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Leichtathletik

TSpeerwerfer des BSV holt sich mit Bestweite den EM-Titel

Olaf Schumann wurde in Torun Europameister mit neuem Europarekord im Speerwurf.

Olaf Schumann wurde in Torun Europameister mit neuem Europarekord im Speerwurf. Foto: privat

Olaf Schumann ist in seiner Altersklasse weiterhin weltklasse. Der Speerwerfer stellte bei der EM einen Rekord auf. Läufer Dennis Dodt machte beim Debüt neue Erfahrungen.

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Von Jan Bröhan
Sonntag, 12.04.2026, 14:30 Uhr

Landkreis. Die Masters Hallen-Europameisterschaft, für Senioren-Leichtathleten, fand im polnischen Torun statt. Dort fanden zuvor auch schon die Weltmeisterschaften der Frauen und Männer statt.

Da die Masters Hallen-Europameisterschaften auch mit Winterwurf ausgetragen wurden, war Olaf Schumann von Buxtehuder SV auch am Start. Der Speerwerfer der Altersklasse M 50 hatte sich im letzten Jahr schon zum Deutschen Meister und Weltmeister in seiner Paradedisziplin gekrönt. Nun ist er auch Europameister - und das mit einem Europarekord unter erschwerten Bedingungen.

Während die Lauf- und Sprungdisziplinen in der Halle stattfanden, trugen die Speer-, Diskus- und Hammerwerfer ihre Wettkämpfe im Stadion aus. Die M50-Speerwerfer hatten an ihrem Wettkampftag mit ungünstigen Bedingungen zu kämpfen.

Rückenwind ist kein Vorteil

Während für Sprinter beispüielsweise Rückenwind von Vorteil ist, ist dies für die Speerwerfer ungünstig. Schumann sah, wie böiger Wind so manchen Speer regelrecht abstürzen ließ.

Sein Wettkampfauftakt war dennoch erfolgreich. Gleich im ersten Versuch ließ er den Speer auf 58,51 m segeln und setzte sich an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Technische Probleme verhinderten in den Versuchen zwei bis fünf eine Verbesserung. Der letzte Wurf im Wettkampf war ihm als Führender vorbehalten. Zum einen hatte er Glück, dass gerade etwas Windstille herrschte, zum anderen stand er zu diesem Zeitpunkt schon als Sieger fest und hatte so auch die nötige Lockerheit.

Mit einem technisch sauberen Wurf katapultierte er den Speer auf eine Weite von 60,95 m und lag damit am Ende über acht Meter vor dem Zweitplatzierten Lubos Nobacek aus Tschechien.

Zudem ist diese Weite neuer Europarekord. Da ab dem 1. November 2025 verpflichtend mit dem neuen 700 Gramm Speer geworfen werden muss, bei dem der Schwerpunkt verlagert wurde, wird seit diesem Zeitpunkt auch eine neue Rekordliste geführt. Mit seiner erzielten Weite löste Schumann den Italiener Carlo Sonego als Europarekordhalter ab. Dieser hatte drei Wochen zuvor 59,70 m erreicht.

Dodt erstmals in der Halle

Der M50-Läufer Dennis Dodt vom VfL Stade hatte gleich mehrere Gründe, in Torun an den Start zugehen. Die 3000 m werden nur in der Halle ausgetragen. „Und auch diese gigantische Halle hat mich gereizt“, sagt Dodt, der zuvor noch nie in einer Halle gelaufen war. Die EM-Organisation sei schlicht perfekt gewesen.

Außerdem sah Dodt die Chance, unter der großen Konkurrenz - „die Teilnehmerfelder werden größer und die Zeiten immer besser“, so Dodt - in die Top Ten zu laufen. Dieses Ziel schaffte er als Neuntplatzierter des Finallaufs. Die Bedingungen in der Halle waren für ihn sehr gewöhnungsbedürftig. „Die Luft ist extrem trocken.“

Aufgrund der Belastungssteuerung verzichtete Dodt auf die 800m - 2023 wurde er Deutscher Meister über 800 und 1500 m - und startete abschließend über die 1500 m. Seinen Vorlauf beendete Dodt bei der EM als Siebter und musste hoffen, dass seine Zeit reicht. Am Ende verpasste er als Gesamt-14. das Finale. „Mir fehlten fast drei Sekunden“, sagt Dodt anerkennend. Mit seiner Zeit von 4:32.95 min sei er dennoch „total zufrieden“ - das hätte bei der DM noch für Bronze gereicht.

Dodts Wunsch: einmal in der Saison verletzungsfrei bleiben. Die Ziele: die DM im Juli in Mönchengladbach und die WM in Südkorea im August.

Dennis Dodt debütierte bei der EM in Polen: Er war zuvor noch nie in einer Halle angetreten.

Dennis Dodt debütierte bei der EM in Polen: Er war zuvor noch nie in einer Halle angetreten. Foto: privat

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