes Kleid mit vielen Glitzersteinen im tiefen Ausschnitt. Dazu passen ihre Ohrringe. Beim Make-Up hat ihre Tochter geholfen. Beide Frauen waren zum ersten Mal zum Tanzen im Stadeum.
Endlich mal richtig tanzen - die Tanzpartner aus Hamburg
Weil Antonia Firlus aus Hamburg-Harburg vor Kurzem bei einer Comedy-Veranstaltung im Stadeum war, wurde sie auf die Stader Ballnacht aufmerksam. „Da habe ich sofort meinen Tanzpartner gefragt, ob wir zusammen herkommen wollen“, sagt sie. Es gebe kaum noch Möglichkeiten, richtig tanzen zu gehen.

Mit Diadem und Glitzerschmuck am Auge: Antonia Firlus aus Harburg kam mit ihrem Tanzpartner Lennart Senger ins Stadeum.
Zur langen, hellen Robe mit Glitzerbund trug sie weiße Tanzschuhe. Auf ihrem Kopf funkelte ein Diadem, im Ausschnitt und an den Augen glitzerte es ebenfalls. Ihr Tanzpartner kam im dunkelblauen Anzug mit passender Krawatte.
Verspielter Traum aus Tüll - Date-Night für Nadine Sieben
In einem verspielten Traum aus hellrosa Tüll und Glitzerhandtasche fiel die Sängerin Nadine Sieben auf. Nicht zu sehen waren ihre offenen Glitzer-High Heels. Sie nutzte den Besuch der Stader Ballnacht, um gemeinsame Zeit mit Ehemann Julian Maria Sieben zu verbringen.

Mit Designerhemd und lila Fliege führte Musikagent Julian Maria Sieben seine Frau Nadine aus. Die Sängerin fiel in einem verspielten Traum aus Tüll auf.
Der trug einen dunklen Anzug mit Designerhemd im Westenlook sowie eine lila Fliege - passend zum Innenfutter seines Jacketts. Zum Stylen brauchte Nadine Sieben nur 15 Minuten. „Ich mache so was ja öfter“, sagt sie.
TAGEBLATT-Reporter schick bei der Arbeit
Auch TAGEBLATT-Redaktionsleiter Lars Strüning und Reporterin Lena Stehr schmissen sich für die Stader Ballnacht in Schale. Er in einen schwarzen Anzug, sie in ein bodenlanges, korallfarbenes Kleid, das zufällig noch im Schrank hing.

Schick in Schale bei der Arbeit: die TAGEBLATT-Reporter Lars Strüning und Lena Stehr.
Weil beide sonst eher lässig unterwegs sind, ließ Lars Strüning sich seine Krawatte von einem Nachbarn binden. Lena Stehr ging zum Friseur, um die langen Haare hochstecken zu lassen - mehr als 30 Nadeln waren dafür nötig. Dafür hielt die Frisur den ganzen Abend.
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