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Kriminalität

TSicherheit in Stade: Weiter viele Polizeikräfte in der Stadt

Blick auf den Kreisel, rechts ist das Jugendhaus Altländer Viertel zu sehen.

Blick auf den Kreisel, rechts ist das Jugendhaus Altländer Viertel zu sehen. Foto: Vasel

Stadt Stade und Polizei wollen weiterhin gemeinsam vorangehen, um Sicherheit und Sicherheitsgefühl zu stärken. Drei Maßnahmen sind geplant, die zeitlich entzerrt werden.

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Von Lars Strüning
24.07.2026, 17:50 Uhr

Stade. Stades Stadtrat Carsten Brokelmann hatte zum Abstimmungsgespräch mit der Polizei und anderen Behörden ins Rathaus geladen. Anlass waren die Zwischenfälle im Altländer Viertel und in Bützfleth. Die Verantwortlichen wissen: Nach der sechsfachen Tötung von sechs Unschuldigen in einer Kinder- und Jugendeinrichtung in der Stader Dankersstraße ist die Sensibilität in der Bevölkerung groß. Die Behörden reagierten.

Verstärkte Polizeipräsenz ist gut sichtbar

Direkt nach den Vorkommnissen, als sich im Altländer Viertel etwa 150 Menschen zusammenrotteten und unter anderem Rettungskräfte bedrohten oder sich auch am Elbe Klinikum einfanden, sendete die Polizei Kräfte der Bereitschaftspolizei nach Stade. Sie gehen sichtbar Streife und greifen auch ein, wenn es mal wieder zu größeren Einsätzen kommt wie in Bützfleth, wo sich zwei Familien in die Haare bekamen.

Die starke Präsenz wird fortgesetzt. Das ist ein Ergebnis des Treffens vom Donnerstag. Wie viele Polizeikräfte vor Ort sein werden, bleibt ebenso nicht öffentlich wie die Dauer des Einsatzes in Stade - aus taktischen Gründen, wie Brokelmann am Freitag auf Nachfrage mitteilte. Brokelmann zeigt sich sehr zufrieden mit der Arbeit und dem Auftreten der Polizei. „Die machen das top“, so der Stadtrat.

Neben dieser Ad-hoc-Maßnahme verständigten sich die Teilnehmer des Gesprächs auf weitere gemeinsame Schritte. Zeitnah, im August und September, starten die ersten Kontrollen durch die Stadtverwaltung in Begleitung der Polizei quer durchs Stader Gebiet. Es soll sich dann um Kontrollen handeln im Zuständigkeitsbereich der Stadt wie zum Beispiel zur Überprüfung des Brandschutzes oder von Glücksspielautomaten. Diese Besuche zielen meistens auf gewerbliche Einrichtungen ab.

Engere Zusammenarbeit zwischen den Behörden

Mittel- und langfristig wollen die Beteiligten deutlich enger zusammenarbeiten, um Problemfelder schneller zu erkennen und zu beseitigen, sei es Müll, dunkle Ecken oder fehlender Grünschnitt.

Sperrmüll, Essensreste, Plastikmüll und ein Tannenbaum. Am Straßenrand in der Grünendeicher Straße im Altländer Viertel in Stade türmten sich zum Jahreswechsel wieder Müllberge.

Sperrmüll, Essensreste, Plastikmüll und ein Tannenbaum. Am Straßenrand in der Grünendeicher Straße im Altländer Viertel in Stade türmten sich zum Jahreswechsel wieder Müllberge. Foto: Vasel

Dafür werden Arbeitsgruppen in verschiedenen Zusammensetzungen gebildet. Ein Thema dann auch: prekäres Wohnen in überfüllten Räumen oder nicht zumutbare Wohnungen. Der Ansatz dahinter: Wenn ein Areal einen aufgeräumten Eindruck macht, fühlen sich die Menschen wohl, steigt die gefühlte Sicherheit.

Die war zuletzt deutlich erschüttert worden. Nach den Tötungen im Umfeld von Clankriminalität und den sechs unschuldigen Todesopfern in der Dankersstraße Ende Juni stieg die Anspannung in Stade, das bundesweit mit Negativschlagzeilen in die Medien geriet. Als dann noch die Zwischenfälle im Altländer Viertel und in Bützfleth bekannt wurden, stieg der Druck zu handeln.

Weitere große Fragen, wie es zum Beispiel im Altländer Viertel weitergeht, will die Stadt angehen, wenn ein neuer Bürgermeister gewählt worden ist. Das ist dann zum 1. November der Fall.

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