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Verkehr

Elbtunnel-Stau in beide Richtungen wegen Warnstreiks

Ein Warnstreik führt erneut zu Verzögerungen am Elbtunnel. (Archivbild)

Ein Warnstreik führt erneut zu Verzögerungen am Elbtunnel. (Archivbild) Foto: Bodo Marks/dpa

Nach der Sperrung der A7 sorgt nun ein Warnstreik für weitere Engpässe am Elbtunnel. Pendler müssen mit Staus rechnen.

Von dpa Montag, 23.02.2026, 14:00 Uhr

Hamburg. Ein erneuter Warnstreik bei der Autobahn GmbH des Bundes hat am Morgen zu Verzögerungen im Elbtunnel und auf weiteren Abschnitten der A7 geführt. Der Warnstreik wirkte sich auf den Verkehr aus, weil die Autobahn GmbH je Richtung eine Spur sperrte. Es handelte sich um den zweiten Warnstreik innerhalb von vier Tagen.

Die Verkehrsleitzentrale meldete am Morgen zur Hauptverkehrszeit stockenden Verkehr auf bis zu acht Kilometern Richtung Norden. Am Vormittag stockte der Verkehr dann auf fünf bis sechs Kilometern, was laut einer Sprecherin der Zentrale einem gewöhnlichen Niveau entsprach. Richtung Süden floss der Verkehr demnach besser als in die andere Richtung.

Außer dem Elbtunnel waren auch die Lärmschutztunnel Schnelsen und Stellingen, die nördlich des Elbtunnels liegen, von den Einschränkungen betroffen. Die A7 ist eine Nord-Süd-Verbindung, die durch den Westen Hamburgs verläuft.

Statt sieben bis zu knapp 40 Minuten Fahrtdauer

Eine Schnellauswertung des Verkehrsdatenspezialisten TomTom für die Deutsche Presse-Agentur zeigte, dass die Autos vor dem Elbtunnel in beiden Richtungen deutlich langsamer als üblich unterwegs waren.

So benötigten Autofahrer den Daten zufolge in Richtung Norden statt sieben Minuten bei freier Fahrt um 8 Uhr morgens knapp 40 Minuten für die vier Kilometer Strecke vor dem Elbtunnel und den Tunnel selbst. In Richtung Süden dauerte die sechs Kilometer lange Wegstrecke plus Tunnel statt acht bis zu 35 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit sackte dabei auf 17 beziehungsweise 18 Kilometer pro Stunde ab.

Tarifverhandlungen bei der Autobahn GmbH

Zu den bundesweiten Warnstreiks aufgerufen hatte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, kurz Verdi. Die Gewerkschaft und der Beamtenbund verhandeln mit der Autobahn GmbH über die Bezahlung der Beschäftigten. Sie fordern, dass die Beschäftigten mindestens 300 Euro mehr im Monat als bislang bekommen.

Autofahrer mussten schon in den vergangenen Tagen Geduld aufbringen: Nach dem Warnstreik am Freitag hatte die Autobahn GmbH die A7 auf einem Hamburger Abschnitt über das Wochenende gesperrt. Bauarbeiten waren der Grund. Diese konnten Sonntagnacht vorzeitig abgeschlossen werden, wie die Autobahn GmbH mitteilte.

Entspannung am Dienstag erwartet

Die Autobahn GmbH erwartet, dass sich die Lage auf der A7 am Dienstag entspannen wird, wie ein Sprecher der Gesellschaft sagte. Der Warnstreik soll schließlich am Dienstag um 6 Uhr enden. Autofahrer könnten dann wieder wie gewohnt drei statt zwei Spuren je Richtung im Elbtunnel nutzen.

Die bundesweiten Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Autobahn GmbH sollen am Mittwoch und Donnerstag fortgesetzt werden. Die Tarifparteien verhandeln in Berlin.

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