Lange Schlangen in Wischhafen: Drei Stunden Wartezeit vor der Fähre
In Wischhafen bilden sich aktuell lange Schlangen auf den Zufahrtsstraßen zur Elbfähre. Foto: Helfferich
Langes Wochenende, bestes Wetter, das lockt an die Küste - und sorgt für lange Wartezeiten vor der Elbfähre in Wischhafen. Verantwortlich dafür dürfte auch eine gesperrte Autobahn sein.
Wischhafen. Das war zu erwarten: Am langen Pfingst-Wochenende, für das bestes Wetter vorhergesagt ist, wollen viele Menschen in Richtung Küste. Die Folge sind lange Auotschlangen vor der Elbfähre in Wischhafen, von wo aus man nach Glückstadt in Schleswig-Holstein übersetzen kann. Aktuell beträgt die Wartezeit drei Stunden.
Verschärft wird die Lage durch die Situation auf den Autobahnen. Die A23 wird über Pfingsten in Richtung Norden für vier Tage voll gesperrt. Sie ist die zentrale Verbindung von der A7 in Richtung Büsum und St. Peter-Ording. Auf der A7 geht es südlich und nördlich des Elbtunnels kaum voran.
Pkw, Wohnmobile, Lkw - sie alle wollen mit der Fähre nach Schleswig Holstein. Foto: Helfferich
Die Wartenden nahmen die Wartezeiten vor Ort gelassen hin, wie TAGEBLATT-Reporterin Susanne Helfferich berichtet. Ziel der Reise war nicht nur Schleswig-Holstein, sondern auch Dänemark.
Zweiter Parkplatz für die Abfertigung geöffnet
Die Reederei FRS-Elbfähre hatte zur Abfertigung des Verkehrs einen zweiten Parkplatz geöffnet, wo sich Pkw und Wohnmobile einreihten. Die Lkw blieben auf der Straße. Dank dieser Maßnahme lief das Prozedere weitgehend reibungslos.

Freie fahrt nur in eine Richtung. Foto: Helfferich
Der ADAC hatte schon vor dem langen Pfingstwochenende gewarnt und rechnet mit einer der höchsten Verkehrsbelastungen des Jahres. Aufgrund des Feiertags am Pfingstmontag, 25. Mai, starteten viele Autofahrer ihren Kurzurlaub bereits am Freitagnachmittag, 22. Mai.

Die Elbfähre ist derzeit stark nachgefragt. Foto: Klempow
Tim Kunstmann, Geschäftsführer der FRS-Elbfähre, erwartet auch am Montag ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zwischen 9 und 17 Uhr. „Wir empfehlen dringend, zu Tagesrandzeiten die Fähre anzufahren“; also morgens und abends. Hinzu komme, dass zur Hauptfahrzeit - gegen 14.30 Uhr - Niedrigwasser sei.
Verkehrsinfrastruktur
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Im Extremfall könnten die Fähren nicht voll beladen werden. Kunstmann empfiehlt, die Fahrzeiten auf der Website frs-elbfahre.de zu beobachten. Um die Situation etwas zu entspannen, „werden wir mit allen vier Schiffen fahren“.
ADAC: Der staureichste Tag des Jahres
Der Freitag vor Pfingsten gehörte laut ADAC im vergangenen Jahr bereits zu den staureichsten Tagen des gesamten Jahres. Die größte Staugefahr bestehe daher am Freitag, 22. Mai, zwischen 11 und 19 Uhr. An diesem Tag treffen die Urlauber sowohl auf den Lkw-Verkehr als auch auf die Berufspendler. Auch am Samstag sei zwischen 10 und 15 Uhr auf den Straßen mit dichtem Reiseverkehr zu rechnen.
Deutlich ruhiger werde es am Pfingstsonntag sein. Da am ersten Rückreisetag, 25. Mai, jeweils wenig bis keine Lastkraftwagen unterwegs sein werden, könnte die Stausituation ein wenig entspannter ausfallen. Am Dienstag dürfte es auf den Autobahnen zwischen 7 und 18 Uhr voll werden, da sich der Rückreiseverkehr mit dem Berufsverkehr mische.
Die Tage in der ADAC-Stau-Übersicht
- Freitag (22. Mai): Bereits ab Vormittag wird es voll - vor allem rund um die Ballungsgebiete und auf den Autobahnen. Zu den Pendlern gesellen sich die Urlaubsstarter. Die Stauspitze dürfte laut ADAC in der Zeit zwischen circa 11 und 19 Uhr liegen.
- Samstag: Auch heute ist den Verkehrsclubs zufolge mit viel Verkehr zu rechnen. Die Blechlawine rollt vor allem in Richtung der Alpen und weiter in den Süden. Auch die Küsten von Nord- und Ostsee werden angesteuert. Schon ab Vormittag ist mit Staus zu rechnen - am meisten dürfte zwischen 10 und 15 Uhr los sein.
- Pfingstsonntag: Gute Nachrichten bei all den Staus gefällig? Laut ADAC ist der Sonntag der beste Tag zum Durchkommen bei vergleichsweise wenig Reiseverkehr. Der ACE sieht es ähnlich, verweist aber darauf, dass im Tagesverlauf noch „reger Ausflugsverkehr“ einzuplanen ist.
- Pfingstmontag: Auch der Montag dürfte zunächst vor allem im Zeichen des Ausflugsverkehrs stehen. Doch ab Mittag füllen sich die Heimreiserouten, was die Staufgefahr bis in den Abend stetig ansteigen lässt. Der ADAC zählt die Phase von 13 bis 18 Uhr zu den Stau-Spitzenzeiten.
- Dienstag (26. Mai): Auch am Dienstag herrscht noch ordentlich Rückreisebetrieb. Wie eingangs erwähnt, registrierte der ADAC im vergangenen Jahr diesen Tag als „besonders staureich“ und sieht den Schwerpunkt vor allem im Zeitraum zwischen 7 und 18 Uhr.
Beide Verkehrsclubs erwarten in den Großräumen Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und München sowie auf den folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Magdeburg
- A3 Würzburg – Frankfurt – Köln – Oberhausen – Arnheim und Passau – Linz
- A4 Aachen – Köln – Olpe
- A5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt/Main – Karlsruhe – Basel
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel und Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg
- A9 Berlin – Halle/Leipzig und Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A11 Berlin – Kreuz Uckermark – Stettin
- A12 Berlin – Frankfurt/Oder
- A23 Hamburg – Heide
- A24 Hamburg – Schwerin
- A27 Bremen – Bremerhaven
- A40 Essen – Duisburg – Venlo
- A45 Dortmund – Hagen – Gießen
- A59 Düsseldorf – Köln – Bonn
- A61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
- A81 Heilbronn – Stuttgart – Singen
- A93 Kiefersfelden – Rosenheim
- A95 München – Garmisch-Partenkirchen
- A96 München – Lindau
- A99 Autobahnring München.
(sh mit dpa)
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