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Blitz-Umfrage

TStade aktuell: Das fordern Mitglieder und Geschäftsleute für die City

Ariane Hauschildt (links) wünscht sich mehr Barrierefreiheit in der City. Kerstin Schneider hofft auf mehr Mutige, die sich in der Innenstadt selbstständig machen.

Ariane Hauschildt (links) wünscht sich mehr Barrierefreiheit in der City. Kerstin Schneider hofft auf mehr Mutige, die sich in der Innenstadt selbstständig machen. Foto: Stehr

Wer engagiert sich im Verein Stade aktuell? Wie bleibt die Innenstadt lebendig? Ein Ergebnis der TAGEBLATT-Blitz-Umfrage: Es braucht besseres Parkplatzmanagement.

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Von Lena Stehr
28.09.2026, 09:36 Uhr

Stade. „Wer eine lebendige Innenstadt will, sollte selbst aktiv werden“, sagt Manuel Bossemeyer. Der 41-Jährige ist seit drei Jahren Kassenwart im Verein Stade aktuell. Sein Arbeitgeber, die Sparkasse Stade-Altes Land, gehört ebenfalls zu dem Zusammenschluss von Händlern, Gewerbetreibenden, Gastronomen und Freiberuflern.

Kostenfreie Parkplätze bei größeren Veranstaltungen

Als Manuel Bossemeyer deshalb vor drei Jahren an einer Versammlung teilnahm und ein Kassenwart gesucht wurde, zögerte der Stader nicht lange. „Als Jugendlicher war ich viel in der Stadt unterwegs, habe mich mit Freunden getroffen“, sagt er.

Manuel Bossemeyer wünscht sich, dass sich seine Kinder später gern mit Freunden in der Innenstadt treffen. „So wie ich auch.“

Manuel Bossemeyer wünscht sich, dass sich seine Kinder später gern mit Freunden in der Innenstadt treffen. „So wie ich auch.“ Foto: Stehr

Sein Wunsch: Die Innenstadt soll immer noch ein toller Treffpunkt sein, wenn seine drei Kinder älter sind. Doch die Stadt müsse für alle gut erreichbar sein, sagt der Bereichsdirektor. Sein Vorschlag: kostenfreie Parkplätze bei größeren Veranstaltungen.

Auch Ariane Hauschildt findet die Erreichbarkeit der Innenstadt essenziell für florierende Geschäfte. Die 31-Jährige führt zusammen mit ihrer Schwester den Obsthof Stechmann in Guderhandviertel und verkauft mittwochs und samstags ihre Ware auf dem Stader Wochenmarkt. Mitglied bei Stade aktuell ist sie über den Wochenmarktverein.

Zu viele Hindernisse in der Innenstadt

„Der Wochenmarkt ist wichtig für die Stadt. Für viele Familien und Ältere ist es ein richtiges Erlebnis, dort einzukaufen“, sagt Ariane Hauschildt. Doch gerade für diese Gruppen gebe es zu viele Hindernisse in der City. Menschen mit Kinder- und Gehwagen oder Rollstuhlfahrer hätten oft Probleme mit dem Kopfsteinpflaster. Im Winter werde auch oft nicht gut geräumt. Lob gibt es für Christine Plath: Mit Stades Citymanagerin und Marktmeisterin laufe die Zusammenarbeit sehr gut.

Klaus Daniel Ney vom gleichnamigen Schuhgeschäft fordert ein besseres Parkplatzmanagement. „Die meisten Kunden kommen mit dem Auto in die Stadt“, sagt er.

Klaus Daniel Ney vom gleichnamigen Schuhgeschäft fordert ein besseres Parkplatzmanagement. „Die meisten Kunden kommen mit dem Auto in die Stadt“, sagt er. Foto: Stehr

Von einer guten Gemeinschaft spricht auch Klaus Daniel Ney vom gleichnamigen Schuhgeschäft in der Hökerstraße. Für ihn ist Stade aktuell ein Sprachrohr und eine wichtige Vertretung der Geschäftsleute gegenüber Politik und Verwaltung. Hier Mitglied zu sein und sich zu engagieren, sei selbstverständlich.

„Stade ist für mich ein Aushängeschild, weil es hier noch so viele inhabergeführte Geschäfte gibt“, sagt er. Kontaktpflege und guter Austausch seien wichtig, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und Menschen in die Stadt zu locken.

Mehr Anerkennung für Handel und Gastronomie

Von der Stadt fordert Klaus Daniel Ney unter anderem mehr Engagement bei der Besetzung von Leerständen und ein besseres Parkplatzmanagement. Viele Kunden seien aufs Auto angewiesen. „Ich wünsche mir insgesamt mehr Anerkennung für den Handel und die Gastronomie. Nicht nur die Industrie ist ein Wirtschaftsfaktor“, sagt der Geschäftsinhaber.

Goldschmiedemeister Klaus Jarck vom Juwelier Hahn betreibt den ältesten Handwerksbetrieb in der Innenstadt. Ihn ärgern die vielen rücksichtslosen E-Roller-Fahrer.

Goldschmiedemeister Klaus Jarck vom Juwelier Hahn betreibt den ältesten Handwerksbetrieb in der Innenstadt. Ihn ärgern die vielen rücksichtslosen E-Roller-Fahrer. Foto: Stehr

Um die Innenstadt noch attraktiver zu machen, wünscht sich Klaus Jarck mehr Aufenthaltsqualität, zum Beispiel durch Blumen. Der Goldschmiedemeister ist Inhaber des Juweliergeschäfts Hahn von 1860, dem ältesten Handwerksbetrieb in Stade.

Sich bei Stade aktuell zu engagieren und sich mit anderen Innenstadthändlern auszutauschen, ist auch für Klaus Jarck wichtig. „Das ist gelebte Gemeinschaft“, sagt er. Zwei Dinge gibt es, die ihn extrem nerven: die überbordende Bürokratie, die es vor allem kleinen Betrieben unnötig schwer mache. Und rücksichtslose E‑Roller-Fahrer in der Innenstadt, gegen die vonseiten der Stadt zu wenig getan werde.

„Sich zu engagieren, ist gut für die Stadt“, sagt Kerstin Schneider. Sie sitzt seit 2025 im Beirat von Stade aktuell und ist bei der Stade Marketing und Tourismus GmbH angestellt. Als positive Beispiele nennt sie die Geschäftsgründungen von Fischers Weinwerk und Caro Flowers in der Hökerstraße. „Die haben sich was getraut und es funktioniert. Schön wäre aber gewesen, wenn Caro Flowers anfangs nicht so viele Steine in den Weg gelegt bekommen hätte. Da sollte die Stadt offener werden“, sagt Kerstin Schneider.

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