TStinkende Teiche am Schloss Agathenburg: Was jetzt passiert
Für die Insel hat die Kulturstiftung des Agathenburger Schlosses bereits Event-Ideen. Foto: Buchmann
Jahrelang sorgten die Teiche am Schloss Agathenburg für reichlich Gestank. Jetzt soll das Leben in den Schlosspark zurückkehren - doch es läuft nicht alles reibungslos.
Agathenburg. Die Arbeiten an den Teichen beim Schloss Agathenburg gehen dieses Jahr weiter. Die Uferböschungen des großen und des kleinen Schlossteiches sollen neu bepflanzt werden, sagt Ruth Meyer, geschäftsführender Vorstand der Kulturstiftung Schloss Agathenburg.
Angedacht sind wasserfilternde und klimaresistente Pflanzen, die hier bereits ortsspezifisch wachsen, erklärt Meyer. Außerdem wolle man Blühakzente im Schlosspark setzen. Mit der Bepflanzung soll es „zeitnah“ losgehen, sagt Meyer.
Schlamm lässt Teiche zum Himmel stinken
Die beiden 1655 von Graf Hans Christoph von Königsmarck angelegten Teiche in der historischen Parkanlage bereiteten den Schlossbetreibern in den vergangenen Jahren reichlich Sorgen. Fäulnisschlamm häufte sich in den Teichen an, das biologische Gleichgewicht war gestört. In heißen Sommern begannen die Teiche deshalb stark zu stinken.

Rückblick: Bagger befreien einen Teich von Fäulnisschlamm. Foto: Vasel
Um das Problem zu lösen, ließ die Kulturstiftung in den vergangenen zwei Jahren etwa 4000 Tonnen Schlamm aus den Teichen herausbaggern. Kostenpunkt: Über 260.000 Euro. Der Landkreis Stade unterstützte die Maßnahme finanziell, ebenso die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung mit 20.000 Euro im Jahr 2024 und nochmals 10.000 Euro in 2025.
Schlossinsel ist minimal gewachsen
„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch die Bingo-Umweltstiftung“, sagt Meyer. Insbesondere die Zusammenarbeit mit den Stiftungsgremien lobte sie. Denn um die beantragten Arbeiten an den Teichen fortzuführen, mussten zunächst Wasserproben entnommen werden.
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Das Problem: Die Teiche waren zugefroren, die Kulturstiftung musste auf Tauwetter warten. Die Umweltstiftung räumte für den Antrag kulanterweise mehr Zeit ein, sagt Meyer. Der Zustand der Teiche sei aktuell stabil, man müsse die Wasserqualität jedoch im Auge behalten.

Die große Weide auf der Insel musste gefällt werden. Ein Nachfolger ist jedoch schon gepflanzt. Foto: Buchmann
Mit der Fördersumme von 10.000 Euro ließ die Kulturstiftung neben der Bepflanzung der Uferböschung auch die Schlossinsel sichern. Die Uferkante der Insel brach immer weiter ab. Deshalb ließ die Kulturstiftung die Insel mit Erde auffüllen und mit Holzpfählen umranden. Ein positiver Nebeneffekt: „Die Insel ist nicht nur sicherer, sondern auch minimal größerer geworden“, sagt Meyer. Das Eiland soll zukünftig mehr Möglichkeiten für kulturelle Angebote bieten. Auch für freie Trauungen sei die Insel ein „fantastischer Platz“.
Große Weide auf Insel gefällt
Ganz ohne Verluste verlief die Inselsicherung nicht. Eine große Weide auf der Insel musste gefällt werden, sagt Meyer. Der Baum habe sich extrem geneigt, ein Entlastungsschnitt im Herbst 2025 habe nicht geholfen. „Die Verkehrssicherheit war nicht mehr gewährleistet“, sagt Meyer. Die Baumfällung sei vorher mit dem Landkreis Stade abgesprochen worden.
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„Wir haben natürlich vorgabengerecht nachgepflanzt“, sagt Meyer. Und tatsächlich: Auf der Insel steht inzwischen eine frisch gepflanzte Weide.
Für ein besonderes Konzert rückt die Schlossinsel bereits im Sommer in den Fokus. Am 12. Juli können Zuschauer beim Überbrücken-Konzert vom Teichufer aus einem Bläserquintett auf der Insel lauschen. Weitere Informationen zu kommenden Veranstaltungen im und um das Schloss Agathenburg sind online zu finden unter www.schlossagathenburg.de.
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