TVfL Fredenbeck verspielt gegen Tabellenführer einen Riesenvorsprung
Stark als Spielmacher: Michel Sumfleth. Foto: Potreck
Der VfL Fredenbeck ist nahe dran an der Überraschung. Gegen den Spitzenreiter der 3. Liga führt der VfL mit acht Toren. In den Schlussminuten wird es dramatisch.
Fredenbeck. In dramatischen Schlussminuten unterliegen aufopferungsvoll kämpfende Fredenbecker dem bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer der 3. Liga Nordwest, TuS Spenge, mit 30:31 (19:13) und verpassen so eine große Überraschung.
T Fredenbeck gehen die Spieler aus: Trainer Steinkamp improvisiert
Der von Verletzungen gebeutelte Rumpfkader des VfL Fredenbeck zeigte von der ersten Sekunde an, was Trainer Matthias Steinkamp im Vorfeld versprochen hatte. Motiviert bis in die Haarspitzen überrumpelte der VfL den Tabellenführer mit Tempo-Handball.
Fredenbecker Powerhandball in der ersten Hälfte
Michel Sumfleth, Spielregisseur für den verletzten Marten Franke, tanzte Spenges Abwehrbollwerk aus und erzielte die 1:0-Führung der Fredenbecker, die sie bis zur 56. Minute nicht mehr abgaben. Damit nicht genug: Michel Sumfleth, Laurenz Reiners, Pelle Fick und Timo Backofen erzielten mit Power-Handball weitere Treffer.
T Fredenbeck legt los: Hohe Erwartungen bei Fans und dem Trainer
In der 10. Minute führten die Fredenbecker gegen konsternierte Spenger mit 8:1. Die rund 800 Fredenbecker Fans jubelten, die Halle stand Kopf. Fredenbecks zentrale Abwehr profilierte sich als Bollwerk. Beweglich, zum Ball verschiebend und zupackend kauften sie dem Spenger Angriff den Schneid ab. Extraklasse.
Nur allmählich fand der Tabellenführer ins Spiel. Ab Mitte der ersten Halbzeit stand dessen Abwehr offensiver und brachte Fredenbecks Angriff nun häufiger ins Zeitspiel. Fredenbecks Spielweise kostete Kraft. Auch eine doppelte Unterzahl überstand der VfL Fredenbeck.
Nachlässig kurz vor der Pause
Beim 18:10 (28.) durch Michel Brasssait führten die Fredenbecker erstmals und einmalig mit acht Toren. Dann zwei Nachlässigkeiten in der Fredenbecker Abwehr kurz vor dem Halbzeitpfiff, die sich in der Schlussabrechnung rächen sollten. Der TuS Spenge verkürzte zum Halbzeitstand von 19:13 für den VfL Fredenbeck.
Hinter dem VfL lag die beste erste Halbzeit der jüngeren Vereinsgeschichte, wert in der Vereinschronik festgehalten zu werden. Eine aufopferungsvoll und klug kämpfende Abwehr mit einem Keeper, Teo Mestrovic, der hielt, was zu halten war und einiges mehr.
T VfL Fredenbeck geht mit klaren Zielen in die neue Saison
Ein von Michel Sumfleth orchestrierter Angriff, mit Laurenz Reiners und Timo Backofen auf den Außen, der mit Spielwitz, Tempo und Durchschlagskraft den Tabellenführer vorführte. „Die Mannschaft hat den Spielplan perfekt umgesetzt,“ so Trainer Matthias Steinkamp nach Spielschluss. Viele Fans wünschten sich zur Pause den Schlusspfiff. Doch die zweite Halbzeit musste noch gespielt werden.
So reagiert der Trainer auf den Kräfteverschleiß
Der VfL begann mit der Anfangsaufstellung. Der Kräfteverschleiß der ersten Halbzeit wurde nun schnell sichtbar. Dem Fredenbecker Angriff fehlten der Biss und das Tempo der ersten Hälfte. Früh stellte Steinkamp darum auf den siebten Feldspieler um, erzwang so eine defensivere Spenger Deckung und mehr Luft für seine Angreifer. Doch ab der 40. Minute verkürzte der Tabellenführer Tor um Tor. In der 45. Minute waren die Spenger auf 25:22 herangekommen.
Steinkamp wechselte nun häufiger durch, blieb aber beim 7. Feldspieler. Der VfL kämpfte aufopferungsvoll mit letzten Kraftreserven um die Punkte. In der 55. Minute hatten die Spenger beim 29:28 den Anschluss hergestellt. Steinkamp nahm seine letzte Auszeit.
Als Jonas Gerkens im Anschluss Fredenbecks Führung auf 30:28 (57.) ausbaute, atmeten die Zuschauer in der Halle auf. Doch die Erleichterung kam zu früh. Die Spenger verkürzten im Gegenzug auf 30:29. Dann leistete sich Fredenbeck im Gegenangriff ein Fehlanspiel an den Kreis.
Ex-Fredenbecker lässt VfL verzweifeln
Spenge hat den Ball und trifft in den leeren Fredenbecker Kasten zum Ausgleich 30:30 (58.). Beim 31:30, 63 Sekunden vor Abpfiff, geht der TuS Spenge das erste und einzige Mal in der Partie in Führung. Die Zuschauer stehen, klatschen rhythmisch, feuern die Fredenbecker bis zur letzten Sekunde an.
Doch drei Paraden des Ex-Fredenbeckers Mika Brokmeier im Spenger Tor in der Schlussminute verhindern den mehr als verdienten Ausgleich.
Die Statistik des Spiels
Tore: Sumfleth 4, Gerkens 1, Backofen 7, Fick 5, D. Müller 1, Polak 1, Reiners 8, Heinsohn 2.
Nächstes Spiel: MTV Großenheidorn - VfL Fredenbeck (Sonntag, 11. Oktober, 16 Uhr).
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