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Fußball-Regionalliga

TSingen und Flanken: So holt sich D/A den Feinschliff für die Saison

D/A-Trainer Oliver Ioannou fährt mit seiner Mannschaft am Samstag nach Isernhagen und trifft dort auf Testspielgegner Paderborn II.

D/A-Trainer Oliver Ioannou fährt mit seiner Mannschaft am Samstag nach Isernhagen und trifft dort auf Testspielgegner Paderborn II. Foto: Struwe

D/A hat auf Krautsand und in Assel sein Trainingslager aufgeschlagen. Neben den sportlichen Schwerpunkten setzt Trainer Ioannou vor allem auf eines.

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Von Daniel Berlin
16.07.2026, 17:50 Uhr

Drochtersen. Ob der Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel, Oliver Ioannou, am Sonntagabend noch eine Stimme hat? Der 37-Jährige ruft vernehmlich über den Sportplatz in Assel. Laut, mit Druck, bestimmt. Er ist der Chef.

Fünf Tage dauert das Trainingslager. Seit Mittwochnachmittag trainiert der selbsternannte Meisterschaftsfavorit. Zwei Einheiten pro Tag sind geplant. Ein Testspiel am Samstag in Isernhagen bei Hannover gegen den West-Regionalligisten Paderborn II. „Ein guter Test“, sagt Ioannou. In den fünf Tagen setzt der Chefcoach mehrere Schwerpunkte.

Lachen und Rituale stärken das Team

„Wir wollen viel Zeit miteinander verbringen, uns kennenlernen“, sagt Ioannou. Bei neun Neuzugängen ist das wichtig. Die Spieler lernen sich nicht nur beim Trainieren kennen. Auch beim gemeinsamen Lachen, beim Essen, bei den Autofahrten, beim Pendeln zwischen dem Quartier auf Krautsand und dem Trainingsplatz in Assel.

Für die Nächte auf den Zimmern hat D/A die Spieler bunt gemixt. Urgesteine schlafen neben Neuzugängen. Da herrsche ein reger Austausch. Oder niedrigschwelliges Teambuilding. D/A bedient sich zudem traditioneller Instrumente, die aufzeigen, wie die Spieler so ticken.

Seit Jahren singen die neuen Spieler. Ein Ritual. Gang und gäbe bei vielen Fußballmannschaften in Deutschland. Freitagabend findet der Mannschaftsabend statt. Da feiern die Neuen ihren großen Auftritt. „Beim Singen müssen sie über ihren Schatten springen. Öffnen schafft Nähe“, sagt Ioannou.

So fühlt D/A den Neuen auf den Zahn

Und sie beantworten Fragen: Was wolltest du schon immer mal machen? Was wärst du gerne für ein Tier? Was gefällt dir an D/A schon richtig gut? „Diese fünf, sechs Minuten verraten viel über einen Menschen“, sagt der Trainer. Zum Beispiel, ob ein Spieler bereit sei, Verantwortung zu übernehmen. Seit Jahren sucht sich D/A Charakterköpfe für den Kader und ist damit gut gefahren. Vor allem aber dient solch ein Trainingslager dem Feinschliff für die anstehende Saison.

Viel Zeit ist nicht mehr bis zum ersten Pflichtspiel. Am Samstag, 25. Juli, trifft D/A um 17 Uhr im Kehdinger Stadion in der ersten Pokalrunde auf Aufsteiger Atlas Delmenhorst. Eine Woche später startet die Liga mit dem Heimspiel gegen Phönix Lübeck. D/A trifft in den ersten drei Spielen neben Lübeck auf Oldenburg und Hannover 96 II. Alle drei hatte Oliver Ioannou zu Mitfavoriten um die Meisterschaft erklärt. „Ein strammes Auftaktprogramm“, sagt der Trainer. Schon deshalb ist das Trainingslager mit sportlichen Inhalten vollgepackt.

Das sind die sportlichen Schwerpunkte

Ioannou lässt seine Mannschaft kompakt verteidigen. Die Spieler sollen Lösungen gegen tief stehende Gegner finden. Sich mehr Chancen erarbeiten. D/A studiert das Gegenpressing. Der Trainer fordert Disziplin. Er stattet jeden seiner Schützlinge mit speziellen Aufgaben aus. Wenn das klappt, kommt das Kreative.

D/A legt Wert auf Variantenreichtum bei den Standardsituationen. „Nur durch Wiederholungen werden wir besser“, sagt Ioannou. 20, 30, 40 Freistoßflanken oder Ecken fliegen in den Strafraum. Sie werden immer genauer, schärfer, gefährlicher. Und bei all den verschiedenen Übungen schärft Ioannou seinen Spielern eines ein.

Sie sollen wach sein. Immer. Ioannou ärgert sich, als ein Flankenball in den Strafraum segelt und der Stürmer locker seinen Fuß reinhält und vollendet. Die Abwehr hatte erst wenige Sekunden vorher die Arbeit aufgenommen. Aber noch schläfrig. Ioannou fordert Mentalität.

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