Schleifähre „Missunde III“ fährt vorläufig nicht
Die Schleifähre „Missunde III“ fährt aktuell nicht. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa
Erneut steht die Schleifähre „Missunde III“ still. Laut LKN liegt ein technisches Problem vor. Was bislang über die Ursache bekannt ist.
Kosel. Nach rund einer Woche hat die Schleifähre „Missunde III“ den Betrieb wieder eingestellt. Der Pächter habe Sicherheitsbedenken, die der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) ernst nehme, berichtete ein Sprecher. „Beim Anlegen soll sich mehrfach der Haken vom Landkeil gelöst haben.“ Der LKN betreibt die Fährlinie zwischen Schwansen und Angeln.
„Wir suchen nach möglichen Ursachen und Lösungen, um den Fährbetrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können. Dabei hat die Sicherheit oberste Priorität“, kündigte der LKN-Sprecher an. Wie lange der Fährbetrieb eingestellt werde, sei aktuell nicht absehbar. „Wir werden heute einige Tests absolvieren und erst danach eine belastbare Prognose abgeben können.“
Erst in der vergangenen Woche hatte die Fähre wegen eines technischen Defekts einen Tag pausiert. Bei einer Überprüfung war laut LKN.SH ein Fehler an der Hydraulikanlage gefunden und behoben worden.
Umwege
Die zwischen Brodersby (Kreis Schleswig-Flensburg) und dem zu Kosel gehörenden Dorf Missunde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) verkehrende „Missunde III“ hatte erst Ende April mit einer Verzögerung von zwei Jahren den Betrieb aufgenommen. Seitdem gab es bereits mehrere ungeplante Unterbrechungen.
Ausfälle belasten die Region ebenso wie Pendlerinnen und Pendler. Sie müssen dadurch einen Umweg von fast 40 Kilometern um die Schlei fahren. Zwischen Brodersby und Kosel werden pro Jahr rund 120.000 Fahrzeuge und etwa 50.000 Fahrräder übergesetzt.
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