TVier Nordlichter bewerben sich für Europäischen Dorfentwicklungspreis
Die Juroren des Europäischen Dorfentwicklungspreises: Christian Kropfitsch, Nina Rebelein und Michael Malderle. Foto: Helfferich
Drei Stunden führten die Aktiven der Dorfentwicklung die Juroren durch Geversdorf und Balje. Ob es für einen Preis reicht, werden sie in den nächsten Tagen erfahren.
Balje. Kürzlich waren Mitglieder der Jury des Europäischen Dorfentwicklungspreises zu Gast in Nordkehdingen. Die Dorfregion „Vier Nordlichter im Land der Gezeiten“ - mit den Dörfern Balje, Hörne, Geversdorf und dem nördlichen Teil von Cadenberge - hatte sich um den Preis beworben.
Am Ende bekamen die Nordlichter viel Lob zu hören. Besonders gut kam die Besichtigung des Baljer Leuchtturms an. Er ist zwar nicht Teil der Dorfentwicklung, aber sinnbildlich das Leuchtturmprojekt. Die Münchner Jurorin Nina Rebelein war voll des Lobes: Es sei sehr wertvoll, vor Ort sein zu können, und die Menschen kennenzulernen, und schloss mit „wir haben uns sehr wohlgefühlt“.
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Ihr Mit-Juror Christian Kropfitsch aus Kärnten betonte: „Das wichtigste sind die Menschen vor Ort. Sie sind verantwortlich dafür, das Dorf weiterzubringen; die Gesamtentwicklung aufzunehmen und weiterzugeben.“ Das Lernen voneinander - „da haben Sie schon sehr viel umgesetzt“.
Die Eintrittskarte für ein europäisches Netzwerk
Der Europäische Dorfentwicklungspreis sei die Eintrittskarte in ein vorhandenes Netzwerk, so Kropfitsch. „Sie haben die Wahrheit früh erkannt, dass Ihnen niemand hilft“, dass die Baljer selbst das Zepter in die Hand nehmen müssten.
Die Kooperation der vier Ortschaften sei der Schlüssel zum Erfolg. Über diese Kooperation werde ganzheitliches Denken vermittelt, damit der ländliche Raum Zukunft hat. „Das haben Sie erkannt, und das ist sehr wertvoll.“
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Für die Teilnehmer sei die Auseinandersetzung mit dem Dorfentwicklungspreis ein Schub für die weitere Arbeit. Und die drei Juroren finden: „Sie sind zu recht als Teilnehmer genannt worden.“
Der Wettbewerb soll motivieren, diesen Weg weiterzugehen. Dazu gehöre auch, sich von der Will-haben-Mentalität zu verabschieden, und in die Muss-tun-Gesellschaft einzusteigen.
Am 18. und 19. Juni ist die abschließende Jurysitzung, an der alle Juroren teilnehmen. Die Preisverleihung wird in Tschechien sein. Die vier Nordlichter werden vom 10. bis 12. September dabei sein. (sh)
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