TWachablösung im D/A-Tor: Neuzugang Heim beerbt Patrick Siefkes
Jesper Heim trug zwei Jahre lang das Trikot von Weiche Flensburg. Foto: Bergmann
D/A hat einen neuen Torwart verpflichtet. Eine neue Nummer eins. So tickt der Neue. Und was sagt Vereinslegende Patrick Siefkes nach elf Jahren zwischen den Pfosten dazu?
Drochtersen. D/A-Sportdirektor Sören Behrmann beschreibt den Neuzugang auf der Torhüterposition so: „Super Reflexe. Super Ausstrahlung.“ Der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel hat den 26-jährigen Keeper Jesper Heim vom TSV Steinbach Haiger verpflichtet. Heim soll bei D/A die Nummer eins werden. Das hat Auswirkungen auf den aktuellen Kader. Und auf einen Fußballer, der in Kehdingen mittlerweile Legendenstatus erreicht hat.
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Torwart Patrick Siefkes (36) wird nach elf Jahren als absolute Nummer eins bei D/A ins zweite Glied rücken. Siefkes gehöre weiterhin zum Torwart-Team und werde künftig an der Seite von Christoffer Schellin als Torwarttrainer arbeiten, teilt der Verein am Montag mit.
Das sagt der Neue über Patrick Siefkes
Jesper Heim ist sich bewusst, dass er in große Fußstapfen tritt. „Ich weiß, was Paddy geleistet hat. Er ist kein x-beliebiger Torwart. Er ist Garant für den Erfolg von D/A“, sagt der Neuzugang. Entsprechend demütig gehe er an die neue Aufgabe heran. Er wisse das Vertrauen vom Verein zu schätzen. „Ich habe Respekt vor Patrick Siefkes, der mehr als eine Dekade lang so gut gespielt hat“, sagt Heim.

Patrick Siefkes kam im Jahr 2015 aus Nordhausen nach Drochtersen. Foto: Struwe (nomo)
Noch im Winter ging Siefkes davon aus, in der Saison 2026/2027 die Nummer eins zu sein. Die jüngsten Entwicklungen überraschten den Torwart. Gefreut hat er sich nicht über die Entscheidung. Die Kommunikation mit dem Verein verlief offenbar ein wenig unglücklich. „Alles war recht kurzfristig“, sagt Siefkes. Aber Siefkes sagt auch mit Blick auf sein Alter: „Das war abzusehen.“ Er fühle sich als Torwarttrainer jetzt „nicht schlecht“ und wolle von der Erfahrung von Christoffer Schellin profitieren.
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Jesper Heim kehrt mit seinem Wechsel nach Drochtersen auch in seine alte Heimat zurück. In seiner Jugend spielte der 1,93 Meter große Keeper für Altona 93 und im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC St. Pauli.
35 Mal stand Heim für die zweite Mannschaft der Hamburger in der Regionalliga Nord auf dem Platz. Später hütete er 67 Mal für den Regionalligisten Weiche Flensburg das Tor. An die Duelle mit D/A kann er sich erinnern.
Gegen D/A gibt es „ordentlich auf die Füße“
Er war gerade 17, 18 Jahre alt, als Heim „gegen die gestandenen Männer gespielt und viel gelernt“ hat. „Das waren immer heiße Duelle. D/A war gierig, gallig“, sagt Heim. Es habe „ordentlich auf die Füße“ gegeben. Heim spielte schon gegen D/A, als Sportdirektor Sören Behrmann und Trainer Oliver Ioannou noch als Aktive auf dem Platz standen.
Jesper Heim erzählt, er konnte sich gar nicht vorstellen, nach nur zwei Jahren in Süddeutschland so schnell zurück in den Norden zu kommen. Aber er wolle „Teil dieser Gemeinschaft werden, Teil einer Truppe, die sich abseits des Platzes versteht“. Heim hat aus der Entfernung verfolgt, dass D/A nicht Jahr für Jahr seinen Kader komplett umkrempelt. Das gefällt ihm. Er erzählt eine Anekdote.
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2023 sei er mit Flensburg auf Saisonabschlussfahrt auf Mallorca gewesen. D/A war zeitgleich da. Flensburg mit 10 Leuten, D/A mit 20. „Das saugt man alles auf. Das gibt es bei anderen Vereinen nicht“, sagt Heim. Heim hat sich aber auch aus anderen Gründen für einen Wechsel entschieden.
Heim: Der Verein steht nicht still
In den letzten Jahren sei D/A „immer weiter an die Spitze herangerobbt“. „Drochtersen ist maximal motiviert anzugreifen und hat eine schlagkräftige Truppe“, sagt Heim, dessen Ziele sich mit denen des Vereins decken. Außerdem bewege sich bei D/A seit Jahren etwas im Umfeld. „Der Verein steht nicht still, ist nicht zufrieden mit dem Ist. Da finde ich mich wieder“, sagt Heim.
Seine Lautstärke, seine Kommunikation seien seine größten Stärken, sagt Heim über Heim. Allein durch seine Körpergröße habe er Vorteile beim Zweikampf, beim Verteidigen seines Strafraums nach Standards habe er Fortschritte gemacht. In Steinbach lernte Heim risikoreichere Spieleröffnungen.
Der gebürtige Hamburger lebt gerade bei seinen Eltern in Hamburg. Jesper Heim will aber nach Drochtersen ziehen. „Es ist wichtig, die Region zu erleben und ein Gefühl dafür und für die Menschen zu bekommen“, sagt Heim. Krautsand hat der 26-Jährige schon kennengelernt. „Das fühlt sich an, wie ein Paradies.“
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