TStader Bürgermeister: Kai Koeser (SPD) gewinnt die Wahl deutlich
Wahlleiter Carsten Brokelmann (rechts) gratuliert Kai Koeser. Foto: Strüning
Kai Koeser (SPD) ist der neue Bürgermeister der Stadt Stade. Er gewann am Sonntag die Stichwahl gegen Arne Kramer (CDU) überraschend deutlich.
Stade. Es war am Sonntagabend ein Start-Ziel-Sieg: Als die ersten Ergebnisse aus den 33 Wahllokalen eintrudelten, hatte Kai Koeser permanent die Nase vorn gegenüber Arne Kramer. Am Ende stimmten 55,9 Prozent für den SPD-Mann und 44,1 Prozent für den CDU-Kandidaten. In Stimmzahlen ausgedrückt: 7697 votierten für Koeser, 6067 für Kramer.
Kai Koeser hat es geschafft. Er gewann die Stichwahl in Stade. Foto: Strüning
Kai Koeser wird damit Nachfolger von Sönke Hartlef (CDU), dessen Amtszeit ausläuft. Der neue hauptamtliche Bürgermeister wird am 2. November während der konstituierenden Sitzung des neuen Rates vereidigt und nimmt dann seine Geschäfte auf.
Entscheidung für den volksnäheren Kandidaten
Wieder hat sich das Wahlvolk für den volksnäheren Kandidaten entschieden, eben Koeser, und nicht für den Verwaltungsexperten Kramer. Das war schon so, als Sönke Hartlef Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) vor sieben Jahren im Amt ablöste. Die Entscheidung fiel 2019 auch in der Stichwahl.

Einen Kuss zum Trost von Ehefrau Ann-Christin: Arne Kramer nach Verkündung des Wahlergebnisses. Foto: Strüning
Freude auf der einen Seite, Ernüchterung auf der anderen. Zwar verpasste Kai Koeser die offizielle Verkündung des Ergebnisses von Wahlleiter Carsten Brokelmann, aber als er ins Rathaus einzog, brandete Beifall auf. Glückwünsche, Schulterklopfen und ein strahlendes, breites Lächeln beim Wahlsieger, der schnell zu einer ersten Stellungnahme bereit stand.
Koeser will Stade fit für die Zukunft machen
„Ich freue mich über das klare Ergebnis“, sagte er. „Ich nehme das als Auftrag an, dass wir hier in der Stadt ein gemeinsames Projekt vor der Brust haben.“ Stade will er „fit machen für die Zukunft und dabei das Versprechen der Kleinstadt bewahren“. Das war einer seiner zentralen Wahlslogans. Arne Kramer kämpfte derweil mit den Tränen.
Tosender Applaus für Arne Kramer
In der Seminarturnhalle wurde er mit tosendem Applaus empfangen. Er bedankte sich als erstes bei seiner Frau Ann-Christin. „Große Reden sind noch nie meine Stärke gewesen, vor allem nicht nach solchen Momenten. Schade, dass es nicht geklappt hat“, sagte er. Kurz darauf legte er die Krawatte und sein Jacket ab und wünschte dem neuen Stader Bürgermeister alles Gute.
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