Hitzewarnung und UV-Strahlung: Stader Gesundheitsamt gibt Tipps
Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte bei sehr sonnigem Wetter mindestens 30 betragen. In besonders sonnenreichen Regionen und am Wasser ist LSF50+ empfehlenswert. Foto: Christoph Soeder/dpa
Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung auch für den Landkreis Stade herausgegeben. So schützen Sie sich richtig.
Landkreis. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat auch für den Landkreis Stade heute, zwischen 11 und 19 Uhr, eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben. Es wird eine starke Wärmebelastung erwartet. „Die Hitze wird alte und pflegebedürftige Menschen extrem belasten“, so der DWD.
Das Gesundheitsamt des Landkreises Stade warnt vor den unterschätzten Gefahren für Haut und Augen. Ein durchdachtes Verhalten sowie effektiver UV-Schutz sind der beste Weg, um Sonnenbrände und langfristige Schäden wie Hautkrebs zu vermeiden.
Warum der Schutz vor UV-Strahlung so wichtig ist
UV-Strahlung ist nicht sichtbar und wird auch nicht als Wärme wahrgenommen. Daher wird die Gefahr oft zu Unrecht ignoriert. Die unsichtbare ultraviolette Strahlung der Sonne kann die Hautzellen und das Erbgut nachhaltig schädigen.
Ein Sonnenbrand ist dabei nicht nur schmerzhaft, sondern ein klares Signal für bereits entstandene Hautschäden. Über Jahre hinweg summiert sich diese Belastung und gilt als Hauptauslöser für Hautkrebserkrankungen. Zudem dringt die Strahlung in die Augen ein und kann dort zu Entzündungen oder langfristig zu Grauem Star führen.
Wie guter UV-Schutz aussieht
Ein umfassender UV-Schutz umfasst vier Bereiche:
- Sonne meiden: Zwischen 11 und 15 Uhr ist die UV-Strahlung am intensivsten. Daher sollten Aktivitäten im Freien in diesem Zeitraum gemieden werden.
- Schutz durch Kleidung: Der effektivste Schutz vor UV-Strahlung ist Kleidung. Empfehlenswert sind lange und zugleich lockere Kleidungsstücke aus dicht gewebtem Material oder spezieller UV-Schutz-Kleidung. Ein Sonnenhut, der das Gesicht, die Ohren und den Nacken beschattet, ist ebenfalls ratsam.
- Schutz der Augen: Sonnenbrillen, die UV-400-zertifiziert sind und auch seitlich die Augen abschirmen, sollten getragen werden.
- Sorgfältiges Eincremen: Alle unbedeckten Hautstellen sollten in ausreichender Menge mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt werden, das vor UV-B-Strahlen und vor UV-A-Strahlen schützt. Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte mindestens 30 betragen, in sonnenreichen Regionen und am Wasser ist LSF50+ empfehlenswert.
Wie man sich richtig bei Hitze schützt
Auch Hitze belastet den menschlichen Körper - nicht nur UV-Strahlung. Um Hitzschlag, Dehydrierung und Kreislaufprobleme zu vermeiden, gibt das Gesundheitsamt ebenfalls Verhaltenstipps:
- Ausreichend Flüssigkeit: Erwachsene sollten über den Tag verteilt 1,5 bis 3 Liter trinken - am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Man sollte keineswegs bis zum Durstgefühl warten.
- Wohnung kühl halten: Morgens und nachts sollten die Wohnräume gelüftet werden. Tagsüber ist es ratsam, die Fenster und Jalousien geschlossen zu halten.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit sollte, wenn möglich, auf die kühleren Tageszeiten verschoben werden.
- Leichtes Essen: Um den Magen-Darm-Trakt nicht zusätzlich zu belasten, sollten leichte, wasserreiche Mahlzeiten gegessen werden.
- Der UV-Index bietet einen guten Orientierungswert für die aktuelle UV-Belastung. Dieser Index wird in vielen Wetter-Apps angezeigt und kann zudem beim Bundesamt für Strahlenschutz tagesaktuell eingesehen werden: www.bfs.de. Weitere Informationen bietet zudem die kostenfreie Broschüre „Hitze-Hilfe“, die im Stader Kreishaus, Am Sande 2, ausliegt und auf der Landkreis-Internetseite www.landkreis-stade.de zum Download bereitsteht.
(pm/sal)
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