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Lokalpolitik

Stade macht Weg für Surfpark und Holzkraftwerk frei

Der Rat der Hansestadt Stade hat Grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplanes für den geplanten Surfpark gegeben. (Symbolbild)

Der Rat der Hansestadt Stade hat Grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplanes für den geplanten Surfpark gegeben. (Symbolbild) Foto: Friso Gentsch/dpa

Jetzt ist es amtlich. Der Rat der Stadt Stade hat zwei wegweisende Entscheidungen getroffen.

Von dpa Dienstag, 01.07.2025, 13:50 Uhr

Stade. Der Rat der Hansestadt Stade hat grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplanes für den geplanten Surfpark gegeben. Damit kann der Investor ein Ende des Baustopps beantragen, den das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) wegen formaler Mängel verhängt hatte. Der BUND hatte geklagt.

„Mit dem geplanten Surfpark wird Stade noch mehr überregionale Strahlkraft für Touristen entwickeln und vor allem junge Menschen ansprechen“, sagte
Bürgermeister Sönke Hartlef (CDU). Außerdem werde die Hansestadt mit diesem Freizeitangebot auch als Wohn- beziehungsweise Arbeitsort noch attraktiver.

„Surfgarten“: Millionenschwere Investition in Stade

Der „Surfgarten“ ist auf fünf Hektar Fläche geplant, er verspricht bis zu 1000 Wellen pro Stunde. Die ungefähren Investitionskosten belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.

Im Oktober 2024 hatte das OVG den Bebauungsplan für unwirksam erklärt. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass in dem Bereich der Betrieb von Bordellen nicht ausgeschlossen war. Dabei handelte es sich um einen redaktionellen Fehler der Stadtverwaltung, der nun behoben wurde, wie die Stadt mitteilte. Zudem sei das Areal begrünt worden.

Jan Podbielski will spätestens im Frühjahr 2026 weiterbauen

Initiator Jan Podbielski wird nun einen Antrag beim Verwaltungsgericht Stade stellen, um die Baugenehmigung zu reaktivieren. „Spätestens im Frühjahr 2026 wollen wir weitermachen“, sagte Podbielski der dpa. Erste Erdbauarbeiten könnten weiter genutzt werden, erklärte der sportbegeisterte Planer. „Ich plane das aus Leidenschaft und für die Region“, betonte der gelernte Physiker, der seit Jahren in der Offshore-Wind-Branche tätig ist.

Der BUND hatte unter anderem den hohen Wasserbedarf bemängelt, der nicht allein durch Niederschlag gedeckt werden könne. Podbielski verweist dagegen auf ein geschlossenes Wassersystem, das der Schwimmbadtechnologie ähnlich sei, und auf die hohe Nutzung von Regenwasser.

Politik beschließt Holzkraftwerk in Bützfleth

Das Votum der Ratsmitglieder am Montagabend fiel eindeutig aus. Mehrheitlich stimmten sie für „das Erteilen des kommunalen Einvernehmens“. Heißt: Das Holzkraftwerk in Bützfleth ist beschlossen. Das teilte die Hansestadt Stade mit.

Die Stadt habe das Vorhaben geprüft und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich in das bestehende industrielle Umfeld einfügt und planungsrechtlich zulässig sei.

„Damit haben wir in Stade ein klares Zeichen gesetzt und signalisieren, dass wir uns für das Altholzkraftwerk starkmachen“, so Bürgermeister Sönke Hartlef.

In dem Kraftwerk soll Altholz, das nicht mehr anderweitig verwertet werden kann, zu Energie gemacht werden. Das Kraftwerk kann somit Dampf, Strom und biogenes CO2, das beim Verbrennen des Holzes entsteht und abgeschieden wird, für die Industrie in Bützfleth sowie Fernwärme für Teile von Stade produzieren. (dpa/pm/vdb)

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