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Spendenaktion

TStader Hilfstransport ist im ukrainischen Grenzgebiet angekommen

Ex-Frontsoldat Sascha Kaflowsky feiert auf der Fahrt von Stade in die Ukraine Geburtstag (vierter von rechts).

Ex-Frontsoldat Sascha Kaflowsky feiert auf der Fahrt von Stade in die Ukraine Geburtstag (vierter von rechts). Foto: Vasel

TAGEBLATT-Redakteur Björn Vasel begleitet den siebten Transport mit Spenden aus dem Landkreis Stade. Er hat am Donnerstagabend den Zielort erreicht.

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Von Björn Vasel
Donnerstag, 14.05.2026, 20:18 Uhr

Stade. Seit 18.30 Uhr ist der Ukraine-Konvoi unterwegs, um 3.09 Uhr überquerten die 19 Fahrzeuge in der Nacht zu Donnerstag die polnische Grenze. Als erstes fielen die günstigen Spritpreise an den Autobahntankstellen ins Auge: 1,59 Euro/Liter für Benzin, 1,76 Euro für Diesel.

Spargel-Muffins sind das Verpflegungs-Highlight

Für die Versorgung ist gesorgt: Die Schwinge Werkstätten des DRK-Kreisverbandes sorgten unter anderem für das Catering. Ein Renner: die selbst gebackenen Spargel-Muffins von Nadja Boesler von der Ortsfeuerwehr Fredenbeck.

Günstige Spritpreise in Polen.

Günstige Spritpreise in Polen. Foto: Vasel

Auf der Fahrt geht es gut voran, nur einmal fehlen plötzlich sieben Fahrzeuge - magisch angezogen vom Blaulicht der polnischen Polizei.

Die Schwertransporte auf der Autobahn kurz vor Krakau zeigen: der Krieg ist nicht weit, gepanzerte Militär-Fahrzeuge sind auf dem Weg in die Ukraine.

Gepanzertes Militär-Fahrzeug in Polen.

Gepanzertes Militär-Fahrzeug in Polen. Foto: Vasel

Drohnenbeschuss: Sorge um Grischa Kaflowskys Frau

Auf seinem Handy entdeckt Grischa Kaflowsky gegen 8 Uhr bei einem Tankstopp schreckliche Nachrichten aus Kiew - 700 Drohnen sind von den Russen nachts auf seine Heimatstadt und große Teile der Ukraine abgefeuert worden. Auch Gebäude in der Nähe seines Wohnhauses wurden beschädigt.

Von einer toten Frau und einem schwer verletzten Kind ist die Rede. Bange Minuten. Dann die erlösende Nachricht: seine Frau war im Garten, sie ist unverletzt.

Ukrainische Lkw-Fahrer grüßen den Konvoi aus dem Landkreis Stade.

Ukrainische Lkw-Fahrer grüßen den Konvoi aus dem Landkreis Stade. Foto: Vasel

Während der Konvoi noch zwischen Gleiwitz und Krakau unterwegs ist, macht ein Dankes-Video die Runde: Die mit Hilfsgütern beladenen ukrainischen Lkw, die vorweg gefahren waren, haben Lemberg erreicht.

Immer wieder grüßen ukrainische Lkw-Fahrer, andere zeigen das Victory-Zeichen. Gegen Abend kommen die Helfer aus dem Landkreis Stade im ukrainischen Grenzgebiet an. In der polnischen Stadt Radymno rund 20 Kilomenter von der Grenze entfernt werden sie übernachten bevor am Freitag die Spenden übergeben werden.

TAGEBLATT-Reporter Björn Vasel (rechts) fährt mit auf dem Konvoi.

TAGEBLATT-Reporter Björn Vasel (rechts) fährt mit auf dem Konvoi. Foto: Vasel

Weitere Spenden für die Ukraine sind willkommen

Die Hilfsaktion soll fortgesetzt werden. Spenden können unter dem Stichwort „Ukraine-Hilfe Landkreis Stade“ auf folgende Konten eingezahlt werden:

  • DRK-Kreisverband Stade Flüchtlingshilfe gGmbH, IBAN: DE 91 2419 1015 1009 3346 00
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Regionalverband Bremen-Verden, IBAN: DE 16 3702 0500 0004 3107 18.

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