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TWeiter keine Lösung für Fundtiere: Gemeinden suchen Abgabestelle

Seit dem 1. Januar können die Gemeinden keine Fundtiere mehr im Tiergnadenhof Rasselbande abgeben.

Seit dem 1. Januar können die Gemeinden keine Fundtiere mehr im Tiergnadenhof Rasselbande abgeben. Foto: Pape

Gemeinden im Landkreis Rotenburg sind nach der Schließung des Tiergnadenhofs Rasselbande auf der Suche nach einer Abgabestelle für Fundtiere.

Von Birgit Pape Samstag, 17.01.2026, 10:50 Uhr

Fahrendorf. Im November hatte der Sandbosteler Tiergnadenhof die Fundtierverträge mit den Nordkreis-Gemeinden zum 31. Dezember gekündigt. Das Veterinäramt des Landkreises hatte zuvor bei einer unangekündigten Kontrolle Mängel im Tiergnadenhof festgestellt und deren Abstellung verfügt. In diesem Zusammenhang sollten einige Auflagen erfüllt werden. Es ging dabei auch um bauliche Veränderungen. Diese Auflagen wollte und konnte Christine Gienow, die Leiterin des Tiergnadenhofs, nicht erfüllen. Somit kündigte Gienow die Fundtierverträge.

Nun stehen die Samtgemeinden Selsingen, Geestequelle, Tarmstedt, Zeven und Sittensen sowie die Gemeinde Gnarrenburg und die Stadt Bremervörde ohne Fundtierverträge da. Auf Nachfrage erklären die Gemeinden, dass es aktuell noch keine fertige Lösung gebe. Verbindliche, feste Verträge gebe es derzeit nicht.

Kalli Köllner wollte Tiere aufnehmen

Im Dezember hatte Zirkusinhaber Kalli Köllner aus Fahrendorf angeboten, seine Hofstelle grundsätzlich für die Fundtieraufnahme zur Verfügung zu stellen. Vor diesem Hintergrund hat eine Begehung von Mitarbeitern der Ordnungsämter des Nordkreises bei Köllner stattgefunden.

„Dabei wurde festgestellt, dass vor einer möglichen Nutzung zunächst noch die erforderliche Infrastruktur geschaffen werden müsste, um eine tiergerechte Unterbringung von Fundtieren sicherzustellen. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht diesbezüglich jedoch weder ein Vertrag noch eine sonstige Vereinbarung zwischen der Gemeinde Gnarrenburg und Herrn Köllner. Entsprechend ist seine Hofstelle aktuell auch keine offizielle Aufnahmestelle für Fundtiere der Gemeinde“, betont der Gnarrenburger Gemeindebürgermeister Marc Breitenfeld.

Köllner besitzt laut Informationen der Redaktion zudem derzeit nicht die erforderliche Sachkunde, um eine tierheimähnliche Einrichtung zu betreiben. „Unverändert prüfen wir als Gemeinde in enger Abstimmung mit den übrigen Kommunen des Landkreises mehrere alternative Lösungsoptionen, um eine rechtssichere und tierschutzgerechte Unterbringung gewährleisten zu können“, betont Breitenfeld.

„Langfristige Lösung muss gefunden werden“

Die Fundtiere, die seit dem 1. Januar abgegeben wurden, konnten von den Gemeinden bisher in verschiedenen Aufnahmestellen untergebracht werden. „Zum Glück hatten wir in den vergangenen Wochen kaum Fundtiere. Langfristig muss jetzt aber eine Lösung gefunden werden“, betont Mario Jagels, der Ordnungsamtsleiter der Samtgemeinde Geestequelle.

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