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TVandalismus: Steine auf dem Bahngleis und Zerstörungswut in Burweg

Die Bank ist angekokelt. Vermutlich waren Einweggrills darauf abgestellt.

Die Bank ist angekokelt. Vermutlich waren Einweggrills darauf abgestellt. Foto: Wolff

Die Burweger sind sauer. Neue Bänke werden beschmiert oder Mülleimer zerstört. Die Zerstörungswelle erreichte jetzt einen neuen Höhepunkt. Die Polizei ist eingeschaltet.

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Von Grit Klempow
Freitag, 19.06.2026, 05:50 Uhr

Burweg. Burweg hat in den letzten Jahren viel fürs Ortsbild und für Erholungsplätze rund um die Dörfer Burweg, Bossel und Blumenthal gemacht. Schön ist es auch an der neuen Fahrradbrücke über die Horsterbeck. In den letzten Wochen bot sich ein anderes Bild.

Der Mülleimer aus der Verankerung gerissen, Hundekot-Beutel auf dem Boden, Schmierereien auf dem Brückengeländer. Die Fahrradbrücke verläuft parallel zu den benachbarten Bahngleisen zwischen Hechthausen und Himmelpforten.

Steine auf der Eisenbahnbrücke

Vor allem aber soll es am 10. und 11. Juni zu Vorfällen an den Bahngleisen gekommen sein. Die Polizei Stade bestätigt, dass ein Lokführer im Bereich der Bahnbrücke zwischen Burweg und Hechthausen auf den Gleisen abgelegte Steine gemeldet hat. Der Zug rollte darüber.

Laut Polizeisprecher Matthias Bekermann stellte die Polizei vor Ort noch Steinstaub fest. „Sämtliche Feststellungen“ seien an die zuständige Bundespolizei übersandt worden. Einen Tag später sollen ein Mülleimer und ein Schild in Höhe der Horsterbeck-Brücke auf den Gleisen gelegen haben. Auch hier ermittelt die Bundespolizei. Es wird geprüft, ob es sich um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr handelt.

Grillhitze verkokelt Sitzbänke

Schon vor Monaten haben Unbekannte das lauschige Plätzchen neben dem Bahndamm an der Horsterbeck genutzt, um dort Einweggrills anzuheizen. Weil Grills zum Teil auf die Holzbank gestellt wurden, war diese später angekokelt. Matthias Wolff, Bürgermeister von Burweg, ist nicht nur deshalb sauer. Weiterer Vandalismus: ein umgetretener Stromkasten, ein herausgerissener Mülleimer und immer neue Schriftzeichen auf Schaukasten und Bänken.

Die Gemeinde stellte Anzeige bei der Polizei. Der Platz an der Horsterbeck liegt zwischen Himmelpforten und Burweg. „Jetzt zieht sich der Vandalismus immer mehr bis ins Dorf hinein“, sagt Wolff. Er ist empört ob die Hakenkreuze, mit denen unter anderem die Bänke auf dem Dorfplatz bekritzelt wurden.

Hakenkreuz-Schmierereien angezeigt

Auch am Jugendhaus Himmelpforten sollen Anfang Juni Hakenkreuze auf einen Tisch gesprüht worden sein. Das bestätigt die Polizei auf Anfrage. Die Polizei habe dazu Strafanzeigen – unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie Sachbeschädigung – gefertigt. „Die Ermittlungen zu den Verursachern dauern an. Weitere vereinzelte Schmierereien im Bereich Burweg und Himmelpforten wurden polizeiseitig im Rahmen der Streifentätigkeit festgestellt“, berichtet der Polizeisprecher.

Von einer generellen oder signifikanten Zunahme des Vandalismus in Himmelpforten und Burweg könne aber nicht gesprochen werden. „Die Kriminalitätsentwicklung in diesem Bereich verhält sich erfahrungsgemäß in Wellenbewegungen und ist häufig eng an das Freizeitverhalten einzelner örtlicher Jugendgruppen gekoppelt.“

Polizei setzt auf Doppelstrategie

„Die Polizei nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gemeinde sehr ernst“, sagt Bekermann. „Wir setzen auf eine Doppelstrategie aus konsequentem Kontrolldruck und intensiver Präventionsarbeit.“

Erst am vergangenen Freitag habe die Polizei unter Beteiligung von Einsatzkräften der Stationen Himmelpforten und Drochtersen, des Einsatz- und Streifendienstes Stade sowie der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Stade eine gezielte Sonderkontrolle in den Abend- und Nachtstunden durchgeführt.

Im Fokus standen die zuvor auffällig gewordenen Orte in Himmelpforten und Burweg, einschließlich des Gleisbereichs. Zwar wurden bei der Kontrolle keine neuen Beschädigungen oder auffälligen Personengruppen festgestellt, „dennoch werden wir diese Schwerpunktorte auch in Zukunft verstärkt im Blick behalten und bestreifen“.

Die Bahngleise in Burweg.

Die Bahngleise in Burweg. Foto: Klempow

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