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Fußball-Landesliga

TStade startet Rettungstour mit souveränen Pflichtsieg - D/A II auf Titelkurs

Der VfL Güldenstern Stade feiert einen Pflichtsieg und gibt sich im Abstiegskampf nicht auf.

Der VfL Güldenstern Stade feiert einen Pflichtsieg und gibt sich im Abstiegskampf nicht auf. Foto: Struwe

D/A II marschiert unbeirrt Richtung Oberliga. Verfolger A/O hat zudem Punkte eingebüßt. Und die Stader Hoffnungen, den Klassenerhalt noch zu schaffen, leben.

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Von Moritz Studer,
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Von Jan Bröhan
Sonntag, 29.03.2026, 18:40 Uhr

Landkreis. VfL Güldenstern Stade - TSV Etelsen 3:0.

Stades Trainer Matthias Quadt betonte schon vor diesem Spiel, dass er noch an den Klassenerhalt glaubt. Von den noch neun ausstehenden Spielen, müsse der VfL am besten fünf gewinnen, rechnet Quadt vor. „Nun kommen viele 50:50-Duelle, die wir für uns entscheiden müssen“, so Quadt. Das erste seiner Zeitrechnung hat Stade nun gewonnen. „Für uns zählen nur Ergebnisse“, so Quadt.

Michael Stern hätte die Stader schnell in Führung bringen können. Er bereitete dann aber das 1:0 durch Ali Demirelli vor. Stern und Jannik Peters hebelten anschließend noch per Doppelpass die TSV-Abwehr aus, den Flankenball von Stern köpfte Matthias Lippek hauchdünn vorbei. Vor der Pause hatten die Stader bei einem Querpass und einen Lattentreffer zwei Mal das nötige Glück.

In der zweiten Halbzeit veredelte dann Louis Ney einen Konter, erst ließ er seinen Gegenspieler fein aussteigen und vollendete dann überlegt ins lange Eck zum 2:0. Die Stader überließen dem TSV zwar mehr Ballbesitz, hatten im Großen und Ganzen aber die Spielkontrolle. Silas Lindenblatt ließ noch drei gute Chancen liegen. Louis Gehlken machte in der Nachspielzeit dann das 3:0.

Die Stader halten den Glauben also am Leben. Das nächste Spiel, Gegner ist auswärts Rotenburg, zählt Quadt übrigens nicht zu den 50:50-Spielen. Das wären also Zusatzpunkte in seiner Rechnung.

Tore: 1:0 (18.) Demirelli, 2:0 (57.) Ney, 3:0 (90.+3) Gehlken.

Nächstes Spiel: Rotenburg - Stade (Sa., 11. April, 15.30 Uhr).

FC Heidetal - SV Ahlerstedt/Ottendorf 2:2.

„Mit dem Blick auf die Tabelle haben wir uns natürlich mehr erhofft“, sagt A/O-Trainer Kevin Speer zur Punkteteilung. „Sie haben uns das Leben aber sehr schwergemacht.“

Sicherlich verfügte die Spielvereinigung über mehr Spielanteile, traf aber auf einen kämpfenden Underdog, der sich gegen den Abstieg wehrt. Heidetal ging nach einem ruhenden Ball durch Fabian Meyer in Führung (25.), dann antwortete A/O nach einem Höft-Eckball durch Merten Hiller mit dem Ausgleich (35.).

Als eine feine Kombination von Corvin Höft und Malcolm Brunkhorst in eine Führung mündete, schien der Bann für Ahlerstedt endlich gebrochen. Stattdessen glich der FCH mit einem Fernschuss von Hennek Wischmann schnell aus (55.). Coach Speer sah „nur auf die Chancen geschaut ein gerechtes Unentschieden.“

Tore: 1:0 (25.) Meyer, 1:1 (35.) Hiller, 1:2 (53.) Brunkhorst, 2:2 (55.) Wischmann.

Nächstes Spiel: Hagen - A/O (Do., 2. April, 20 Uhr)

TuS Harsefeld - SV Drochtersen/Assel II 0:2.

Weil Harsefeld durch Verletzungen und Sperren viele Spieler ersetzen mussten, entschieden sich die Gastgeber aus einem kompakten Block zu verteidigen. Trainer Nico Matern war einer von vier Feldspielern auf der Bank. Der TuS stellte den Tabellenführer daher auf einem engen Kunstrasenplatz vor eine knifflige Geduldsprobe auf der Suche nach Räumen.

Während D/A im ersten Durchgang nach Freistößen von Dennis Grooten und Luca Daginnus die Latte traf, lenkte ihr Torhüter Fabian Klinkmann nach dem Seitenwechsel einen Kopfball von Sidney Wix an den Querbalken. Nachdem dem Favoriten trotz großem Ballbesitz die nötige Durchschlagskraft fehlte, boten sich den Gästen mit zunehmender Spielzeit doch die entscheidenden Räume.

Nach einem Einwurf flankte Julian Budde zielgenau ins Zentrum, wo sich Grooten im Duell mit seinem Gegenspieler den entscheidenden Platz verschaffte, um zur Führung einzunicken (81.). D/A-Keeper Klinkmann verhinderte gegen Harsefelds Jonathan Bondome Simba die mögliche Antwort, ehe Drochtersen den entscheidenden Konter fuhr.

Die Co-Produktion der beiden Joker Onurhan Kulaksiz und Tanju Gülüm, wobei Letzterer mit dem etwas schwächeren rechten Fuß vollstreckte, machte für den Ligaprimus den Deckel zum neunten Sieg in Serie drauf.

„Ich bin trotzdem mit dem Auftritt zufrieden, weil die Jungs es trotz der personellen Situation wirklich gut gemacht haben“, sagt TuS-Coach Matern. Auf der anderen Seite freute sich D/A-Teamchef Benjamin Zielke, dass seine Schützlinge für die „gestellte Aufgabe“ durch die tiefstehenden Harsefelder doch die „entstandenen Räume“ nutzten.

Drochtersen scheint in dieser Verfassung der Oberliga-Aufstieg kaum noch zu nehmen zu sein, Harsefeld hat sich für den nächsten Spieltag fest vorgenommen, im Teufelsmoor gegen Bornreihe endlich ein Top-Team zu bezwingen.

Tore: 0:1 (81.) Grooten, 0:2 (90.+2) Gülüm.

Nächste Spiele: D/A II - FC Heidetal (Sbd., 11. April, 17 Uhr), Bornreihe - TuS (So., 12. April, 15 Uhr).

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