TVon Holzkraftwerk bis Elbblick: Wer darf mitspielen, wer nur zugucken?
Neuigkeiten gibt es auch vom Restaurant in Stadersand. Foto: Stehr
Eingeladen? Juhu! Nicht eingeladen? Autsch. Das ist bei Geburtstagspartys im Kindergarten so und in der Politik auch. Nur wird es mit der Zeit etwas komplizierter.
Stade. Journalisten bekommen ja generell viele Einladungen. Mag sein, dass das nicht nur an unserer Beliebtheit liegt. Aber wir freuen uns, denn: Wer eingeladen ist, darf mitspielen. Trotzdem nehmen wir nicht jede Einladung an, häufig aus Termingründen.
Wie zum Beispiel neulich bei der AWO. Dort waren die SPD-Abgeordneten Svenja Stadler und Corinna Lange als Gäste angekündigt. In Wahlkampfzeiten lässt das aufhorchen: Warum nur Vertreter dieser Partei? Es waren auch andere eingeladen, haben aber nicht zugesagt, hieß es auf Nachfrage.
Hansekraft: Nur ein Bürgermeisterkandidat war eingeladen
Die Einladung der Firma Hansekraft in den Industriepark in Bützfleth hat die TAGEBLATT-Reporterin wahrgenommen. Ob es in Ordnung sei, wenn Arne Kramer, der Stader Bürgermeisterkandidat der CDU, dabei ist? Natürlich. Seit wann bestimmen die Gäste über die Einladungsliste? Der Bürgermeisterkandidat der SPD, Kai Koeser, war übrigens nicht eingeladen. Autsch.
Einladung übersehen? Termin vergessen? Vergessen worden? Da rattert es. Vor allem, wenn der festliche Anlass in der Zeitung stand und schon vorbei ist. Als die Gemeinde Himmelpforten bei einer Gedenkstein-Einweihung auf dem Friedhof nicht vor Ort war, obwohl der Bürgermeister hätte dort sein sollen und wollen, ging die Suche nach der Einladung los.
Die zehnte Klasse hatte sie wie vereinbart formuliert und Richtung Rathaus geschickt - dort kam sie aber nicht bei den Vertretern der Gemeinde Himmelpforten an. Der Verbleib der Einladung bleibt ungeklärt.
Gummi-Schmidt? Wir haben umfassend berichtet...
Einladungen an die Presse auszusprechen, wird in Wahlkampfzeiten übrigens selten vergessen. Zumindest, wenn es um vermeintlich prestigeträchtige Termine geht. So kommt nächste Woche die Hamburger Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein von der SPD nach Stade. Sie lässt sich von Kai Koeser und anderen Genossinnen und Genossen das Gummi-Schmidt-Quartier vorstellen.
Das TAGEBLATT ist dazu auch eingeladen. Das freut uns. Doch über Gummi-Schmidt haben wir in letzter Zeit wirklich umfassend berichtet. Wir sagen ab.
Elbblick: Absage an zwei renommierte Stader Gastronomen
Eine Absage haben nach TAGEBLATT-Informationen übrigens auch zwei renommierte Gastronomen aus Stade bekommen, die gerne das Restaurant Elbblick am Anleger Stadersand weiterführen wollten.
Die Gebäudewirtschaft Stade (GWS) hat sich offenbar für einen Bewerber aus dem Nachbarkreis entschieden. Eine Ausschreibung ist zwar keine Einladung. Aber trotzdem: Autsch!
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