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Kreisliga Rotenburg

TWieder Beleidigungsvorwürfe: SV Horstedt wirft Spieler raus

Spieler vom TuS Zeven sollen mit Worten wie „Schwuchtel“, „Nazi“ oder „Quotenneger“ beleidigt worden sein.

Spieler vom TuS Zeven sollen mit Worten wie „Schwuchtel“, „Nazi“ oder „Quotenneger“ beleidigt worden sein. Foto: Deck

Schwulenfeindlichkeit und kein Ende: Jetzt muss beim SV Horstedt ein Stürmer gehen, dabei bestreitet er die Vorwürfe und kritisiert den Verein.

Von Hendrik Neddermann 26.08.2026, 09:30 Uhr

Horstedt. Wäre die Geschichte rund um die Beleidigungsvorwürfe gegen einen Fußballer des SV Horstedt ein Drama, es wäre womöglich der letzte Akt. Der Kreisligist hat erneut reagiert und Yagmur Horata rausgeworfen. Über diese Entscheidung informiert der Vorsitzende Bernd Sager in der „Kreiszeitung“: „Wir haben uns darauf festgelegt, dass er nicht mehr für uns spielt.“

Horata soll beim Kreisliga-Spiel Gegner beleidigt haben

Horata soll beim Kreisliga-Spiel gegen den TuS Zeven einige der Gegner mit Worten wie „Schwuchtel“, „Nazi“ oder „Quotenneger“ beleidigt haben. Diese Vorwürfe veröffentlichte Zevens Trainer Jan Rosenbrock. Auf Nachfrage der Mediengruppe „Kreiszeitung“ beteuert der 31-Jährige seine Unschuld und erklärt: „Bereits in den ersten fünf Minuten kam es zu zwei Situationen, in denen ich jeweils einen Ellbogen abbekommen habe und des Öfteren provoziert wurde. Dadurch hat sich die Situation im Laufe des Spiels immer weiter hochgeschaukelt und es entstand irgendwann ein gewisses Hin und Her. Trotzdem blieb aus meiner Sicht alles im Rahmen eines intensiven Fußballspiels.“

Nach dem Abpfiff habe man sich die Hand gegeben und gegenseitig zur Leistung gratuliert. „Deshalb kann ich die spätere Darstellung der Ereignisse nicht nachvollziehen und empfinde sie als übertrieben und unprofessionell.“

Verein trennt sich nach Gesprächen von Yagmur Horata

Für Sager hingegen kristallisierte sich in den Folgetagen durch diverse Telefonate und Gespräche jedoch etwas anderes heraus. „Es ist wohl was dran, dass da Worte gefallen sind. Ob es genau diese waren, weiß ich nicht und kann ich nicht nachweisen“, sagt Horstedts Vereinsboss. Auch innerhalb der Mannschaft wuchs die Gegenwehr. Besonders bei einer Aussprache am Dienstag habe sich dies herausgestellt. Aus dem ursprünglichen Plan, dass Horata zwei Spiele aussetzt, wurde daher am Donnerstagabend eine endgültige Trennung. „Er ist ein exzellenter Fußballer, der auf dem Platz aber seine Themen hat“, stellt Sager klar. „Zukünftig sehen wir unter unserer Führung nicht die Möglichkeit, das zu verändern.“

Der Beschuldigte sieht sich von den Horstedtern im Stich gelassen. Er sei enttäuscht, dass nach allem, „was ich für den Verein geleistet habe, auf diese Art und Weise mit mir umgegangen wird“. Mit 20 Toren und neun Vorlagen zählte der Routinier zu den Aufstiegsgaranten. Bereits den Entschluss, ihn für zwei Partien zu suspendieren, akzeptierte er nicht. „Gleichzeitig habe ich deutlich gemacht, dass ich den Verein verlassen werde, sollte an dieser Entscheidung festgehalten werden“, berichtet Horata. „Ich werde mich bis zur Winterpause bei einem Verein fit halten. Danach werde ich schauen, was die Zukunft mit sich bringt.“

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