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Fußball

TSo lief das D/A-Trainingslager: Was Trainer Ioannou begeisterte

D/A-Spielmacher Dennis Rosin plagt sich mit Kniebeschwerden herum.

D/A-Spielmacher Dennis Rosin plagt sich mit Kniebeschwerden herum. Foto: Sven Lauks (nomo)

In eineinhalb Wochen geht die Regionalliga-Saison weiter. D/A hat den Rasen kaum gesehen. Ob des Wetters setzte Oliver Ioannou andere Schwerpunkte im Trainingslager.

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Von Daniel Berlin
Mittwoch, 11.02.2026, 14:10 Uhr

Drochtersen. Die meisten Gehwege sind noch vereist. Da will D/A beim morgendlichen Joggen während des Trainingslagers auf der Elbinsel Krautsand lieber nichts riskieren. Der Trainerstab improvisiert bereits seit Wochen. Deshalb hat der Start in den sportlichen Tag auch diesmal herzlich wenig mit Fußball zu tun. D/A geht ins Wasser.

Physiotherapeut Fran Ares Sanjurjo ruft am Rand des Schwimmbeckens in der Wellness-Oase eines Hotels ein paar Kommandos. Es ist 7.30 Uhr, noch vor dem Frühstück. Noch schlafwarm betreten die Fußballer das kühle Wasser eher vorsichtig. Sanjurjo turnt vor, die Kicker machen nach. Sie merken schnell, dass man selbst im Wasser ins Schwitzen kommen kann.

Nicht mehr viel Zeit: Auswärtsspiel in Hannover

Keine zwei Wochen vor dem Wiederbeginn der Regionalliga-Saison haben die Fußballer der SV D/A noch nicht einmal ernsthaft den Rasen gesehen. Sie kickten im Schneegestöber auf dem Kunstrasenplatz neben dem Kehdinger Stadion. „Das war nicht spielnah, aber die Jungs haben sich verausgabt“, sagt Cheftrainer Oliver Ioannou. Am 22. Februar spielt Drochtersen beim HSC Hannover. Wird es da nicht langsam eng in Sachen optimaler Vorbereitung?

„Wir hätten gern Testspiele bestritten“, sagt Ioannou. Vier geplante Partien sind bereits ausgefallen. Darunter Spiele gegen Hochkaräter wie die Regionalligisten Greifswalder FC und FC St. Pauli II. „Anderen Mannschaften geht es ähnlich“, sagt Ioannou. Vielleicht klappt es am Mittwochabend (11. Februar) gegen den Club aus Hamburg. Der Trainer ist trotz der durchwachsenen Vorbereitung optimistisch.

D/A habe die Zeit gut überbrückt. Zuletzt im Trainingslager wurde die Soccerhalle „D/Arena“ zum Wohnzimmer der Spieler. Krafttraining, Athletiktraining, Fußball auf dem kleinen Kunstrasenfeld. Pressing, Gegenpressing, Torabschlüsse nach zwei, drei Pässen. Alles in hoher Intensität und auch aufgrund der Enge mit wenigen Möglichkeiten zum Abschalten. Die Spieler seien fit, sagt der Trainer. „Aber nichts sei für einen Fußballer wichtiger, als Fußball zu spielen. Das fehlt ein wenig.“

Da sieht der D/A-Trainer noch Potenzial

Die Spieler haben Theorie gepaukt. Sie saßen in kleinen Gruppen vor dem Bildschirm und studierten Laufwege und Abwehrverhalten. Wie steht Defensivmann Liam Giwah bei Ecken oder Freistößen zu seinem Gegner? Wie schafft er es, seinen Gegner so zu attackieren, dass er den Ball nicht so köpfen kann, wie er will oder dass er gar nicht erst an den Ball kommt?

„Beim Umschaltverhalten haben wir noch Potenzial“, sagt Ioannou. Die Videoanalyse belegt das. D/A könne nach Ballgewinnen noch schneller in die Tiefe spielen und schneller zum Abschluss kommen.

D/A kann es sich nicht leisten, den Re-Start der Regionalliga am 22. Februar in Hannover zu verschlafen. Die Mannschaft ist Dritter der Tabelle, Spitzenreiter SV Meppen mit drei Punkten Vorsprung alles andere weit weg.

„Wir bereiten alles so vor, dass die Mannschaft auf den Punkt mental, fußballerisch und körperlich fit sind“, sagt Ioannou. Dass nicht jeder Automatismus greife, möge sein. Da könne D/A aber improvisieren. Und bis zum nächsten Pflichtspiel den Teamgeist verstärken.

Ioannou begeistert von den Emotionen beim BSV

Im Trainingslager verbringen die Spieler viel Zeit miteinander. An einem Abend bringen sie dem Handball-Bundesligisten Buxtehuder SV Glück. D/A sitzt auf der Tribüne der Halle Nord, als der BSV gegen den VfL Oldenburg gewinnt und damit im 15. Spiel seinen ersten Saisonsieg einfährt. D/A schaut in Riensförde beim Basketball des Regionalligisten VfL Stade vorbei. Diesmal sehen sie eine Niederlage gegen Aschersleben.

Oliver Ioannou sagt, er sei ganz begeistert vom BSV gewesen. Er habe die pure Freude nach dem Abpfiff gesehen, die Erleichterung. Er fand die Intensität beim Handball beeindruckend, er studierte die Laufwege, die Automatismen. Und er war fasziniert vom Konterspiel von BSV-Kapitänin Teresa von Prittwitz. „Sie hat gut antizipiert“, sagt Ioannou. Ein paar Themen könne er für den Fußball adaptieren.

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