TTrotz Aues Geniestreich in Lübeck: D/A kassiert 1:1 in der 97. Minute
Philipp Aue ballt die Faust und feiert sein Freistoßtor zum 1:0 mit den Gratulanten Jannes Elfers (links), Liam Giwah und Jorik Wulff. Doch sein Treffer ist nicht der Siegtreffer. Foto: Photo: Vivian Pfaff/Lobeca.de
Beim VfB Lübeck riecht es eine Stunde lang nach der ersten Nullnummer für D/A. Philipp Aues Tor bricht den Bann - doch Lübeck schockt D/A mit der Pointe.
Lübeck. Während Spitzenreiter SV Meppen am Samstag im Heimspiel gegen den Bremer SV den ersten von drei Matchbällen zur 3. Liga hat, geht es für die SV Drochtersen/Assel nur noch darum, Platz zwei zu behaupten.
Wie schon beim 3:1-Heimsieg gegen Altona 93 muss D/A-Trainer Oliver Ioannou im Stadion an der Lomühle am 32. Spieltag auf viele Leistungsträger verzichten.
Zwei Stammverteidiger kehren zurück
Auf der langen Verletztenliste von Ioannou steht nach Altona auch Matti Steinmann. Der Architekt muss umbauen, kann aber wieder auf ein Trio setzen: Liam Giwah spielt nach einer Platzwunde an der Augenbraue mit weißem Verband und mit Tjorve Mohr - zurück nach Gelbsperre - und Kapitän Nico von der Reith in der Innenverteidigung. Patrick Siefkes hütet wieder das D/A-Tor.
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Auf der linken Außenbahn spielt Jannes Elfers, der Matti Cebulla wieder auf die Bank verdängt, auf der rechten Philipp Aue. Maurits Nagel, Jorik Wulff und Jannes Wulff bilden das Mittelfeld. Vorne stürmen wie gegen Altona Haris Hyseni und Miguel Fernandes.
Wulffs Wiedersehen mit dem alten Arbeitgeber
Drochtersen ist seit drei Spielen ungeschlagen gegen Lübeck. Beim letzten Duell, dem Hinrundenspiel, überrollte D/A den VfB mit 7:2 und Allah Aid Hamid schnürte einen Dreierpack.
In der Vorsaison, beim letzten Aufeinandertreffen an der Lohmühle, ging auch die Ioannou-Elf als Sieger vom Platz. Ex-D/A-Kicker Willi Reincke erzielte den einzigen Treffer. Jorik Wulff stand bei diesem Spiel noch auf der anderen Seite.
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Ein Novum bahnt sich an für D/A
Die Anfangsphase ist geprägt von Passungenauigkeiten – und einem Schreckmoment: Tjorve Mohr (5.) blockt einen Ball im Fünfmeterraum zur Ecke und muss danach behandelt werden. Ioannou darf durchatmen und Mohr kann weitermachen.
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Die Strafräume sind rote Zone. Es dauert 17 Minuten, bis die Lohmühle die erste Torannäherung sieht. Dardan Karimanis Distanzschuss segelt deutlich am Ziel vorbei. D/A trägt sich auch in die Torschussstatistik ein, aber Tjorve Mohrs Kopfball (24.) ist zu harmlos für VfB-Keeper Finn Andreas Böhmker.

Das D/A-Mittelfeld um Maurits Nagel - hier gegen Lübecks Davyd Ramaki - konnte in den ersten 45 Minuten keine offensiven Akzente setzen, Torraumszenen blieben Mangelware. Foto: Photo: Vivian Pfaff/Lobeca.de
Mika Lehnfeld (32.) hat die gefährlichste Torchance, doch Siefkes kann den unplatzierten Schuss des Lübecks vom rechten Strafraumeck mit einer Sprungeinlage abwehren.
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Das 7:2 im Hinspiel, mehrere Kantersiege mit mindestens vier Toren Unterschied oder zweimal ein 4:3-Sieg: 3,9 Tore fallen im Schnitt in Spielen mit D/A-Beteiligung in dieser Saison. In Lübeck riecht es nach 0:0 und für D/A nach der ersten Nullnummer in dieser Saison.
Philipp Aue trifft ins Glück – Thiel macht es ihm nach
Bei solchen Partien sind Standards oft das Zünglein an der Waage. Schiedsrichter Florian Pötter (FC Voran Ohe) aus Reinbek pfeift nach einem Handspiel von Julian Albrecht (61.) einen aussichtsreichen Freistoß für D/A. Philipp Aue legt sich die Kugel zurecht und hat die Schusstechnik, um ihn für Böhmker unhaltbar ins linke Toreck zu platzieren. Aue feiert seinen Traumtreffer vor der D/A-Bank in der Jubeltraube.
D/A verteidigt diszipliniert, will den Arbeitssieg ziehen und lässt bei wenig eigenen auch wenige gegnerische Torchancen zu. Eine der wenigen, aber gefährlichen, eine Lübecker Direktabnahme, pariert Siefkes (71.) mit einer Fußabwehr.
Aue ist nach seinem Treffer der auffälligste Drochterser, doch auch seine Hereingaben finden keinen Adressaten im Strafraum. Lübeck wittert in der Nachspielzeit nochmal Resthoffnung - und bekommt einen Freistoß (97.). Der sitzt. Marvin Thiel schweißt den Ball unhaltbar für Siefkes von der Strafraumkante in den Giebel. Zwei Traumfreistöße sind die Highlights in einem ereignisarmen Duell.
D/A hätte erstmals die 70-Punkte-Marke knacken können, steht derweil noch bei 69 Punkten. Am 8. Mai, um 19.30 Uhr kommt der Spitzenreiter ins Kehdinger Stadion.
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Ioannou: Leistungsgerechtes Remis
„Wir hatten Startschwierigkeiten und haben gebraucht, um die Bindung zum Spiel zu finden“, sagt Oliver Ioannou. „Nach 20 Minuten waren wir besser im Spiel und im Pressing und konnten das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagern.“ Doch die Präzision, um sich noch klarere Torchancen zu erspielen, habe gefehlt.
Hälfte zwei gefiel Ioannou besser. Dann kam der Aue-Moment. „Das sehen wir immer wieder im Training von ihm, dass er die Qualität hat, den Ball so einzunetzen“, lobt Ioannou. Aber erneut habe D/A die Genauigkeit gefehlt, um mit dem zweiten Tor den Auswärtssieg klar zu machen. Das Endergebnis sei aber gerecht.
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