Zähl Pixel
Weltmeister

TUhlmanns (fast) unschlagbar: Buxtehuder Familie dominiert Kickbox-WM

Jens Uhlmann, Yani Uhlmann, Tjalf Uhlmann und Volker Schubert  auf Rhodos.

Jens Uhlmann, Yani Uhlmann, Tjalf Uhlmann und Volker Schubert auf Rhodos. Foto: Privat (nomo)

Die Kickboxer Jens und Tjalf Uhlmann stauben in Griechenland wieder WM-Titel ab. Vater und Sohn begrüßen zudem eine neue Weltmeisterin in der Familie.

author
Von Lars Wertgen
06.11.2024, 19:05 Uhr

Rhodos. 2100 Starts mit Athleten aus 25 Ländern: Die Weltmeisterschaft war die meistbesuchte Amateur-WM der „World Karate and Kickboxing Union“ - und für Familie Uhlmann vom Buxtehuder SV ein Event, das in Erinnerung bleibt: Vater Jens trat im 5-Sterne-Resort Rodos Palace Hotel bei den Executives (ab 45 Jahren) an.

Seine Disziplinen waren Leichtkontakt und Kick Light in der Gewichtsklasse unter 85 Kilogramm. Bei den Wettkämpfen verdienen sich die Sportler Punkte mit Treffern. Hierbei werden die Techniken explosiv und kraftvoll, aber nicht mit voller Kraft ausgeführt. Es geht nicht darum, den Gegner außer Gefecht zu setzen. Im Unterschied zum Leichtkontakt sind im Kick Light auch Angriffe zum Oberschenkel erlaubt.

Tjalf Uhlmann erstmals bei Erwachsenen

Im Leichtkontakt verteidigte Uhlmann seinen Titel aus dem Vorjahr souverän, im Kick-Light-Finale verlor er knapp. „Man ärgert sich etwas, dass man in den letzten 30 Sekunden nicht noch mehr investiert hat“, so der 49-Jährige. Die Freude über seinen achten WM-Titel überwiege aber.

Noch größer sei der Stolz über die Leistungen seiner Kinder. Sohn Tjalf gewann letztes Jahr in Kanada in beiden Kategorien als Junior. Mit nun 18 Jahren stellte er sich auf Rhodos erstmals den Erwachsenen. In der Gewichtsklasse der unter 70 Kilogramm schweren Athleten siegte Tjalf Uhlmann im Kick Light. Im Leichtkontakt gewann er Silber.

Für seine 14-jährige Schwester begann ihre erste WM denkbar schlecht. Im Kick Light der Juniors (13 bis 14 Jahre, bis 50 Kilogramm) flog Yani Uhlmann gegen eine starke Nordirin in der ersten Runde raus. „Vielleicht war sie zu aufgeregt“, so Vater Jens, der auch Trainer der beiden ist.

Im Leichtkontakt verflog die Nervosität nach Siegen gegen Gegnerinnen aus Malaysia, England und Wales. Im Finale traf sie wieder auf die nordirische Kontrahentin - dieses Mal mit dem besseren Ende für Uhlmann. „Das war wirklich mega. Sie hat ein Kämpferherz“, jubelt Jens Uhlmann über die dritte Weltmeisterin der Familie.

Yani Uhlmann bejubelt ihren ersten WM-Titel.

Yani Uhlmann bejubelt ihren ersten WM-Titel. Foto: Privat (nomo)

Ibrahim fällt aus

Der 56-jährige BSV-Kickboxer Volker Schubert schied bei den Seniors im Point Fighting und bei den Executives im Kick Light frühzeitig aus.

Teil der BSV-Delegation sollte auch Ahmed Ibrahim gewesen sein. Er hatte sich bei den Veteranen (35 bis 45 Jahre) qualifiziert, fiel für Rhodos aber krankheitsbedingt aus. „Es wäre seine erste WM gewesen, er war total geknickt“, so Uhlmann.

Für Ibrahim und die anderen könnte sich das Tor zur nächsten Weltmeisterschaft bereits in wenigen Tagen öffnen: Am 23. November finden in Lübeck die Nordic Open statt, ein Qualifikationsturnier für die WM 2025, die in Trier stattfindet.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Verschobener Halbmarathon dennoch auf Rekordkurs

Nach der hitzebedingten Absage im Juni wird Hamburgs größter Halbmarathon am Sonntag ausgetragen. Zwar haben sich weniger Leute angemeldet, dennoch läuft die Teilnehmerzahl auf eine Bestmarke hinaus.