TD/A verliert gegen Spitzenreiter SV Meppen – Feuer im Gästeblock
Kapitän Nico von der Reith verpasst per Kopf das 2:0 kurz vor der Pause. Foto: Struwe
Bis zur 70. Minute hat D/A Spitzenreiter SV Meppen am Rand einer Niederlage. Dann geht das Licht an in der Arena. Und D/A verliert die Orientierung. Ein Zwischenfall sorgt für Aufsehen.
Drochtersen. Es brennt im Gästeblock. Offenbar zündeln Meppener Fans im Toilettencontainer. Die Drochterser Feuerwehr muss eingreifen. In voller Montur kämpfen sich die Einsatzkräfte durch die Zuschauer und haben den Brand schnell im Griff. Das Spiel läuft zu diesem Zeitpunkt schon ein paar Minuten.
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Lange saß die SV Drochtersen/Assel dem SV Meppen im Kampf um Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga im Nacken. Aber ab Ende März ließ D/A abreißen. D/A-Kapitän Nico von der Reith hat für sein Meppener Pendant Thorben Deters sogar Blumen dabei. Heute geht es im Spiel gegen den Spitzenreiter und vorzeitigen Meister eigentlich nur noch ums Prestige. Oder?
D/A will Selbstvertrauen fürs Pokalfinale
D/A kann mit einem Sieg den zweiten Tabellenplatz klarmachen. Schon jetzt hat die Mannschaft so viele Punkte geholt und so viele Tore geschossen, wie noch nie zuvor in der Regionalliga. Gute Stimmung im Team und Selbstvertrauen vor dem Pokalfinale gegen den SSV Jeddeloh am 24. Mai in Barsinghausen sind auch nicht zu unterschätzen.
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Mit der Stimmung ist das so eine Sache. Meppen will gar nicht erst Euphorie bei D/A aufkommen lassen und kontrolliert die Partie. In der achten Minute köpft Daniel Haritonov knochenfrei den Ball rechts am Tor vorbei.
Im letzten Heimspiel der Saison schickt D/A-Trainer Oliver Ioannou folgende Startelf auf den Platz: Im Tor beginnt Patrick Siefkes. Liam Giwah, Tjorve Mohr, Nico von der Reith bilden die Innenverteidigung. Auf den Außenbahnen beginnen Robin Kölle und Jannes Elfers.
Jannes Wulff zeigt starke erste Halbzeit
Der Coach muss im Mittelfeld umstellen, weil Jorik Wulff gelbgesperrt fehlt und Dennis Rosin verletzt ist. Matti Steinmann ist wieder fit. Auch Jannes Wulff startet. Im Angriff spielen Philipp Aue, Alla Aid Hamid und Haris Hyseni.

Liam Giwah ackert in der Drochterser Innenverteidigung. Foto: Struwe
Vor allem Jannes Wulff gibt sich gegen Meppen als Aktivposten. Der 26-Jährige erobert sich Bälle im Mittelfeld. In der 23. Minute setzt er Haris Hyseni in Szene. Dessen Schuss wird geblockt. Mit der Hand? D/A protestiert verhalten. Schiedsrichter Furkan Cevdet Vardar lässt weiterlaufen, ist aber spätestens jetzt der Buhmann.

Philipp Aue steht gegen Meppen wieder in der Startelf. Der Stürmer hat in dieser Saison bereits fünf Tore erzielt. Foto: Struwe
Vardar verfolgt keine Linie. Beide Mannschaften, aber vor allem D/A, arbeiten sich an ihm ab. Seine Pfiffe geben allen Rätsel auf. D/A-Co-Trainer Lars Jagemann reklamiert so vehement, dass Vardar ihn auf die Tribüne schickt. Jagemann winkt verärgert ab.
Von der Reith verpasst das zweite Tor
Sportlich setzt D/A im Laufe der ersten Hälfte jetzt immer mehr Akzente. In der 38. Minute erobert erneut Jannes Wulff im Mittelfeld den Ball und leitet seinen eigenen Treffer zum 1:0 ein. Pass auf Alla Aid Hamid. Querpass auf den nachrückenden Wulff. Traumtor aus 18 Metern.

Jannes Wulff feiert das 1:0. Er hat seinen Treffer selbst mit vorbereitet. Foto: Struwe
D/A kann zur Pause gegen den Spitzenreiter sogar höher führen. Nico von der Reith setzt einen Kopfball knapp am Tor vorbei. Die Spieler ernten Applaus von der Tribüne. Schiri Vardar heftige Pfiffe und böse Blicke.
Nach dem Seitenwechsel steht sofort D/A-Keeper Patrick Siefkes im Mittelpunkt. Beim Schuss von Jonathan Wensing in der 52. Minute lenkt er den Ball nach einer Flugeinlage über die Latte. Sekunden später pariert er den nächsten Abschluss aus Nahdistanz. Den ersten Schuss aufs Meppen-Tor gibt Nico von der Reith in der 66. Minute ab. Danach wird es Licht im Kehdinger Stadion.
Mit dem Licht kommt der Bruch ins Spiel
500 Lux fluten die Arena. Das neue Flutlicht feiert Premiere. „Bringt eure Sonnenbrillen mit“, hatte D/A-Präsident Rigo Gooßen vor der Partie gesagt. Die 1712 Zuschauer haben gute Sicht auf das Geschehen. Und erleben, wie Meppen das Spiel dreht.
Kehdinger Stadion
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Der eingewechselte Simon Engelmann crasht die Stimmung in der 70. Minute. Danach trifft Niclas Wessels den Pfosten des D/A-Tores. Meppen spielt wie ein Spitzenreiter. Julian Ulbricht lässt die 400 mitgereisten Fans sechs Minuten später jubeln. 1:2 aus D/A-Sicht. Geht da noch etwas für die Gastgeber? Nein. Meppen ist zu gut.
Auf der Haupttribüne kümmern sich Sanitäter um einen Zuschauer. Ein Notfall. Es herrscht Ruhe beim Abpfiff im Stadion.
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